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Kapitel 3. Datensicherung und Wiederherstellung

Dieses Kapitel erläutert Methoden zur Sicherung, Überprüfung und Wiederherstellung eines Satellite-Systems.
Die Datensicherung sollte entweder jede Nacht oder jede Woche erfolgen, abhängig von der Menge der gespeicherten Daten, und von der Menge an Daten, die Sie im Falle eines Systemausfalls gewillt sind zu verlieren.
Es wird empfohlen, dass Sie die Datenbanksicherungen während planmäßigen Wartungsphasen des RHN Satellite Servers durchführen, da während der Datensicherung keiner der Dienste für Website- und Client-Verbindungen zur Verfügung stehen.

3.1. Datensicherung

Prozedur 3.1. Sichern der eingebetteten Datenbank

  1. Stoppen Sie den RHN Satellite Server mithilfe des stop-Befehls:
    rhn-satellite stop
    
  2. Wechseln Sie zum Oracle-Benutzer und erstellen Sie die Sicherungskopie mithilfe des db-control-Dienstprogramms:
    su - oracle
    db-control backup [directory]
    
    Ersetzen Sie directory durch den absoluten Pfad zu dem Speicherort, an dem Sie eine Sicherungskopie Ihrer Datenbank anlegen möchten. Dieser Vorgang nimmt einige Minuten in Anspruch.
  3. Wechseln Sie zurück zum Root-Benutzer und starten Sie den Satellite:
    exit
    rhn-satellite start
    
  4. Wechseln Sie zum Oracle-Benutzer und überprüfen Sie mithilfe der examine-Option des db-control-Befehls den Zeitstempel der Sicherungskopie und ob möglicherweise Dateien fehlen:
    su - oracle
    db-control examine [directory]
    
    Sie können auch die verify-Option von db-control verwenden, um eine gründliche Untersuchung durchzuführen, einschließlich Prüfung der md5-Prüfsumme jeder einzelnen gesicherten Datei:
    db-control verify [directory]
    
    Ist diese Überprüfung erfolgreich, ist es sicher, die Inhalte von directory zur Wiederherstellung der Datenbank zu verwenden.

Anmerkung

Auch Benutzer von externen Datenbanken sollten regelmäßig ihre Daten sichern. Setzen Sie sich mit dem Administrator Ihrer externen Datenbank in Verbindung, um mehr über die unterstützten Verfahren zur Datensicherung zu erfahren.

Sichern von Systemdateien

Zusätzlich zur Datenbank sollten auch eine Reihe von Systemdateien und -verzeichnissen gesichert werden. Nachfolgend sehen Sie eine Liste derjenigen Dateien und Verzeichnisse, die gesichert werden sollten:
  • /etc/sysconfig/rhn/
  • /etc/rhn/
  • /etc/sudoers
  • /etc/tnsnames.ora
  • /var/www/html/pub/
  • /var/satellite/redhat/[0-9]*/ (Dies ist der Speicherort für jegliche angepasste RPMs)
  • /root/.gnupg/
  • /root/ssl-build/
  • /etc/dhcpd.conf
  • /etc/httpd/
  • /tftpboot/
  • /var/lib/cobbler/
  • /var/lib/nocpulse/
  • /var/lib/rhn/kickstarts/
  • /var/www/cobbler/
Sichern Sie nach Möglichkeit auch /var/satellite/. Dies ist eine Kopie des Red Hat RPM-Repositorys und erspart Ihnen einen umfangreichen Download, falls Sie nach einem Ausfall das System wiederherstellen müssen. Es kann mithilfe des satellite-sync-Tools regeneriert werden. Falls Sie einen nicht verbundenen Satellite nutzen, muss /var/satellite/ gesichert werden, damit eine Wiederherstellung nach Ausfall überhaupt möglich ist.
Wenn Sie nur die oben genannten Dateien und Verzeichnisse sichern, müssten Sie zur Wiederherstellung die RHN Satellite Server ISO-RPMs neu installieren und den Satellite erneut registrieren. Zusätzlich müssten Red Hat Pakete mithilfe des satellite-sync-Tools synchronisiert werden und das /root/ssl-build/rhn-org-httpd-ssl-key-pair-MACHINE_NAME-VER-REL.noarch.rpm Paket müsste installiert werden. Alternativ können Sie den RHN Satellite Server neu installieren, ohne ihn erneut zu registrieren. Überspringen Sie dazu während der Installation die Red Hat Network Registrierung und die Abschnitte zur Generierung von SSL-Zertifikaten.
Die umfassendste Methode ist die vollständige Sicherung der gesamten Maschine. Dies verkürzt zwar ggf. die zum Download und zur Neuinstallation nötige Zeit, erfordert jedoch mehr Festplattenplatz und verlängert die zur Datensicherung nötige Zeit.