Red Hat Training
A Red Hat training course is available for Red Hat Satellite
Handbuch zum Einstieg
Provisioning und Deployment mit Red Hat Network Satellite
Ausgabe 2
Red Hat Engineering Content Services
Zusammenfassung
Kapitel 1. Einführung
Definitionen
- Kickstart
- Der Vorgang einer automatisierten Installation eines Red Hat Systems, die nur wenig oder keinerlei Eingaben vom Benutzer erfordert. Eigentlich bezieht sich der Begriff Kickstart auf einen Mechanismus im Anaconda-Installationsprogramm, mithilfe dessen Sie dem Installationsprogramm eine detaillierte Beschreibung der gewünschten Inhalte und Konfigurationen eines Rechners zur Verfügung stellen können. Solch eine detaillierte Systemdefinition wird Kickstart-Profil genannt.
- Kickstart-Profil
- Die Kickstart-Datei ist eine Textdatei, die alle Optionen spezifiziert, die zum Kickstart eines Rechners nötig sind, u.a. Informationen über Partitionierung, Netzwerkkonfiguration und zu installierende Pakete. In RHN Satellite ist ein Kickstart-Profil eine Obermenge einer herkömmlichen Anaconda-Kickstart-Definition, da die Implementierung von Satellite auf Cobbler's Erweiterungen zum Kickstart aufbaut. Ein Kickstart-Profil setzt das Vorliegen eines Kickstart-Baums voraus.
- Kickstart-Baum
- Die zum Kickstart eines Rechners notwendige Software samt unterstützender Dateien; oft auch "Installationsbaum" genannt. Es handelt sich hierbei in der Regel um die Verzeichnisstruktur und Dateien vom Installationsmedium, das für eine bestimmte Release herausgegeben wurde. In Cobbler-Begriffen ist ein Kickstart-Baum Teil einer Distribution.
- PXE (Preboot eXecution Environment)
- Ein Protokoll auf niedriger Ebene, das den Kickstart von Bare-Metal-Rechnern (normalerweise physische, oder reale, Rechner) beim Start ohne Vorkonfiguration des Zielrechners selbst erlaubt. PXE ist auf einen DHCP-Server angewiesen, um Clients über Bootstrap-Server zu informieren (für dieses Handbuch gehen wir von Satellite 5.5 Installationen oder höher aus). Um PXE einsetzen zu können, muss es in der Firmware des Zielrechners unterstützt werden. Es ist zwar möglich, die Funktionalitäten des Satellites zur Virtualisierung und Neuinstallation ohne PXE zu nutzen, allerdings ist PXE sehr hilfreich zum Booten von neuen physischen Rechnern oder zur Neuinstallation von Rechnern, die nicht beim Satellite angemeldet sind.
Provisioning-Szenarien
- Neue Installationen
- Provisioning eines Systems, auf dem bislang noch keinerlei Betriebssystem installiert war (auch Bare-Metal-Installation genannt).
- Virtuelle Installationen
- Satellite unterstützt KVM, Xen voll virtualisierte Gäste und Xen paravirtualisierte Gäste.
- Reprovisioning
- Sowohl auf physischen Systemen als auch auf Gastsystemen kann Reprovisioning durchgeführt werden, vorausgesetzt, diese wurden bei derselben Satellite-Instanz registriert. Siehe Abschnitt 2.5.2, »Reprovisioning«.
Kapitel 2. Kickstart
2.1. Erforderliche Pakete
rhn-tools Red Hat Network Channel erhältlich sind:
koanspacewalk-koan
rhn-tools-Channel zu klonen, um von Ihrem angepassten Channel Zugriff auf diese Pakete zu erhalten.
kernel- und initrd-Dateien an bestimmten Speicherorten innerhalb des Kickstart-Baums. Allerdings unterscheiden sich diese Speicherorte je nach Architektur. Die nachfolgende Tabelle zeigt die verschiedenen Speicherorte:
Tabelle 2.1. Erforderliche Distributionsdateien nach Architektur
| Architektur | Kernel | Initiales RAM-Disk-Image |
|---|---|---|
| IBM System z | TREE_PATH/images/kernel.img | TREE_PATH/images/initrd.img |
| PowerPC | TREE_PATH/ppc/ppc64/vmlinuz | TREE_PATH/images/pxeboot/vmlinux |
| Alle anderen Architekturen | TREE_PATH/images/pxeboot/vmlinuz | TREE_PATH/images/pxeboot/initrd.img |
2.2. Kickstart-Bäume
Prozedur 2.1. Automatische Installation von Kickstart-Bäumen
satellite-sync.
- Wählen Sie, auf welcher Distribution Ihre Kickstarts basieren sollen und lokalisieren Sie den Basis-Channel dieser Distribution samt zugehörigem RHN Tools Channel.Möchten Sie beispielsweise Red Hat Enterprise 5 für die x86-Architektur verwenden, benötigen Sie den
rhel-i386-server-5-Channel samt zugehörigem RHN-Tools-Channelrhn-tools-rhel-i386-server-5. - Falls Sie einen verbundenen Satellite verwenden, synchronisieren Sie Ihren Satellite direkt mit den Red Hat Servern mittels
satellite-sync. Ist Ihr Satellite nicht verbunden, müssen Sie sich nicht verbundene Channel-Dumps von den Red Hat Servern besorgen und mit diesen synchronisieren. - Eine Synchronisation des Channels erzeugt automatisch einen zugehörigen Kickstart-Baum für diese Distribution.
Prozedur 2.2. Manuelle Installation von Kickstart-Bäumen
- Kopieren Sie das Installations-ISO auf Ihren Satellite-Server und hängen es unter
/mnt/isoein. - Kopieren Sie die Inhalte des ISOs an einen benutzerdefinierten Speicherort. Wir empfehlen Ihnen, ein Verzeichnis innerhalb von
/var/satelliteanzulegen für alle angepassten Distributionen. So könnten Sie beispielsweise die Inhalte einer RHEL-Beta-Distribution nach/var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/kopieren. - Erstellen Sie einen angepassten Software-Channel über die RHN Satellite Weboberfläche. Navigieren Sie dazu zu Channels → Software-Channels verwalten → Neuen Channel erstellen und erzeugen einen übergeordneten Channel mit geeignetem Namen und Label. Um beim Beispiel der RHEL-Beta-Version zu bleiben, könnten wir das Label rhel-5.3-beta verwenden.
