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Handbuch zum Einstieg

Red Hat Network Satellite 5.5

Provisioning und Deployment mit Red Hat Network Satellite

Ausgabe 2

Red Hat Engineering Content Services

Zusammenfassung

Dieses Handbuch enthält Informationen und Anleitungen zum Einsatz der Kickstart-Provisioning-Funktionalität im Red Hat Network Satellite. Weitere Satellite-Grundlagen finden Sie im Satellite Benutzerhandbuch.

Kapitel 1. Einführung

Provisioning bezeichnet die Konfiguration eines physischen oder virtuellen Rechners auf einen vordefinierten, bekannten Zustand. Red Hat Network (RHN) Satellite nutzt zum Provisioning von Systemen den Kickstart-Prozess. Um die Provisioning-Funktionalität zu nutzen, sind ein oder mehrere Zielrechner erforderlich. Bei den Zielrechnern kann es sich entweder um physische Bare-Metal-Systeme oder um virtuelle Maschinen handeln. Um RHN Satellite zum Provisioning von virtuellen Maschinen nutzen zu können, müssen die virtuellen Maschinen entweder mit Xen oder KVM erstellt werden.

Definitionen

Einige Begriffe, die im Laufe dieses Handbuchs verwendet werden:
Kickstart
Der Vorgang einer automatisierten Installation eines Red Hat Systems, die nur wenig oder keinerlei Eingaben vom Benutzer erfordert. Eigentlich bezieht sich der Begriff Kickstart auf einen Mechanismus im Anaconda-Installationsprogramm, mithilfe dessen Sie dem Installationsprogramm eine detaillierte Beschreibung der gewünschten Inhalte und Konfigurationen eines Rechners zur Verfügung stellen können. Solch eine detaillierte Systemdefinition wird Kickstart-Profil genannt.
Kickstart-Profil
Die Kickstart-Datei ist eine Textdatei, die alle Optionen spezifiziert, die zum Kickstart eines Rechners nötig sind, u.a. Informationen über Partitionierung, Netzwerkkonfiguration und zu installierende Pakete. In RHN Satellite ist ein Kickstart-Profil eine Obermenge einer herkömmlichen Anaconda-Kickstart-Definition, da die Implementierung von Satellite auf Cobbler's Erweiterungen zum Kickstart aufbaut. Ein Kickstart-Profil setzt das Vorliegen eines Kickstart-Baums voraus.
Kickstart-Baum
Die zum Kickstart eines Rechners notwendige Software samt unterstützender Dateien; oft auch "Installationsbaum" genannt. Es handelt sich hierbei in der Regel um die Verzeichnisstruktur und Dateien vom Installationsmedium, das für eine bestimmte Release herausgegeben wurde. In Cobbler-Begriffen ist ein Kickstart-Baum Teil einer Distribution.
PXE (Preboot eXecution Environment)
Ein Protokoll auf niedriger Ebene, das den Kickstart von Bare-Metal-Rechnern (normalerweise physische, oder reale, Rechner) beim Start ohne Vorkonfiguration des Zielrechners selbst erlaubt. PXE ist auf einen DHCP-Server angewiesen, um Clients über Bootstrap-Server zu informieren (für dieses Handbuch gehen wir von Satellite 5.5 Installationen oder höher aus). Um PXE einsetzen zu können, muss es in der Firmware des Zielrechners unterstützt werden. Es ist zwar möglich, die Funktionalitäten des Satellites zur Virtualisierung und Neuinstallation ohne PXE zu nutzen, allerdings ist PXE sehr hilfreich zum Booten von neuen physischen Rechnern oder zur Neuinstallation von Rechnern, die nicht beim Satellite angemeldet sind.

