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Was ist und wie erzeugt man einen Sosreport in Red Hat Enterprise Linux 4.6 und nachfolgenden Versionen?

Solution Verified - Updated -

Environment

  • Red Hat Enterprise Linux 7
  • Red Hat Enterprise Linux 5
  • Red Hat Enterprise Linux 6
  • Red Hat Enterprise Linux 4.6 oder neuere 4.x-Version
  • Red Hat Enterprise MRG

Issue

Resolution

Was ist ein Sosreport:

Der Befehl Sosreport ist ein Tool, das Konfigurations- und Diagnoseinformationen eines Red Hat Enterprise Linux Systems erfasst. Zum Beispiel die verwendete Kernel-Version, die geladenen Module und die System- und Service-Konfigurationsdateien usw. Dieser Befehl kann auch externe Programme ausführen, um weitere Informationen zu sammeln, und speichert dann den Output im resultierenden Archiv.

Die Erstellung eines Sosreports ist der üb­liche Ausgangspunkt für Red Hat Support Ingenieure bei der Durchführung einer ersten Analyse einer Serviceanfrage für ein Red Hat Enterprise Linux System.


Wie erzeugt man einen Sosreport:

Wenn das sos Paket installiert ist, geben Sie den folgenden Befehl ein, um einen Sosreport zu erzeugen:
Achtung: Sosreport benötigt ** root **-Berechtigungen für die Ausführung.

# sosreport

In Red Hat Enterprise Linux 6 wird der Befehl normalerweise innerhalb weniger Minuten durchgeführt. Ältere Versionen können mehr Zeit benötigen, um den Befehl abzuschließen zu werden. Abhängig von der lokalen Konfiguration und den in bestimmten Fällen angegebenen Optionen kann die Befehlsdurchführung länger dauern. Wenn Sie die benötigte Durchführungszeit des Befehls Sosreport bedenklich finden, kontaktieren Sie bitte unsere Red Hat Support-Mitarbeiter für Unterstützung.

Sobald der Befehl abgeschlossen ist, erzeugt Sosreport eine komprimierte Datei unter /tmp (für RHEL6 und vorhergehende Versionen) oder unter /var/tmp (for RHEL7 und nachfolgende Versionen). Die verschiedenen Versionen verwenden verschiedene Komprimierungsschemas (gz, bz2, oder xz). Die Datei sollte Ihrem Support-Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden (normalerweise als Anhang in einem offenen Support-Ticket).

Die Größe des Archivs hängt von der Systemkonfiguration und den aktivierten optionalen Sosreport-Funktionen ab (wenn Sie zum Beispiel die Option "all_logs" des allgemeinen Moduls für das Erfassen aller Syslog-Protokolldateien auswählen, kann dies die Größe des Archivs erheblich erhöhen).

Um einen Sosreport oder eine Datei einem offenen Fall hinzuzufügen, kann man die Befehlszeilenoption vom redhat-support-tool, das Red Hat Portal UI oder verschiedene Methoden mit FTP verwenden.

Wenn die gesammelte Sosreport -Datei zu groß ist, um in den Fall hochgeladen zu werden, kann sie in die Dropbox hochgeladen werden Red Hat ftp dropbox.redhat.com site.

Um zu vermeiden, dass Benutzer- und Account-Informationen interaktiv eingegeben werden müssen, kann der Befehl im Batch-Modus mit der Option --batch ausgeführt werden. In diesem Fall werden Benutzerinformationen von den RHN-Konfigurationsdateien des Systems bezogen:

# sosreport --batch

Der Befehl Sosreport ist modular aufgebaut und ermöglicht dem Benutzer das Aktivieren und Deaktivieren von Modulen und das Festlegen von Moduloptionen über die Befehlszeile. Verwenden Sie den folgenden Befehl, um verfügbare Module (Plug-Ins) aufzulisten:

# sosreport -l

Um ein Modul vorübergehend auszuschalten:

Fügen Sie es in eine durch Kommas getrennte Liste von Modulen ein, die an die Option -n/--skip-plugins übergeben wird.