- Kopieren Sie mithilfe des
rhnpush-Befehls die Software-Pakete von ihrem Speicherort im Baum auf den neu erstellten Software-Channel.rhnpush --server=http://localhost/APP -c 'rhel-5.3-beta' \ -d /var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/Server/
Das Unterverzeichnis innerhalb des Baums kann sich abhängig von Ihrer Distribution unterscheiden. - Nachdem die Software-Pakete auf den Channel kopiert wurden, können Sie mithilfe des
rm-Befehls aus dem Baum gelöscht werden. Die Pakete sind weiterhin auf dem Satellite-Server innerhalb des Channels gespeichert und sind nicht länger im Baum erforderlich.rm /var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/Server/*.rpm
Anmerkung
Falls Sie es vorziehen, können Sie die Software-Pakete auch im Kickstart-Baum belassen. Sie könnten sie somit zu einem späteren Zeitpunkt mithilfe desyum-Befehls installieren. - Erstellen Sie die Distribution auf der RHN Satellite Weboberfläche. Navigieren Sie zu Systeme → Kickstart → Distributionen → Neue Distribution erstellen, um die Distribution zu erstellen. Wählen Sie ein passendes Label und den vollständigen Baumpfad (wie z.B.
/var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/), sowie den zuvor erstellen Basis-Channel und die richtige Installer-Generation (wie z.B. Red Hat Enterprise Linux 5). Um die Erstellung abzuschließen, wählen Sie Kickstart-Distribution erstellen. - Um dieselbe Software über mehrere Umgebungen und Systeme hinweg zu pflegen, kann der RHN Tools Sub-Channel von einem vorhandenen Red Hat Enterprise Linux Basis-Channel als Sub-Channel des neu erstellten Basis-Channels geklont werden. Sie können einen Sub-Channel auf mehrere Arten klonen:
- Klicken Sie auf der Satellite-Weboberfläche auf Channels → Software-Channels verwalten → Channel klonen
- Wählen Sie den Sub-Channel, den Sie klonen möchten, aus der Drop-Down-Liste Klonen von: und wählen Sie den Klonstatus.
- Klicken Sie auf Channel erstellen.
- Geben Sie die nötigen Informationen ein und wählen Sie den übergeordneten Channel, unter dem der geklonte untergeordnete Channel angelegt werden soll.
- Klicken Sie auf Channel erstellen.

Abbildung 2.1. Kickstart-Distribution erstellen
2.3. Kickstart-Profile
Prozedur 2.3. Erstellen eines Kickstart-Profils mit dem Assistenten
- Klicken Sie auf Systeme → Kickstart → Neues Kickstart-Profil erstellen
- Geben Sie ein passendes Label an, und wählen Sie den gewünschten Basis-Channel und den Kickstartbaren Baum
- Wählen Sie den gewünschten Virtualisierungstyp. Siehe Virtualisierungstypen für weitere Informationen über Virtualisierungstypen. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.
- Wählen Sie den Download-Speicherort für das Kickstart-Profil. Falls Sie eine angepasste Distribution verwenden, geben Sie den Speicherort als URL an (sowohl HTTP als auch FTP werden unterstützt), andernfalls übernehmen Sie die Standardoption. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.
- Geben Sie das Root-Passwort an und klicken auf Abschließen, um die Profilerstellung abzuschließen.
- Das vollständige Kickstart-Profil wird nun erstellt. Sie können sich das Profil ansehen, indem Sie auf Kickstart-Datei klicken.
Prozedur 2.4. Erstellen eines Kickstart-Profils mit der Raw-Methode
- Klicken Sie auf Systeme → Kickstart → Neue Kickstart-Datei hochladen
- Geben Sie ein passendes Label an, und wählen Sie die gewünschte Distribution.
- Wählen Sie den gewünschten Virtualisierungstyp. Siehe Virtualisierungstypen für weitere Informationen über Virtualisierungstypen.
- Wenn Sie bereits eine vorhandene Kickstart-Datei haben, können Sie diese hochladen. Andernfalls schreiben Sie das Kickstart-Profil einfach in das Textfeld Dateiinhalte.Sehen Sie im Folgenden eine beispielhafte Raw-Kickstart-Datei, die Sie als Ausgangspunkt verwenden können:
install text network --bootproto dhcp url --url http://$http_server/ks/dist/org/1/ks-rhel-i386-server-5 lang en_US keyboard us zerombr clearpart --all part / --fstype=ext3 --size=200 --grow part /boot --fstype=ext3 --size=200 part swap --size=1000 --maxsize=2000 bootloader --location mbr timezone America/New_York auth --enablemd5 --enableshadow rootpw --iscrypted $1$X/CrCfCE$x0veQO88TCm2VprcMkH.d0 selinux --permissive reboot firewall --disabled skipx key --skip %packages @ Base %post $SNIPPET('redhat_register') - Da der RHN Satellite Server die angegebene Distribution nicht automatisch als
urlim Kickstart verwendet, müssen Sie selbst die Optionurl --urlin Ihrem Profil angeben. Dies könnte etwa folgendermaßen aussehen:url --url http://satellite.example.com/ks/dist/org/1/my_distro
Ersetzen Siemy_distrodurch das Distributions-Label und1durch Ihre Organisations-ID. - Raw-Kickstart-Profile verwenden
$http_serveranstelle des Hostnamens des Satellites. Dies wird automatisch ausgefüllt, wenn die Kickstart-Vorlage gerendert wird. - Das
redhat_register-Snippet wird zur Handhabung der Registrierung verwendet.

Abbildung 2.2. Raw Kickstart
Mit allen Kickstart-Profilen ist ein Virtualisierungstyp verknüpft. Die nachstehende Tabelle veranschaulicht die verschiedenen Optionen:
Tabelle 2.2. Virtualisierungstypen
| Typ | Beschreibung | Verwendung |
|---|---|---|
| Keiner | Keine Virtualisierung | Verwenden Sie diesen Typ für normales Provisioning, Bare-Metal-Installationen, sowie für virtualisierte Installationen, die nicht auf Xen oder KVM basieren (z.B. VMware oder Virtage) |
| KVM virtualisierter Gast | KVM-Gäste | Verwenden Sie diesen Typ für das Provisioning von KVM-Gästen |
| Xen voll virtualisierter Gast | Xen-Gäste | Verwenden Sie diesen Typ für das Provisioning von Xen-Gästen
Anmerkung
Diese Option erfordert Hardware-Unterstützung auf dem Host, jedoch kein modifiziertes Betriebssystem in dem Gast.
|
| Xen paravirtualisierter Gast | Xen-Gäste | Verwenden Sie diesen Typ zum Provisioning eines virtuellen Gasts mit Xen-Paravirtualisierung. Paravirtualisierung ist der schnellste Virtualisierungsmodus. Er erfordert ein PAE-Flag auf der System-CPU und ein angepasstes Betriebssystem. Red Hat Enterprise Linux 5 unterstützt Gäste unter Paravirtualisierung. |
| Xen Virtualisierungs-Host | Xen-Hosts | Verwenden Sie diesen Typ zum Provisioning eines virtuellen Hosts mit Xen-Paravirtualisierung. Xen paravirtualisierte Gäste und Hosts werden unterstützt, sofern die Hardware kompatibel ist. |
kernel-xen-Paket im %packages-Abschnitt enthalten.
qemu-Paket im %packages-Abschnitt enthalten.