Provisioning-Szenarien

Die vom RHN Satellite unterstützten Provisioning-Szenarien:
Neue Installationen
Provisioning eines Systems, auf dem bislang noch keinerlei Betriebssystem installiert war (auch Bare-Metal-Installation genannt).
Virtuelle Installationen
Satellite unterstützt KVM, Xen voll virtualisierte Gäste und Xen paravirtualisierte Gäste.
Reprovisioning
Sowohl auf physischen Systemen als auch auf Gastsystemen kann Reprovisioning durchgeführt werden, vorausgesetzt, diese wurden bei derselben Satellite-Instanz registriert. Siehe Abschnitt 2.5.2, »Reprovisioning«.

Kapitel 2. Kickstart

2.1. Erforderliche Pakete

Falls Sie eine angepasste Distribution verwenden, benötigen Sie die folgenden Pakete, die in jedem rhn-tools Red Hat Network Channel erhältlich sind:
  • koan
  • spacewalk-koan
Es ist ratsam, einen vorhandenen rhn-tools-Channel zu klonen, um von Ihrem angepassten Channel Zugriff auf diese Pakete zu erhalten.
RHN Satellite erwartet die kernel- und initrd-Dateien an bestimmten Speicherorten innerhalb des Kickstart-Baums. Allerdings unterscheiden sich diese Speicherorte je nach Architektur. Die nachfolgende Tabelle zeigt die verschiedenen Speicherorte:

Tabelle 2.1. Erforderliche Distributionsdateien nach Architektur

Architektur Kernel Initiales RAM-Disk-Image
IBM System z TREE_PATH/images/kernel.img TREE_PATH/images/initrd.img
PowerPC TREE_PATH/ppc/ppc64/vmlinuz TREE_PATH/images/pxeboot/vmlinux
Alle anderen Architekturen TREE_PATH/images/pxeboot/vmlinuz TREE_PATH/images/pxeboot/initrd.img

2.2. Kickstart-Bäume

Sie müssen mindestens einen Kickstart-Baum auf Ihrem Satellite installiert haben, um Kickstart-Provisioning nutzen zu können. Kickstart-Bäume können entweder automatisch oder manuell installiert werden.

Prozedur 2.1. Automatische Installation von Kickstart-Bäumen

Für alle Distributionen, die im RHN einen Basis-Channel haben, können Kickstart-Bäume automatisch installiert werden. Dies erfolgt als Teil der normalen Channel-Synchronisation mittels satellite-sync.
  1. Wählen Sie, auf welcher Distribution Ihre Kickstarts basieren sollen und lokalisieren Sie den Basis-Channel dieser Distribution samt zugehörigem RHN Tools Channel.
    Möchten Sie beispielsweise Red Hat Enterprise 5 für die x86-Architektur verwenden, benötigen Sie den rhel-i386-server-5-Channel samt zugehörigem RHN-Tools-Channel rhn-tools-rhel-i386-server-5.
  2. Falls Sie einen verbundenen Satellite verwenden, synchronisieren Sie Ihren Satellite direkt mit den Red Hat Servern mittels satellite-sync. Ist Ihr Satellite nicht verbunden, müssen Sie sich nicht verbundene Channel-Dumps von den Red Hat Servern besorgen und mit diesen synchronisieren.
  3. Eine Synchronisation des Channels erzeugt automatisch einen zugehörigen Kickstart-Baum für diese Distribution.