Zum Beispiel, um die Module kvm undamd temporär zu deaktivieren (falls sie defekt sind):

# sosreport -n kvm,amd

Einzelne Module können zusätzliche Optionen bereitstellen, die über die Option -k festgelegt werden können. Zum Beispiel wird auf Installationen von Red Hat Enterprise Linux 4 und 5 die Ausgabe "rpm -Va" vom sos rpm Modul standardmäßig erfasst. Da dies zeitaufwendig sein kann, kann dieses Verhalten deaktiviert werden mit:

# sosreport -k rpm.rpmva=off

Sosreport auf RHN Proxy Server erzeugen
Führen Sie den folgenden Befehl aus, um ausführlichere Informationen zum RHN Proxy Server zu erfassen:

# sosreport -o rhn

Achtung:

1. Red Hat Enterprise Linux 4.5 und ältere Versionen enthalten den älteren Befehl 'sysreport' zum Erstellen von Diagnosearchiven. Wenn möglich, aktualisieren Sie Ihr System auf das sos Paket, das in späteren Releases enthalten ist. Bei Bedarf können jedoch auch Sysreports an Red Hat gesendet werden What is a sysreport and how to run it in Red Hat Enterprise Linux?

2. Das sos Pakekt in Red Hat Enterprise Linux 4 und 5 enthält auch den Befehl Sysreport. Dies ist ein symbolischer Link, der für die Abwärtskompatibilität vorgesehen ist:

# ls -l /usr/sbin/sysreport
lrwxrwxrwx 1 root root 19 Nov  3  2008 /usr/sbin/sysreport -> /usr/sbin/sosreport

Verwenden Sie den Befehl sysreport.legacy, um die ursprüngliche (ältere) Version des sysreport-Skripts für diese Installationen zu verwenden:

# sysreport.legacy

Dieses Dienstprogramm durchläuft und sammelt einige detaillierte Informationen über die Hardware und die Einstellungen Ihres Red Hat Linux-Systems. Diese Informationen werden verwendet, um Probleme mit Ihrem System zu diagnostizieren und werden als vertrauliche Informationen betrachtet. Red Hat wird diese Informationen NUR für Diagnosezwecke verwenden.


Sosreport installieren:

Um sosreport auszuführen, muss dassos Paket installiert sein. Das Paket ist standardmäßig beinhaltet und wird auf den meisten Systemen automatisch installiert.

Sollte das Paket dennoch nicht vorhanden sein, kann es manuell folgenderweise hinzugefügt werden:

Red Hat Enterprise Linux 5 und nachfolgende Versionen

Wenn das System bei RHN registriert ist, verwenden Sie den Befehl yum:

# yum install sos

Wenn das System nicht bei RHN registriert ist, kann das sos-Paket von der RHN-Website heruntergeladen oder auf den Installations-CDs oder -DVDs gefunden werden. Um das Paket zu installieren, kann der Befehl rpm in einer beliebigen Red Hat Enterprise Linux Version verwendet werden:

 # rpm -Uvh sos-<version>.noarch.rpm

Red Hat Enterprise Linux 4 Update 6 oder nachfolgende

Wenn das System bei Red Hat Network (RHN) registriert ist, kann sos mit dem Befehl up2date installiert werden:

# up2date sos

Was ist zu tun, wenn Sosreport hängt?:

  • Wenn der Befehl in RHEL5 ausgeführt wird, wechseln Sie in den Hintergrundmodus (ctrl-z) bevor der Prozess durch PID beendet wird. Andernfalls könnten Sie auf das Problem stoßen, das in KCS#55275 dokumentiert ist.