Anmerkung
2.4. Verwenden von Vorlagen
for-Schleifen und if-Anweisungen in Ihre Kickstart-Dateien einzubeziehen. Ermöglicht wird dies durch das cheetah-Tool.
- Wenn Sie einen bestimmten Abschnitt einer Kickstart-Datei, wie z.B. den Abschnitt zur Festplattenpartitionierung, über mehrere Kickstarts hinweg wiederverwenden möchten.
- Wenn Sie bestimme Aktionen in
%postkonsistent über mehrere Kickstarts hinweg durchführen möchten. - Wenn Sie ein Snippet über mehrere Server-Rollen (wie z.B. DNS-Server, Proxy-Server, und Webserver) hinweg definieren möchten. Beispielsweise könnte das folgende Snippet für den Webserver definiert sein:
httpd mod_ssl mod_python
Wenn Sie ein Webserver-Profil erstellen möchten, fügen Sie das Webserver-Snippet im%package-Abschnitt Ihrer Kickstart-Datei ein. Wenn Sie möchten, dass dieses Profil sowohl ein Webserver als auch ein Proxy-Server ist, können Sie beide Snippets im Paketabschnitt einfügen. Möchten Sie später ein weiteres Paket zum Webserver-Snippet hinzufügen, wie z.B.mod_perl, brauchen Sie nur das Snippet selbst zu aktualisieren, und alle Profile, die dieses Snippet enthalten, würden automatisch ebenfalls aktualisiert.
Vorlagen ermöglichen es Ihnen, eine Variable zu definieren, die in der gesamten Kickstart-Datei verwendet wird. Variablen unterliegen einer Art Vererbung, die es ermöglicht, eine Variable auf einer Ebene einzustellen, diese jedoch auf darunterliegenden Ebenen außer Kraft zu setzen. Wird also eine Variable auf Systemebene eingestellt, setzt diese dieselbe Variable auf Profilebene oder Kickstart-Baumebene außer Kraft. Wird eine Variable auf Profilebene eingestellt, setzt diese dieselbe Variable auf Kickstart-Baumebene außer Kraft.
Anmerkung
Mithilfe von Snippets werden Stücke von Code über mehrere Kickstart-Vorlagen hinweg wiederverwendet. Snippets können sich über mehrere Zeilen erstrecken und Variablen enthalten. Sie können mithilfe des Texts $SNIPPET('snippet_name') in ein Kickstart-Profil eingefügt werden. Sie können ein Snippet für eine Paketliste erstellen, für ein %post-Skript, oder für jeden anderen Text, der normalerweise in einer Kickstart-Datei enthalten ist.
/var/lib/cobbler/snippets/ gespeichert. Unter /var/lib/rhn/kickstarts/wizard/ finden Sie eine Vorlage für einen Assistenten-Kickstart, die die verschiedenen Standard-Snippets und deren Verwendung erklärt.
redhat_register Snippet kann dazu verwendet werden, um im Rahmen des Kickstarts Rechner bei einem RHN Satellite Server zu registrieren. Es verwendet eine Variable namens redhat_management_key, um den Rechner beim Server zu registrieren. Setzen Sie die redhat_management_key-Variable auf System-, Profil- oder Distributionsebene und fügen anschließend $SNIPPET('redhat_register') zum %post-Abschnitt Ihrer Kickstart-Datei hinzu. Alle Assistenten-Kickstarts, die vom RHN Satellite Server generiert wurden, verfügen in ihrem %post-Abschnitt bereits über dieses Snippet.
/var/lib/rhn/kickstarts/snippets/-Verzeichnis gespeichert. RHN Satellite speichert Snippets für verschiedene Organisationen in verschiedenen Verzeichnissen; angepasste Snippets werden demnach mit einem Dateinamen ähnlich dem folgenden gespeichert, wobei 1 die Organisations-ID ist:
$SNIPPET('spacewalk/1/snippet_name')
Anmerkung

Abbildung 2.3. Kickstart-Snippets
Die $ und # Zeichen werden bei der Erstellung von Vorlagen zur Spezifizierung von Variablen und der Flusskontrolle verwendet. Falls Sie diese Zeichen in einem Skript für andere Zwecke benötigen, müssen sie mit Fluchtsymbolen versehen werden, damit sie nicht als Variablen gedeutet werden. Sie erreichen dies auf mehrere Arten:
- Setzen Sie ein Backslash-Zeichen (
\) vor jedes$oder#Zeichen, das in der Vorlage ignoriert werden soll. - Schließen Sie das gesamte Skript in
#raw ... #end rawein.Alle%preund%postSkripte, die mithilfe des Kickstart-Assistenten erzeugt werden, sind standardmäßig von#raw...#end raweingeschlossen. Dies kann geändert werden mittels des Template-Auswahlkästchens beim Bearbeiten eines%postoder%pre-Skripts. - Fügen Sie
#errorCatcher Echoin der ersten Zeile des Snippets ein.
Beispiel 2.1. Fluchtsymbole für Sonderzeichen in Vorlagen
%post-Abschnitt eingefügt werden:
%post echo $foo > /tmp/foo.txt
$-Zeichen nicht mit einem Fluchtsymbol versehen, wird die Templating-Engine versuchen, eine Variable namens $foo zu finden und wird schließlich scheitern, da foo nicht als Variable existiert.
$-Zeichen mit einem Fluchtsymbol zu versehen, ist mithilfe des Backslash-Zeichens (\):
%post echo \$foo > /tmp/foo.txt
\$foo als $foo gerendert.
#raw ... #end raw, und zwar wie folgt:
%post #raw echo $foo > /tmp/foo.txt #end raw
#errorCatcher Echo in der ersten Zeile Ihrer Kickstart-Vorlage ein. Dies weist die Templating-Engine an, jegliche nicht existierenden Variablen zu ignorieren und den Text wie vorliegend auszugeben. Diese Option ist bereits in den Assistenten-Kickstarts enthalten und kann auch in die manuell erstellten Raw-Kickstarts eingefügt werden.
2.5. Kickstarten eines Rechners
2.5.1. Kickstarten von Bare Metal
- Via standardmäßigem Installationsmedium für das Betriebssystem
- Via PXE-Boot
Prozedur 2.5. Booten vom Installationsmedium
- Legen Sie das Installationsmedium in Ihren Rechner ein. Das Medium muss dem Kickstart entsprechen, den Sie zu verwenden planen. Wenn Ihr Kickstart beispielsweise zur Verwendung des
ks-rhel-i386-server-5-u2Kickstart-Baums konfiguriert wurde, müssen Sie das Red Hat Enterprise Linux 5.2 i386 Installationsmedium verwenden. - Sobald die Boot-Eingabeaufforderung erscheint, aktivieren Sie den Kickstart durch Eingabe des folgenden Befehls:
linux ks=http://satellite.example.com/path/to/kickstart
- Das System wird booten, den Kickstart herunterladen und automatisch installieren.