Prozedur 2.2. Manuelle Installation von Kickstart-Bäumen

Falls Sie eine benutzerdefinierte Distribution, die in der Regel von Red Hat nicht unterstützt wird, oder eine Beta-Version von Red Hat Enterprise Linux kickstarten möchten, müssen Sie manuell einen entsprechenden Kickstart-Baum erstellen. Sie benötigen ein Installations-ISO der Distribution, die Sie kickstarten möchten.
  1. Kopieren Sie das Installations-ISO auf Ihren Satellite-Server und hängen es unter /mnt/iso ein.
  2. Kopieren Sie die Inhalte des ISOs an einen benutzerdefinierten Speicherort. Wir empfehlen Ihnen, ein Verzeichnis innerhalb von /var/satellite anzulegen für alle angepassten Distributionen. So könnten Sie beispielsweise die Inhalte einer RHEL-Beta-Distribution nach /var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/ kopieren.
  3. Erstellen Sie einen angepassten Software-Channel über die RHN Satellite Weboberfläche. Navigieren Sie dazu zu ChannelsSoftware-Channels verwaltenNeuen Channel erstellen und erzeugen einen übergeordneten Channel mit geeignetem Namen und Label. Um beim Beispiel der RHEL-Beta-Version zu bleiben, könnten wir das Label rhel-5.3-beta verwenden.
  4. Kopieren Sie mithilfe des rhnpush-Befehls die Software-Pakete von ihrem Speicherort im Baum auf den neu erstellten Software-Channel.
    rhnpush --server=http://localhost/APP -c 'rhel-5.3-beta' \  -d /var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/Server/
    Das Unterverzeichnis innerhalb des Baums kann sich abhängig von Ihrer Distribution unterscheiden.
  5. Nachdem die Software-Pakete auf den Channel kopiert wurden, können Sie mithilfe des rm-Befehls aus dem Baum gelöscht werden. Die Pakete sind weiterhin auf dem Satellite-Server innerhalb des Channels gespeichert und sind nicht länger im Baum erforderlich.
    rm /var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/Server/*.rpm

    Anmerkung

    Falls Sie es vorziehen, können Sie die Software-Pakete auch im Kickstart-Baum belassen. Sie könnten sie somit zu einem späteren Zeitpunkt mithilfe des yum-Befehls installieren.
  6. Erstellen Sie die Distribution auf der RHN Satellite Weboberfläche. Navigieren Sie zu SystemeKickstartDistributionenNeue Distribution erstellen, um die Distribution zu erstellen. Wählen Sie ein passendes Label und den vollständigen Baumpfad (wie z.B. /var/satellite/custom-distro/rhel-i386-server-5.3-beta/), sowie den zuvor erstellen Basis-Channel und die richtige Installer-Generation (wie z.B. Red Hat Enterprise Linux 5). Um die Erstellung abzuschließen, wählen Sie Kickstart-Distribution erstellen.
  7. Um dieselbe Software über mehrere Umgebungen und Systeme hinweg zu pflegen, kann der RHN Tools Sub-Channel von einem vorhandenen Red Hat Enterprise Linux Basis-Channel als Sub-Channel des neu erstellten Basis-Channels geklont werden. Sie können einen Sub-Channel auf mehrere Arten klonen:
    1. Klicken Sie auf der Satellite-Weboberfläche auf ChannelsSoftware-Channels verwaltenChannel klonen
    2. Wählen Sie den Sub-Channel, den Sie klonen möchten, aus der Drop-Down-Liste Klonen von: und wählen Sie den Klonstatus.
    3. Klicken Sie auf Channel erstellen.
    4. Geben Sie die nötigen Informationen ein und wählen Sie den übergeordneten Channel, unter dem der geklonte untergeordnete Channel angelegt werden soll.
    5. Klicken Sie auf Channel erstellen.
Kickstart-Distribution erstellen

Abbildung 2.1. Kickstart-Distribution erstellen

2.3. Kickstart-Profile

Kickstart-Profile spezifizieren die für die Installation zu verwendenden Konfigurationsoptionen.
Kickstart-Profile können mithilfe eines Assistenten erstellt werden, der ein Profil erstellt auf Grundlage der Antworten, die Sie auf eine Reihe von Fragen geben. Oder sie können unter Verwendung der Raw-Methode erstellt werden, die Ihnen die vollständige Kontrolle über die Inhalte des Profils erlaubt.