  • Wenn Sosreport fehlschlägt und den Fehler "No space left on device" anzeigt, führen Sie auf dieser Einrichtung Folgendes aus:

    • Überprüfen Sie, dass auf dem Dateisystem, das /tmp enthält, genügend Speicherplatz vorhanden ist
    # df -h /tmp
    Filesystem            Size  Used Avail Use% Mounted on
    /dev/mapper/vg_ren-lv_root
                           50G   49G    1M  99% /
    
    • Freier zusätzlicher Speicherplatz oder ein anderes Verzeichnis kann mit dem folgenden Argument angegeben werden
    # sosreport --tmp-dir /path/to/another/volume
    
  • Der Sosreport kann aufgrund eines bestimmten Plugins hängen geblieben sein

Versuchen Sie herauszufinden, an welchem Plugin es hängt.

  1. Erhöhen Sie die Ausführlichkeit des Sosreports -vvvv
  2. Führen Sie Strace aus

Sobald Sie festgestellt haben, an welchem Plugin es hängt, schließen Sie dieses aus.
Geben Sie den folgenden Befehl ein, um alle Plugins anzuzeigen:

sosreport -l

z.B. Um das Filesys-Plugin auszuschließen

sosreport -n filesys
  • Statt Sammeln des fehlgeschlagenen Sosreports kann auch ein alternativer Report manuell erfasst werden, führen Sie hierzu das folgende Skript aus. Beachten Sie bitte, dass dieser nur einen Teil dessen erfasst, was ein Standard-Sosreport sammeln würde.

    #!/bin/bash
    host="$(hostname)"
    
    sos_dir="/tmp/${host}_hungsos"
    mkdir $sos_dir
    cd $sos_dir
    chkconfig --list > chkconfig
    date > date
    df > df
    dmesg > dmesg
    dmidecode > dmidecode  
    fdisk -l > fdisk  
    free > free  
    hostname --fqdn > hostname  
    ifconfig > ifconfig  
    lsmod > lsmod  
    lspci > lspci  
    cat /proc/mounts > mount  
    netstat -tlpn > netstat  
    ps auxww > ps  
    rpm -qa > rpm-qa  
    rpm -Va > rpm-Va     #this command may take a while to run  
    ulimit -a > ulimit  
    uname -a > uname  
    uptime > uptime  
    cat /proc/meminfo > meminfo  
    cat /proc/cpuinfo > cpuinfo  
    mkdir etc  
    cd etc  
    cp /etc/fstab .
    cp /etc/cluster/cluster.conf .
    cp /etc/security/limits.conf .  
    cp /etc/redhat-release .  
    cp /etc/sysctl.conf .  
    cp /etc/modprobe.conf .  
    mkdir sysconfig/network-scripts -p  
    cd sysconfig  
    cp /etc/sysconfig/* . -R  
    cd $sos_dir
    mkdir var/log -p  
    cp /var/log/message* var/log -R  
    cd /tmp  
    tar -cvjf ${host}_hungsos.tar.bz2 $sos_dir
    

Hinweis: How to gather data from a Red Hat Enterprise Linux system for troubleshooting if the sosreport process goes to hung state?

Sosreport aus dem Rettungsmodus sammeln

Wenn das System nicht startet, kann Sosreport aus der Rettungsumgebung zur Fehlerbehebung abgerufen werden.

Siehe: How to generate sosreport from the rescue environment?

Generieren Sie Sosreport an einem alternativen Ort

Wenn Platzbeschränkungen in /tmp vorhanden sind, kann Sosreport zu einem alternativen Speicherort gezwungen werden.

Siehe: How do I make sosreport write to an alternative location?

Sosreport manuell erzeugen

Wenn alles andere fehlschlägt und es überhaupt nicht möglich ist, einen Sosreport zu erstellen, kommt es zur folgenden Lösung mit dem manuellen Sammeln der Dateien:

Siehe: Sosreport fails. What data should I provide in its place?


Nebeneffekte von Sosreport:

This solution is part of Red Hat’s fast-track publication program, providing a huge library of solutions that Red Hat engineers have created while supporting our customers. To give you the knowledge you need the instant it becomes available, these articles may be presented in a raw and unedited form.