Prozedur 2.6. PXE-Booting
Wichtig
Falls Sie auf einem anderen System im Netzwerk einen DHCP-Server implementiert haben, benötigen Sie administrativen Zugriff auf den DHCP-Server, um die DHCP-Konfigurationsdatei zu bearbeiten.Falls sich Ihre Rechner auf mehreren Netzwerken befinden, müssen Sie sicherstellen, dass sich all Ihre Rechner mit dem DHCP-Server verbinden können. Sie erreichen dies durch das Multi-Homing Ihres DHCP-Servers (entweder echtes oder sog. "trunked" VLAN) und der Konfiguration Ihrer Router oder Switches zur Weiterleitung des DHCP-Protokolls über Netzwerkgrenzen hinweg.Konfigurieren Sie Ihren DHCP Server derart, dass dieser auf den PXE-Server verweist, indem Sie dienext-server-Adresse für Systeme einstellen, die Sie vom RHN Satellite verwalten lassen möchten.Um bei der Installation Hostnamen zu verwenden, konfigurieren Sie den DHCP-Server, um auf die Domain und IP-Adressen zu verweisen, gefolgt von den folgenden Zeilen:option domain-name DOMAIN_NAME; option domain-name-servers IP_ADDRESS1, IP_ADDRESS2;
- Wechseln Sie auf dem DHCP-Server zum Root-Benutzer und öffnen Sie die
/etc/dhcpd.conf-Datei. Fügen Sie eine neue Klasse hinzu mit Optionen zum Durchführen einer PXE-Boot-Installation:allow booting; allow bootp; class "PXE" { match if substring(option vendor-class-identifier, 0, 9) = "PXEClient"; next-server 192.168.2.1; filename "pxelinux.0"; }Diese Klasse wird die folgenden Aktionen durchführen:- Aktivieren des Netzwerk-Boots mit dem
bootp-Protokoll - Erstellen einer Klasse namens
PXE. Falls ein System PXE als erste Boot-Priorität konfiguriert hat, wird es alsPXEClientidentifiziert. - Der DHCP-Server verweist das System an den Cobbler-Server unter der IP-Adresse 192.168.2.1
- Der DHCP-Server verweist auf die Boot-Image-Datei unter
/var/lib/tftpboot/pxelinux.0
- Konfigurieren Sie Xinetd. Xinetd ist ein Daemon, der eine Reihe von Diensten verwaltet, einschließlich TFTP, der FTP-Server, der zur Übertragung des Boot-Image an einen PXE Client verwendet wird.Aktivieren Sie Xinetd mithilfe des
chkconfig-Befehls:chkconfig xinetd on
Wechseln Sie alternativ zum Root-Benutzer und öffnen die/etc/xinetd.d/tftp-Datei. Suchen Sie die Zeiledisable = yesund ändern diese aufdisable = no. - Starten Sie den Xinetd-Dienst, damit TFTP ab sofort das
pxelinux.0-Boot-Image bereitstellen kann.chkconfig --level 345 xinetd on /sbin/service xinetd start
Derchkconfig-Befehl aktiviert denxinetd-Dienst für alle Benutzer-Runlevel, während der/sbin/service-Befehl denxinetd-Dienst sofort aktiviert.
2.5.2. Reprovisioning
Beispiel 2.2. Konfiguration von Kernel-Optionen und Post-Kernel-Optionen
vnc vncpassword=PASSWORD in der Kernel Options-Zeile ein
noapic-Kernel-Option bootet, fügen Sie noapic zur Post Kernel Options-Zeile hinzu.
Prozedur 2.7. Dateierhaltung
Anmerkung
- Klicken Sie auf Systeme → Kickstart → Dateierhaltung → Neue Dateierhaltungsliste erstellen und erstellen Sie eine Liste der zu erhaltenden Dateien.
- Klicken Sie auf Systeme → Kickstart → Profile und verknüpfen Sie die Dateierhaltungsliste mit einem Kickstart, indem Sie das gewünschte Profil auswählen.
- Klicken Sie auf System-Details → Dateierhaltung und wählen Sie die Dateierhaltungsliste.
2.5.3. Provisioning virtualisierter Gäste
- KVM virtualisierter Gast
- Xen voll virtualisierter Gast
- Xen paravirtualisierter Gast
Prozedur 2.8. Provisioning eines virtualisierten Gasts
- Vergewissern Sie sich, dass das Host-System über eine Virtualisierungs- oder Virtualisierungsplattform-Systemberechtigung verfügt.
- Wählen Sie auf der Systeme-Seite den richtigen virtuellen Host und klicken Sie anschließend auf Virtualisierung → Provisioning. Wählen Sie das entsprechende Kickstart-Profil und geben Sie einen Gastnamen ein.
- Um zusätzliche Parameter wie z.B. Gastspeicher und CPU-Verbrauch zu konfigurieren, klicken Sie auf die Schaltfläche Erweiterte Konfiguration. Dort haben Sie die Möglichkeit, folgende Optionen zu konfigurieren:
- Netzwerk: statisch oder DHCP
- Kernel-Optionen
- Paketprofil-Synchronisation: Wenn der Kickstart abgeschlossen ist, synchronisiert das System sein Paketprofil mit dem eines anderen Systems oder einem gespeicherten Profil
- Speicherzuweisung: RAM, standardmäßig 512 MB
- Virtuelle Plattengröße
- Virtuelle CPUs (standardmäßig 1)
- Virtuelle Bridge: Die Netzwerk-Bridge, die zur Installation genutzt wird. Standardmäßig
xenbr0für Xen-Provisioning undvirbr0für KVM.Anmerkung
Dievirbr0Netzwerk-Bridge erlaubt keinen externen Netzwerkverkehr. Falls Sie externen Netzwerkzugriff benötigen, konfigurieren Sie den Host stattdessen zur Erstellung einer echten Bridge.xenbr0ist eine echte Bridge, weshalb empfohlen wird, diese nach Möglichkeit zu verwenden. - Virtueller Speicherpfad: Pfad zu entweder einer Datei, einem logischen LVM-Datenträger, einem Verzeichnis oder Blockgerät, in dem die Festplattendaten des Gasts gespeichert werden sollen, z.B.
/dev/sdb,/dev/LogVol00/mydisk,VolGroup00oder/var/lib/xen/images/myDisk.
- Klicken Sie auf Kickstart einplanen und fertigstellen.
2.5.4. Provisioning durch einen RHN Proxy
- Wählen Sie beim Provisioning eines virtuellen Gasts oder beim Reprovisioning eines Systems den gewünschten Proxy aus dem Satellite Proxy wählen Drop-Down-Menü.