Prozedur 2.3. Erstellen eines Kickstart-Profils mit dem Assistenten

  1. Klicken Sie auf SystemeKickstartNeues Kickstart-Profil erstellen
  2. Geben Sie ein passendes Label an, und wählen Sie den gewünschten Basis-Channel und den Kickstartbaren Baum
  3. Wählen Sie den gewünschten Virtualisierungstyp. Siehe Virtualisierungstypen für weitere Informationen über Virtualisierungstypen. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.
  4. Wählen Sie den Download-Speicherort für das Kickstart-Profil. Falls Sie eine angepasste Distribution verwenden, geben Sie den Speicherort als URL an (sowohl HTTP als auch FTP werden unterstützt), andernfalls übernehmen Sie die Standardoption. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren.
  5. Geben Sie das Root-Passwort an und klicken auf Abschließen, um die Profilerstellung abzuschließen.
  6. Das vollständige Kickstart-Profil wird nun erstellt. Sie können sich das Profil ansehen, indem Sie auf Kickstart-Datei klicken.

Prozedur 2.4. Erstellen eines Kickstart-Profils mit der Raw-Methode

  1. Klicken Sie auf SystemeKickstartNeue Kickstart-Datei hochladen
  2. Geben Sie ein passendes Label an, und wählen Sie die gewünschte Distribution.
  3. Wählen Sie den gewünschten Virtualisierungstyp. Siehe Virtualisierungstypen für weitere Informationen über Virtualisierungstypen.
  4. Wenn Sie bereits eine vorhandene Kickstart-Datei haben, können Sie diese hochladen. Andernfalls schreiben Sie das Kickstart-Profil einfach in das Textfeld Dateiinhalte.
    Sehen Sie im Folgenden eine beispielhafte Raw-Kickstart-Datei, die Sie als Ausgangspunkt verwenden können:
    install
    text
    network --bootproto dhcp
    url --url http://$http_server/ks/dist/org/1/ks-rhel-i386-server-5
    lang en_US
    keyboard us
    zerombr
    clearpart --all
    part / --fstype=ext3 --size=200 --grow
    part /boot --fstype=ext3 --size=200
    part swap --size=1000   --maxsize=2000
    bootloader --location mbr
    timezone America/New_York
    auth --enablemd5 --enableshadow
    rootpw --iscrypted $1$X/CrCfCE$x0veQO88TCm2VprcMkH.d0
    selinux --permissive
    reboot
    firewall --disabled
    skipx
    key --skip
    
    %packages 
    @ Base
    
    %post
    $SNIPPET('redhat_register')
    
  5. Da der RHN Satellite Server die angegebene Distribution nicht automatisch als url im Kickstart verwendet, müssen Sie selbst die Option url --url in Ihrem Profil angeben. Dies könnte etwa folgendermaßen aussehen:
    url --url http://satellite.example.com/ks/dist/org/1/my_distro
    Ersetzen Sie my_distro durch das Distributions-Label und 1 durch Ihre Organisations-ID.
  6. Raw-Kickstart-Profile verwenden $http_server anstelle des Hostnamens des Satellites. Dies wird automatisch ausgefüllt, wenn die Kickstart-Vorlage gerendert wird.
  7. Das redhat_register-Snippet wird zur Handhabung der Registrierung verwendet.
Raw Kickstart

Abbildung 2.2. Raw Kickstart

Virtualisierungstypen

Mit allen Kickstart-Profilen ist ein Virtualisierungstyp verknüpft. Die nachstehende Tabelle veranschaulicht die verschiedenen Optionen:

Tabelle 2.2. Virtualisierungstypen

Typ Beschreibung Verwendung
Keiner Keine Virtualisierung Verwenden Sie diesen Typ für normales Provisioning, Bare-Metal-Installationen, sowie für virtualisierte Installationen, die nicht auf Xen oder KVM basieren (z.B. VMware oder Virtage)
KVM virtualisierter Gast KVM-Gäste Verwenden Sie diesen Typ für das Provisioning von KVM-Gästen
Xen voll virtualisierter Gast Xen-Gäste Verwenden Sie diesen Typ für das Provisioning von Xen-Gästen