- Ersetzen Sie für eine Bare-Metal-Installation den vollqualifizierten Domainnamen (FQDN) des RHN Satellites durch den FQDN des Proxys. Falls die URL zur Kickstart-Datei beispielsweise folgendermaßen lautet:
http://satellite.example.com/ks/cfg/org/1/label/myprofile
Dann verwenden Sie zum Kickstart des Proxys:http://proxy.example.com/ks/cfg/org/1/label/myprofile
Kapitel 3. Multiple Satellites
ISS-Voraussetzungen
- Zwei oder mehr RHN Satellite Server
- Mindestens ein RHN Satellite, der mit mindestens einem Channel bestückt ist
- Für sichere Verbindungen benötigt jeder Slave RHN Satellite zudem ein SSL-Zertifikat vom Master RHN Satellite
3.1. Inter-Satellite-Synchronisation
Prozedur 3.1. Konfiguration des Master-Servers
- Aktivieren Sie das Inter-Satellite Synchronisation (ISS) Feature. Öffnen Sie dazu die
/etc/rhn/rhn.conf-Datei und ändern die folgende Zeile bzw. fügen diese ein:disable_iss=0
- Suchen Sie in der
/etc/rhn/rhn.conf-Datei nach der Zeileallowed_iss_slaves=. Standardmäßig sind keine zu synchronisierenden Slave-Satellites angegeben. Geben Sie also die Hostnamen aller Slave-Satellite-Server an, durch Kommas voneinander getrennt:allowed_iss_slaves=slave1.satellite.example.org,slave2.satellite.example.org
- Speichern Sie die Konfigurationsdatei ab und starten den
httpd-Dienst neu:service httpd restart
Prozedur 3.2. Konfiguration der Slave-Server
- Um Inhalte sicher auf die Slave-Server zu übertragen, benötigen Sie das
ORG-SSL-Zertifikat von Ihrem Master-Server. Sie können das Zertifikat über HTTP vom/pub/-Verzeichnis eines beliebigen Satellites heruntergeladen. Die Datei heißtRHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT, kann jedoch umbenannt und an einem beliebigen Speicherort auf dem Slave-Satellite abgelegt werden, wie z.B. im/usr/share/rhn/-Verzeichnis. - Sehen Sie sich die Liste der Channels, die zur Synchronisation vom Master-Server zur Verfügung stehen, mithilfe des folgenden Befehls an. Dies zeigt sowohl offizielle Red Hat Channels als auch jegliche verfügbaren angepassten Channels:
satellite-sync --iss-parent=master.satellite.example.com --ca-cert=/usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT --list-channels
Ersetzen Sie dabei master.satellite.example.com durch den Hostnamen des Master-Servers.
Prozedur 3.3. Durchführen einer Inter-Satellite-Synchronisation
- Öffnen Sie auf den Slave-Servern die
/etc/rhn/rhn.conf-Datei in einem Texteditor und fügen Sie den Hostnamen und den Pfad der SSL-Zertifikatsdatei des Master-Servers ein:iss_parent = master.satellite.example.com iss_ca_chain = /usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT
- Beginnen Sie die Synchronisation durch Ausführen des Befehls
satellite-sync:satellite-sync -c your-channel
Anmerkung
Befehlszeilenoptionen, die Sie beimsatellite-sync-Befehl mit angeben, setzen die Standardeinstellungen oder angepasste Einstellungen der/etc/rhn/rhn.conf-Datei außer Kraft.
3.2. Organisationssynchronisation
- Falls die Quellinhalte zur
NULL-Organisation gehören (also jegliche Red Hat Inhalte), wird standardmäßig dieNULL-Organisation gewählt, selbst wenn eine Zielorganisation angegeben wurde. Dies gewährleistet, dass sich der angegebene Inhalt immer in der privilegiertenNULL-Organisation befindet. - Wird auf der Befehlszeile eine Organisation angegeben, werden Inhalte von dieser Organisation importiert.
- Wird keine Organisation angegeben, wird standardmäßig Organisation 1 gewählt.
orgid) zur Synchronisation zwischen Satellites verwendet werden:
Beispiel 3.1. Inhalte vom Master- zum Slave-Satellite importieren
satellite-sync --parent-sat=master.satellite.example.com -c channel-name --orgid=2
Beispiel 3.2. Inhalte von einem exportierten Dump einer Organisation importieren
$ satellite-sync -m /dump -c channel-name --orgid=2
Beispiel 3.3. Inhalte von Red Hat Network Hosted importieren
$ satellite-sync -c channel-name
3.3. ISS-Anwendungsfälle
Beispiel 3.4. Staging-Satellite


- Führen Sie den
satellite-sync-Befehl aus, um Daten mit dem rhn_parent (in der Regel Red Hat Network Hosted) zu synchronisieren:satellite-sync -c your-channel
- Führen Sie folgenden Befehl aus, um Daten vom Staging-Server zu synchronisieren:
satellite-sync --iss-parent=staging-satellite.example.com -c custom-channel
Beispiel 3.5. Synchronisierte Slaves

Beispiel 3.6. Angepasste Inhalte auf den Slaves

Beispiel 3.7. Bi-direktionale Synchronisation

- Stellen Sie sicher, dass beide Satellites SSL-Zertifikate austauschen können.
- Öffnen Sie auf dem ersten Satellite die
/etc/rhn/rhn.conf-Datei und verweisen Sie mit deriss_parent-Option auf den Hostnamen des zweiten Satellites. - Öffnen Sie auf dem zweiten Satellite die
/etc/rhn/rhn.conf-Datei und verweisen Sie mit deriss_parent-Option auf den Hostnamen des ersten Satellites.
Kapitel 4. Weiterführende API-Methoden und Befehle
4.1. Die XML-RPC-Programmierschnittstelle (API)
Tabelle 4.1. XML-RPC-Methoden
| XML-RPC-Namensraum | Verwendung |
|---|---|
kickstart | Erstellen, Importieren und Löschen von Kickstart-Profilen. Auch zum Auflisten der verfügbaren Kickstart-Bäume und -Profile. |
kickstart.tree | Erstellen, Umbenennen, Aktualisieren und Löschen von Kickstart-Bäumen. |
kickstart.filepreservation | Auflisten, Erstellen und Löschen von Dateierhaltungslisten, die mit einem Kickstart-Profil verknüpft werden können. Nachdem eine Dateierhaltungsliste erstellt wurde, kann sie durch Aufruf der kickstart.profile.system.add_file_preservations API-Methode mit einem Kickstart-Profil verknüpft werden. |
kickstart.keys | Auflisten, Erstellen und Entfernen von kryptografischen Schlüsseln (GPG/SSL), die mit verschiedenen Kickstart-Profilen verknüpft werden können.