Anmerkung

Diese Option erfordert Hardware-Unterstützung auf dem Host, jedoch kein modifiziertes Betriebssystem in dem Gast.
Xen paravirtualisierter Gast Xen-Gäste Verwenden Sie diesen Typ zum Provisioning eines virtuellen Gasts mit Xen-Paravirtualisierung. Paravirtualisierung ist der schnellste Virtualisierungsmodus. Er erfordert ein PAE-Flag auf der System-CPU und ein angepasstes Betriebssystem. Red Hat Enterprise Linux 5 unterstützt Gäste unter Paravirtualisierung.
Xen Virtualisierungs-Host Xen-Hosts Verwenden Sie diesen Typ zum Provisioning eines virtuellen Hosts mit Xen-Paravirtualisierung. Xen paravirtualisierte Gäste und Hosts werden unterstützt, sofern die Hardware kompatibel ist.
Kickstart-Profile für Xen-Hosts müssen das kernel-xen-Paket im %packages-Abschnitt enthalten.
Kickstart-Profile für KVM-Hosts müssen das qemu-Paket im %packages-Abschnitt enthalten.
Für voll virtualisierte Systeme muss ggf. die Virtualisierungsunterstützung im BIOS des Computers aktiviert werden.

Anmerkung

Weitere Informationen über Kickstarts finden Sie im Kapitel Kickstart Installationen im Red Hat Enterprise Linux Installationshandbuch.

2.4. Verwenden von Vorlagen

Kickstart-Vorlagen (auch Templates genannt) ermöglichen es Ihnen, Variablen, Snippets und Anweisungen zur Flusskontrolle wie z.B. for-Schleifen und if-Anweisungen in Ihre Kickstart-Dateien einzubeziehen. Ermöglicht wird dies durch das cheetah-Tool.
Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Vorlagen nützlich sein können:
  • Wenn Sie einen bestimmten Abschnitt einer Kickstart-Datei, wie z.B. den Abschnitt zur Festplattenpartitionierung, über mehrere Kickstarts hinweg wiederverwenden möchten.
  • Wenn Sie bestimme Aktionen in %post konsistent über mehrere Kickstarts hinweg durchführen möchten.
  • Wenn Sie ein Snippet über mehrere Server-Rollen (wie z.B. DNS-Server, Proxy-Server, und Webserver) hinweg definieren möchten. Beispielsweise könnte das folgende Snippet für den Webserver definiert sein:
    httpd
    mod_ssl
    mod_python
    
    Wenn Sie ein Webserver-Profil erstellen möchten, fügen Sie das Webserver-Snippet im %package-Abschnitt Ihrer Kickstart-Datei ein. Wenn Sie möchten, dass dieses Profil sowohl ein Webserver als auch ein Proxy-Server ist, können Sie beide Snippets im Paketabschnitt einfügen. Möchten Sie später ein weiteres Paket zum Webserver-Snippet hinzufügen, wie z.B. mod_perl, brauchen Sie nur das Snippet selbst zu aktualisieren, und alle Profile, die dieses Snippet enthalten, würden automatisch ebenfalls aktualisiert.
Variablen

Vorlagen ermöglichen es Ihnen, eine Variable zu definieren, die in der gesamten Kickstart-Datei verwendet wird. Variablen unterliegen einer Art Vererbung, die es ermöglicht, eine Variable auf einer Ebene einzustellen, diese jedoch auf darunterliegenden Ebenen außer Kraft zu setzen. Wird also eine Variable auf Systemebene eingestellt, setzt diese dieselbe Variable auf Profilebene oder Kickstart-Baumebene außer Kraft. Wird eine Variable auf Profilebene eingestellt, setzt diese dieselbe Variable auf Kickstart-Baumebene außer Kraft.

Anmerkung

Beachten Sie, dass Kickstart-Baumvariablen nicht für automatisch generierte Kickstart-Bäume (wie z.B. jenen, die Sie durch eine Satellite-Synchronisation erhalten) definiert werden können.
Snippets

Mithilfe von Snippets werden Stücke von Code über mehrere Kickstart-Vorlagen hinweg wiederverwendet. Snippets können sich über mehrere Zeilen erstrecken und Variablen enthalten. Sie können mithilfe des Texts $SNIPPET('snippet_name') in ein Kickstart-Profil eingefügt werden. Sie können ein Snippet für eine Paketliste erstellen, für ein %post-Skript, oder für jeden anderen Text, der normalerweise in einer Kickstart-Datei enthalten ist.