Anmerkung
Nachdem ein kryptographischer Schlüssel erstellt wurde, kann er durch Aufruf der kickstart.profile.system.add_keys API-Methode mit einem Kickstart-Profil verknüpft werden.
|
kickstart.profile | Ändern von IP-Bereichen, des Kickstart-Baums und der Sub-Channels, Herunterladen der einem Profil zugehörigen Kickstart-Datei, Ändern erweiterter und angepasster Optionen, und Hinzufügen der einem Kickstart-Profil zugehörigen Pre-/Post-Skripts. |
kickstart.profile.keys | Auflisten, Hinzufügen (Verknüpfung erstellen) und Entfernen (Verknüpfung lösen) der einem Kickstart-Profil zugehörigen Aktivierungsschlüssel. |
kickstart.profile.software | Ändern der mit einem Kickstart verknüpften Liste von Paketen. |
kickstart.profile.system | Verwalten der Dateierhaltung, Verwalten kryptographischer Schlüssel, Aktivieren/Deaktivieren von Konfigurationsverwaltung und Remote-Befehlen, Einrichten von Partitionierungsschemata, und Einrichten der einem Kickstart-Profil zugehörigen Gebietsschema-Informationen. |
system.provision_systemsystem.provision_virtual_guest
https://satellite.example.com/rpc/api.
4.2. Cobbler
Tabelle 4.2. Cobbler-Befehle
| Befehl | Verwendung |
|---|---|
cobbler profile list | Führen Sie diesen Befehl auf dem RHN Satellite Host aus, um eine Liste mit Profilen anzuzeigen |
cobbler distro list | Zeigt eine Liste von Kickstart-Bäumen, Kernels, RAM-Disks und anderen Optionen an |
cobbler system list | Zeigt eine Liste von Systemaufzeichnungen, die beim Einplanen eines Kickstarts erzeugt werden |
cobbler profile report --name=profile-name or cobbler system report --name=system-name | Zeigt eine ausführlichere Ausgabe für ein bestimmtes Objekt |
cobbler profile edit --name=profile-name --virt-ram=1024 | Bearbeitet verschiedene Parameter. Dieses Beispiel weist jeder virtualisierten Installation eines gegebenen Profils 1 GB RAM zu. |
cobbler system edit --name=system-name --netboot-enabled=1 | Zwingt das System beim nächsten Neustart zur Neuinstallation |
cobbler system edit --name=system-name --profile=new-profile-name --netboot-enabled=1 | Weist einem System ein neues Profil zur Neuinstallation zu |
cobbler system find --profile=profile-name | Listet alle mit einem Profil verknüpften Systeme auf |
cobbler system find --profile="abc" | xargs -n1 --replace cobbler system edit \ --name={} --profile="def" --netboot-enabled=1 | Weist allen Systemen, denen derzeit das abc-Profil zugewiesen ist, das def-Profil zu und installiert diese beim nächsten Neustart neu |
cobbler profile edit --name=profilename --kopts="variablename=3" --in-place | Setzt eine zusätzliche Vorlagenvariable auf einem Profil, ohne die anderen Variablen zu verändern |
cobbler system edit --name=systemname --kopts="selinux=disabled asdf=jkl" | Weist einer Systemaufzeichnung verschiedene Variablen zu, ungeachtet alter Variablen, die ggf. bereits gesetzt waren |
cobbler profile find --name="*webserver*" | xargs -n1 --replace cobbler profile edit --name={} --profile="RHEL5-i386" | Richtet alle neuen Installationen beliebiger Profile, die den String webserver enthalten, zur Verwendung eines Profils namens RHEL5-i386 ein |
Es gibt nur wenige Cobbler-Einstellungen, die direkt in der /etc/cobbler/settings-Datei verändert werden sollten. Dazu gehört die pxe_just_once-Option (beschrieben in Prozedur 4.3, »Konfiguration von Cobbler zur Verwendung von PXE«). Auch die server-Option kann geändert werden, um der Adresse oder dem Hostnamen des RHN Satellite Servers zu entsprechen.
/etc/cobbler/settings-Datei die folgenden Befehle aus, damit die Änderungen wirksam werden:
/sbin/service cobblerd restart cobbler sync
Wichtig
/etc/cobbler/settings. RHN Satellite erfordert, dass diese Datei in einer bestimmten Konfiguration vorliegt, festgelegt vom RHN Satellite Installationsprogramm. Ebenso sollte auch die /etc/cobbler/modules.conf-Datei, die Authentifizierungsquellen verwaltet, in dem vom RHN Satellite Installationsprogramm angelegten Zustand verbleiben. Insbesondere muss das Authentifizierungsmodul authn_spacewalk ausgewählt bleiben und kann nicht verändert werden.
Prozedur 4.1. Konfiguration von SELinux zur Verwendung mit Cobbler
- Um SELinux für Cobbler-Unterstützung einzurichten, müssen Sie mittels einer Boolschen Variable die HTTPD Webservice-Komponenten erlauben. Führen Sie dazu den folgenden Befehl aus:
setsebool -P httpd_can_network_connect true
Der-P-Schalter ist dabei sehr wichtig, da er die HTTPD-Verbindungen persistent über Neustarts hinweg erlaubt. - Setzen Sie die SELinux-Dateikontextregeln für TFTP, um die Boot-Imagedatei bereitzustellen, indem Sie auf dem Cobbler-Server den folgenden Befehl ausführen:
semanage fcontext -a -t public_content_t "var/lib/tftpboot/.*"
- Anschließend muss IPTables konfiguriert werden, um eingehenden und ausgehenden Netzwerkverkehr auf dem Cobbler-Server zu erlauben.Falls Sie bereits ein vorhandenes Firewall-Regelset mit iptables haben, fügen Sie die folgenden Regeln hinzu, um die für Cobbler notwendigen Ports zu öffnen:Für TFTP:
/sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 69 -j ACCEPT /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m udp -p udp --dport 69 -j ACCEPT
Für HTTPD:/sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 80 -j ACCEPT /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 443 -j ACCEPT
Für Cobbler:/sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m udp -p udp --dport 25150 -j ACCEPT
Für Koan:/sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 25151 -j ACCEPT
- Speichern Sie abschließend die Firewall-Konfiguration:
/sbin/iptables-save
- Vergewissern Sie sich, dass die Konfigurationsdateien alle synchronisiert sind, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:
cobbler sync
- Starten Sie den Satellite Server:
/usr/sbin/rhn-satellite start
Warnung
Starten oder stoppen Sie dencobblerd-Dienst nicht unabhängig vom Satellite-Dienst, da dies Fehler und andere Probleme verursachen könnte.Verwenden Sie immer/usr/sbin/rhn-satellite, um den RHN Satellite zu starten und zu stoppen.
Prozedur 4.2. Konfiguration der Cobbler-Systemaufzeichnungen
- Gehen Sie zu System-Details → Provisioning für jedes System und wählen Sie das zu verknüpfende Kickstart-Profil.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Cobbler-Systemaufzeichnung erstellen, um die Verknüpfung herzustellen.
- Nachdem diese Verknüpfung einmal hergestellt wurde, bleibt sie für immer bestehen, es sei denn, Sie haben in Cobbler
pxe_just_onceauf "true" für den fraglichen Rechner eingestellt. In diesem Fall würde diese Verknüpfung nach erfolgreichem Kickstart gelöst werden. Siehe Prozedur 4.3, »Konfiguration von Cobbler zur Verwendung von PXE« für weitere Informationen über diese Einstellung.
Prozedur 4.3. Konfiguration von Cobbler zur Verwendung von PXE
pxe_just_once-Konfigurationsoption angepasst werden.
- Oft legt die BIOS-Reihenfolge fest, das zuerst ein PXE-Boot erfolgen soll. Das bedeutet, dass das System nicht von der lokalen Festplatte booten wird, es sei denn, der PXE Server weist das System von Remote aus dazu an. Diese Situation kann zu einer sog. Bootschleife führen, bei der sich das System wiederholt neu installiert.Um Bootschleifen zu vermeiden, öffnen Sie die
/etc/cobbler/settings-Datei und fügen die folgende Zeile ein:pxe_just_once: 1
Diese Einstellung fügt ein$kickstart_done-Makro zur Kickstart-Vorlage hinzu, welches das System anweist, nach abgeschlossener Installation lokal zu booten, statt vom Netzwerk. - Falls Sie die Parametereinstellung
pxe_just_once: 1eingefügt haben und Sie das System zu einem späteren Zeitpunkt neu installieren möchten, müssen Sie dann dasnetboot-enabled-Flag auf dem System ändern. Dies können Sie entweder über die RHN Satellite Weboberfläche oder in Cobbler direkt tun. Wenn das System das nächste Mal neu startet, wird es eine PXE-Installation durchführen und anschließend wieder von der lokalen Festplatte booten, bis das Flag neu gesetzt wird.Falls im BIOS eingestellt ist, zunächst von den lokalen Festplatten zu booten, ist es nicht nötig, dasspxe_just_onceaktiviert ist. Um für das System jedoch Reprovisioning mittels PXE durchzuführen, ist es nötig, den MBR (Master Boot Record) mit Nullen zu überschreiben.
Namenskonventionen
- Distributionen
$tree_name:$org_id:$org_name(falls manuell erstellt)$tree_name(falls vom RHN Satellite synchronisiert)- Profile
$profile_name:$org_id:$org_name
Wichtig
Anmerkung
/var/log/cobbler/
4.3. Koan
koan ("Kickstart Over A Network") Hilfsprogramm ermöglicht es Hosts, die bereits provisioniert wurden, von Remote aus auf den RHN Satellite zuzugreifen. Mithilfe von Koan können Sie Kickstart-Provisioning durchführen, virtuelle Gäste (auf virtuellen Hosts) erstellen und die vom RHN Satellite Host verfügbaren Kickstarts auflisten. Es ist erhältlich im koan-Paket.
Tabelle 4.3. Koan-Befehle
| Befehl | Verwendung |
|---|---|
man koan | Anzeigen der koan-Handbuchseite |
koan --replace-self --server=satellite.example.org --profile=profile-name oder koan --replace-self --server=satellite.example.org --system=system-name | Reprovisioning eines vorhandenen Systems. Starten Sie nach Ausführen dieses Befehls das System neu, um das neue Betriebssystem zu installieren. Falls gewünscht, kann dies auch für Upgrade-Kickstarts verwendet werden (z.B. zum Upgrade einer großen Anzahl von Rechnern von einer Red Hat Enterprise Linux Version auf die nächsthöhere). |
koan --virt --server=satellite.example.org --profile=profile-name oder koan --virt --server=satellite.example.org --system=system-name | Provisioning eines virtuellen Gasts |
koan --list=profiles --server=satellite.example.org oder koan --list=systems --server=satellite.example.org | Abfragen von Cobbler, um eine Liste mit Profilen oder Systemen anzuzeigen, die für eine Installation von Remote aus verfügbar sind |
Anmerkung
/var/log/koan.
Kapitel 5. Suche und Bereinigung von Fehlern
- 5.1. Weboberfläche
- 5.2. Anaconda
- F: Ich erhalte den Fehler "Error downloading kickstart file" (Fehler beim Herunterladen der Kickstart-Datei). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
- F: Ich erhalte bei der Paketinstallation den Fehler "The file chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm cannot be opened." (Die Datei chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm konnte nicht geöffnet werden). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
- 5.3. Tracebacks
- 5.4. Registrierung
- 5.5. Kickstarts und Snippets
5.1. Weboberfläche
/var/log/tomcat5/catalina.out-Protokolldatei.
/var/log/httpd/error_log-Protokolldatei.
5.2. Anaconda
Error downloading kickstart file" (Fehler beim Herunterladen der Kickstart-Datei). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
cobbler check aus und lesen Sie sich dessen Ausgabe durch, die etwa folgendermaßen aussehen sollte:
# cobbler check The following potential problems were detected: #0: reposync is not installed, need for cobbler reposync, install/upgrade yum-utils? #1: yumdownloader is not installed, needed for cobbler repo add with --rpm-list parameter, install/upgrade yum-utils? #2: The default password used by the sample templates for newly installed machines (default_password_crypted in /etc/cobbler/settings) is still set to 'cobbler' and should be changed #3: fencing tools were not found, and are required to use the (optional) power management features. install cman to use them
cobbler check keine Antworten liefert, überprüfen Sie Folgendes:
- Vergewissern Sie sich, dass
httpdläuft:service httpd status - Vergewissern Sie sich, dass
cobblerdläuft:service cobblerd status - Vergewissern Sie sich, dass Sie die Kickstart-Datei mittels
wgetvon einem anderen Host aus abrufen können:wget http://satellite.example.com/cblr/svc/op/ks/profile/rhel5-i386-u3:1:Example-Org
The file chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm cannot be opened." (Die Datei chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm konnte nicht geöffnet werden). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
--url-Parameter innerhalb des Kickstarts. Zum Beispiel:
url --url http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3
200 OK-Antwort generiert. Versuchen Sie dazu, die Datei unter der URL mittels wget abzurufen:
wget http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3 --2011-08-19 15:06:55-- http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3 Resolving satellite.example.com... 10.10.77.131 Connecting to satellite.example.com|10.10.77.131|:80... connected. HTTP request sent, awaiting response... 200 OK Length: 0 [text/plain] Saving to: `ks-rhel-i386-server-5-u3.1' 2011-08-19 15:06:55 (0.00 B/s) - `ks-rhel-i386-server-5-u3.1' saved [0/0]
200 OK-Antwort erhalten, überprüfen Sie die Fehlerprotokolle, um herauszufinden, wo der Fehler liegt. Sie können auch die Datei selbst überprüfen, die Anaconda herunterzuladen versuchte, indem Sie die access_log-Datei durchsuchen:
# grep chkconfig /var/log/httpd/access_log 10.10.77.131 - - [19/Aug/2011:15:12:36 -0400] "GET /rhn/common/DownloadFile.do?url=/ks/dist/ks-rhel-i386-server- 5-u3/Server /chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 206 24744 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19" 10.10.76.143 - - [19/Aug/2011:15:12:36 -0400] "GET /ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3/Server/chkconfig- 1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 206 24744 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19" 10.10.76.143 - - [19/Aug/2011:15:14:20 -0400] "GET /ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3/Server/chkconfig- 1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 200 162580 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19" 10.10.77.131 - - [19/Aug/2011:15:14:20 -0400] "GET /rhn/common/DownloadFile.do?url=/ks/dist/ks-rhel-i386-server- 5-u3/Server/chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 200 162580 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19"
access_log-Datei erscheinen, liegt ggf. ein Problem mit den Netzwerkeinstellungen des Systems vor. Falls die Anfragen erscheinen, jedoch Fehler generieren, überprüfen Sie die Fehlerprotokolle.