Um Snippets zu verwalten, klicken Sie auf SystemeKickstartKickstart-Snippets.
Die Kickstart-Snippets-Seite zeigt mehrere Standard-Snippets, die nicht verändert werden können, jedoch allen Organisationen zur Verfügung stehen. Standard-Snippets können in Kickstarts verwendet werden, die entweder zum RHN Satellite Server hochgeladen wurden oder dort geschrieben wurden. Standard-Snippets sind im Dateisystem des RHN Satellite Servers unter /var/lib/cobbler/snippets/ gespeichert. Unter /var/lib/rhn/kickstarts/wizard/ finden Sie eine Vorlage für einen Assistenten-Kickstart, die die verschiedenen Standard-Snippets und deren Verwendung erklärt.
Das redhat_register Snippet kann dazu verwendet werden, um im Rahmen des Kickstarts Rechner bei einem RHN Satellite Server zu registrieren. Es verwendet eine Variable namens redhat_management_key, um den Rechner beim Server zu registrieren. Setzen Sie die redhat_management_key-Variable auf System-, Profil- oder Distributionsebene und fügen anschließend $SNIPPET('redhat_register') zum %post-Abschnitt Ihrer Kickstart-Datei hinzu. Alle Assistenten-Kickstarts, die vom RHN Satellite Server generiert wurden, verfügen in ihrem %post-Abschnitt bereits über dieses Snippet.
Der Reiter Angepasste Snippets ermöglicht Ihnen das Ansehen und Bearbeiten von Snippets, die für Ihre Organisation erstellt wurden. Sie können neue Snippets erstellen, indem Sie auf Neues Snippet erstellen klicken. Angepasste Snippets werden im /var/lib/rhn/kickstarts/snippets/-Verzeichnis gespeichert. RHN Satellite speichert Snippets für verschiedene Organisationen in verschiedenen Verzeichnissen; angepasste Snippets werden demnach mit einem Dateinamen ähnlich dem folgenden gespeichert, wobei 1 die Organisations-ID ist:
$SNIPPET('spacewalk/1/snippet_name')
Um zu bestimmen, welchen Text Sie in den Kickstart einfügen müssen, um Ihr Snippet zu verwenden, suchen Sie nach der Spalte Snippet Makro in der Snippet-Liste oder auf der Snippet-Detailseite.

Anmerkung

Snippets existieren auf globaler Ebene und besitzen nicht die gleiche Vererbungsstruktur wie Variablen. Sie können Variablen jedoch innerhalb von Snippets verwenden, um deren Verhaltensweisen zu verändern abhängig von dem System, das den Kickstart anfordert.
Kickstart-Snippets

Abbildung 2.3. Kickstart-Snippets

Fluchtsymbole für Sonderzeichen

Die $ und # Zeichen werden bei der Erstellung von Vorlagen zur Spezifizierung von Variablen und der Flusskontrolle verwendet. Falls Sie diese Zeichen in einem Skript für andere Zwecke benötigen, müssen sie mit Fluchtsymbolen versehen werden, damit sie nicht als Variablen gedeutet werden. Sie erreichen dies auf mehrere Arten:

  • Setzen Sie ein Backslash-Zeichen (\) vor jedes $ oder # Zeichen, das in der Vorlage ignoriert werden soll.
  • Schließen Sie das gesamte Skript in #raw ... #end raw ein.
    Alle %pre und %post Skripte, die mithilfe des Kickstart-Assistenten erzeugt werden, sind standardmäßig von #raw...#end raw eingeschlossen. Dies kann geändert werden mittels des Template-Auswahlkästchens beim Bearbeiten eines %post oder %pre-Skripts.
  • Fügen Sie #errorCatcher Echo in der ersten Zeile des Snippets ein.

Beispiel 2.1. Fluchtsymbole für Sonderzeichen in Vorlagen

Dieses Beispiel beschreibt, wie Sonderzeichen in Kickstart-Vorlagen mit Fluchtsymbolen versehen werden.
Das folgende Bash-Skript soll in einem %post-Abschnitt eingefügt werden:
%post 
echo $foo > /tmp/foo.txt
Wird das $-Zeichen nicht mit einem Fluchtsymbol versehen, wird die Templating-Engine versuchen, eine Variable namens $foo zu finden und wird schließlich scheitern, da foo nicht als Variable existiert.
Der einfachste Weg, das $-Zeichen mit einem Fluchtsymbol zu versehen, ist mithilfe des Backslash-Zeichens (\):
%post 
echo \$foo > /tmp/foo.txt
Dadurch wird \$foo als $foo gerendert.
Eine zweite Methode ist das Einschließen des gesamten Bash-Skripts in #raw ... #end raw, und zwar wie folgt:
%post 
#raw  
echo $foo > /tmp/foo.txt 
#end raw
Bei der letzten Methode fügen Sie #errorCatcher Echo in der ersten Zeile Ihrer Kickstart-Vorlage ein. Dies weist die Templating-Engine an, jegliche nicht existierenden Variablen zu ignorieren und den Text wie vorliegend auszugeben. Diese Option ist bereits in den Assistenten-Kickstarts enthalten und kann auch in die manuell erstellten Raw-Kickstarts eingefügt werden.

2.5. Kickstarten eines Rechners

2.5.1. Kickstarten von Bare Metal

Wenn ein Rechner kein vorhandenes Betriebssystem oder das falsche Betriebssystem installiert hat, nennt man dies einen Bare-Metal-Rechner. Es gibt zwei Arten von Provisioning für einen Bare-Metal-Rechner:
  • Via standardmäßigem Installationsmedium für das Betriebssystem
  • Via PXE-Boot

Prozedur 2.5. Booten vom Installationsmedium

  1. Legen Sie das Installationsmedium in Ihren Rechner ein. Das Medium muss dem Kickstart entsprechen, den Sie zu verwenden planen. Wenn Ihr Kickstart beispielsweise zur Verwendung des ks-rhel-i386-server-5-u2 Kickstart-Baums konfiguriert wurde, müssen Sie das Red Hat Enterprise Linux 5.2 i386 Installationsmedium verwenden.
  2. Sobald die Boot-Eingabeaufforderung erscheint, aktivieren Sie den Kickstart durch Eingabe des folgenden Befehls:
    linux ks=http://satellite.example.com/path/to/kickstart
    
  3. Das System wird booten, den Kickstart herunterladen und automatisch installieren.

Prozedur 2.6. PXE-Booting

Um einen PXE-Boot durchführen zu können, muss jedes Ihrer Systeme PXE-Boot auf BIOS-Ebene unterstützen. Nahezu sämtliche moderne Hardware sollte dazu in der Lage sein. Zusätzlich müssen Sie über einen DHCP-Server verfügen, selbst wenn Ihre Systeme nach der Installation statisch konfiguriert werden sollen.
  1. Wichtig

    Falls Sie auf einem anderen System im Netzwerk einen DHCP-Server implementiert haben, benötigen Sie administrativen Zugriff auf den DHCP-Server, um die DHCP-Konfigurationsdatei zu bearbeiten.
    Falls sich Ihre Rechner auf mehreren Netzwerken befinden, müssen Sie sicherstellen, dass sich all Ihre Rechner mit dem DHCP-Server verbinden können. Sie erreichen dies durch das Multi-Homing Ihres DHCP-Servers (entweder echtes oder sog. "trunked" VLAN) und der Konfiguration Ihrer Router oder Switches zur Weiterleitung des DHCP-Protokolls über Netzwerkgrenzen hinweg.
    Konfigurieren Sie Ihren DHCP Server derart, dass dieser auf den PXE-Server verweist, indem Sie die next-server-Adresse für Systeme einstellen, die Sie vom RHN Satellite verwalten lassen möchten.
    Um bei der Installation Hostnamen zu verwenden, konfigurieren Sie den DHCP-Server, um auf die Domain und IP-Adressen zu verweisen, gefolgt von den folgenden Zeilen:
    option domain-name DOMAIN_NAME;
    option domain-name-servers IP_ADDRESS1, IP_ADDRESS2;
    