wget http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3/Server/chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm
5.3. Tracebacks
Subject: WEB TRACEBACK from satellite.example.com Date: Wed, 19 Aug 2011 20:28:01 -0400 From: RHN Satellite <dev-null@redhat.com> To: admin@example.com java.lang.RuntimeException: XmlRpcException calling cobbler. at com.redhat.rhn.manager.kickstart.cobbler.CobblerXMLRPCHelper.invokeMethod(CobblerXMLRPCHelper.java:72) at com.redhat.rhn.taskomatic.task.CobblerSyncTask.execute(CobblerSyncTask.java:76) at com.redhat.rhn.taskomatic.task.SingleThreadedTestableTask.execute(SingleThreadedTestableTask.java:54) at org.quartz.core.JobRunShell.run(JobRunShell.java:203) at org.quartz.simpl.SimpleThreadPool$WorkerThread.run(SimpleThreadPool.java:520) Caused by: redstone.xmlrpc.XmlRpcException: The response could not be parsed. at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.handleResponse(XmlRpcClient.java:434) at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.endCall(XmlRpcClient.java:376) at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.invoke(XmlRpcClient.java:165) at com.redhat.rhn.manager.kickstart.cobbler.CobblerXMLRPCHelper.invokeMethod(CobblerXMLRPCHelper.java:69) ... 4 more Caused by: java.io.IOException: Server returned HTTP response code: 503 for URL: http://someserver.example.com:80/cobbler_api at sun.net.www.protocol.http.HttpURLConnection.getInputStream(HttpURLConnection.java:1236) at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.handleResponse(XmlRpcClient.java:420) ... 7 more
taskomatic-Dienst ein Problem auftrat. Überprüfen Sie Folgendes:
- Vergewissern Sie sich, dass
httpdläuft:service httpd status - Vergewissern Sie sich, dass
cobblerdläuft:service cobblerd status - Vergewissern Sie sich, dass keine Firewall-Regeln
localhost-Verbindungen verhindern
5.4. Registrierung
rhnreg_ks-Befehl schlägt fehl mit der Meldung "ERROR: unable to read system id" (Fehler: System-ID konnte nicht gelesen werden). Wo liegt das Problem?
%post-Abschnitt, der den Rechner beim RHN Satellite registriert:
# begin Red Hat management server registration mkdir -p /usr/share/rhn/ wget http://satellite.example.com/pub/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT -O /usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT perl -npe 's/RHNS-CA-CERT/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT/g' -i /etc/sysconfig/rhn/* rhnreg_ks --serverUrl=https://satellite.example.com/XMLRPC --sslCACert=/usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT --activationkey=1-c8d01e2f23c6bbaedd0f6507e9ac079d # end Red Hat management server registration
- Erstellen eines Verzeichnisses für das angepasste SSL-Zertifikat, das vom RHN Satellite verwendet wird.
- Abrufen des SSL-Zertifikats, das während der Registrierung verwendet wird.
- Suchen und ersetzen Sie die SSL-Zertifikatsstrings in der
rhn-register-Konfigurationsdatei und registrieren Sie unter Verwendung des SSL-Zertifikats und eines Aktivierungsschlüssels beim RHN Satellite. Jedes Kickstart-Profil enthält einen Aktivierungsschlüssel, der sicherstellt, dass dem System die richtigen Basis- und Sub-Channels zugewiesen werden und es die richtigen Systemberechtigungen erhält. Falls es sich um Reprovisioning eines vorhandenen Systems handelt, wird der Aktivierungsschlüssel auch sicherstellen, dass es wieder mit dem früheren Systemprofil verknüpft wird.
rhnreg_ks-Befehl fehlschlägt, sehen Sie ggf. folgende Fehlermeldungen in der ks-post.log-Datei:
ERROR: unable to read system id.
rhn_check durchzuführen, das System jedoch nicht beim RHN Satellite registriert wurde.
5.5. Kickstarts und Snippets
/var/lib/rhn/kickstarts/. In diesem Verzeichnis befinden sich Raw-Kickstarts in dem Unterverzeichnis upload, während sich die per Assistent generierten Kickstarts in dem Unterverzeichnis wizard befinden:
Raw-Kickstarts: /var/lib/rhn/kickstarts/upload/$profile_name--$org_id.cfg Assistenten-Kickstarts: /var/lib/rhn/kickstarts/wizard/$profile_name--$org_id.cfg
/var/lib/rhn/kickstarts/snippets gespeichert. Cobbler greift über den symbolischen Link /var/lib/cobbler/snippets/spacewalk auf die Snippets zu.
Snippets: /var/lib/rhn/kickstarts/snippets/$org_id/$snippet_name
Wichtig
Anhang A. Versionsgeschichte
| Versionsgeschichte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Version 4-2.2.400 | 2013-10-31 | Rüdiger Landmann | |||||
| |||||||
| Version 4-2.2 | Wed Mar 6 2013 | Hedda Peters | |||||
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| Version 4-2.1 | Thu Feb 21 2013 | Terry Chuang | |||||
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| Version 4-2 | Wed Sept 19 2012 | Dan Macpherson | |||||
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| Version 4-1 | Thu Aug 9 2012 | Athene Chan | |||||
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| Version 4-0 | Mon June 25 2012 | Athene Chan | |||||
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| Version 3-0 | Thu May 31 2012 | Athene Chan | |||||
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| Version 2-0 | Thu May 24 2012 | Athene Chan | |||||
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| Version 1-3 | Mon Aug 15 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 1-2 | Wed Jun 15 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 1-1 | Fri May 27 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 1-0 | Fri May 6, 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 0-8 | Thu May 5, 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 0-7 | Thu April 14, 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 0-6 | Wed March 23, 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 0-5 | Tue March 22, 2011 | Lana Brindley | |||||
| |||||||
| Version 0-4 | Tue March 22, 2011 | Lana Brindley | |||||
| |||||||
| Version 0-3 | Mon March 21, 2011 | Lana Brindley | |||||
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| Version 0-2 | Thu March 17, 2011 | Lana Brindley | |||||
| |||||||
| Version 0-1 | Wed Jan 5, 2011 | Lana Brindley | |||||
| |||||||
| Version 0-0 | Tue Dec 21, 2010 | Lana Brindley | |||||
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