  2. Wechseln Sie auf dem DHCP-Server zum Root-Benutzer und öffnen Sie die /etc/dhcpd.conf-Datei. Fügen Sie eine neue Klasse hinzu mit Optionen zum Durchführen einer PXE-Boot-Installation:
    allow booting;
    allow bootp;
    class "PXE" {
      match if substring(option vendor-class-identifier, 0, 9) = "PXEClient";
      next-server 192.168.2.1;
      filename "pxelinux.0";
    }
    
    Diese Klasse wird die folgenden Aktionen durchführen:
    1. Aktivieren des Netzwerk-Boots mit dem bootp-Protokoll
    2. Erstellen einer Klasse namens PXE. Falls ein System PXE als erste Boot-Priorität konfiguriert hat, wird es als PXEClient identifiziert.
    3. Der DHCP-Server verweist das System an den Cobbler-Server unter der IP-Adresse 192.168.2.1
    4. Der DHCP-Server verweist auf die Boot-Image-Datei unter /var/lib/tftpboot/pxelinux.0
  3. Konfigurieren Sie Xinetd. Xinetd ist ein Daemon, der eine Reihe von Diensten verwaltet, einschließlich TFTP, der FTP-Server, der zur Übertragung des Boot-Image an einen PXE Client verwendet wird.
    Aktivieren Sie Xinetd mithilfe des chkconfig-Befehls:
    chkconfig xinetd on
    
    Wechseln Sie alternativ zum Root-Benutzer und öffnen die /etc/xinetd.d/tftp-Datei. Suchen Sie die Zeile disable = yes und ändern diese auf disable = no.
  4. Starten Sie den Xinetd-Dienst, damit TFTP ab sofort das pxelinux.0-Boot-Image bereitstellen kann.
    chkconfig --level 345 xinetd on
    /sbin/service xinetd start
    
    Der chkconfig-Befehl aktiviert den xinetd-Dienst für alle Benutzer-Runlevel, während der /sbin/service-Befehl den xinetd-Dienst sofort aktiviert.

2.5.2. Reprovisioning

Die Neuinstallation eines vorhandenen Systems wird als Reprovisioning bezeichnet. Reprovisioning kann über die RHN Satellite Weboberfläche durchgeführt werden, und das System wird dasselbe Systemprofil verwenden, das es bereits vor dem Reprovisioning verwendete. Dadurch wird ein großer Teil der Informationen und Einstellungen des Systems bewahrt.
Sie können das Reprovisioning auf dem Provisioning-Reiter einplanen, wenn Sie ein System ansehen. Falls Sie zusätzliche Optionen konfigurieren möchten, klicken Sie auf die Seite Erweiterte Konfiguration. Auf dieser Seite können Sie Details wie z.B. Kernel-Optionen, Netzwerkinformationen und Paketprofil-Synchronisation konfigurieren. Der Kernel-Optionen-Abschnitt bezieht sich auf Kernel-Optionen während des Kickstarts. Post-Kernel-Optionen sind die Kernel-Optionen, die nach Abschluss des Kickstarts verwendet werden, wenn das System zum ersten Mal hochfährt.

Beispiel 2.2. Konfiguration von Kernel-Optionen und Post-Kernel-Optionen

Dieses Beispiel beschreibt den Unterschied zwischen Kernel-Optionen und Post-Kernel-Optionen im Reprovisioning-Konfigurationsprozess.
Wenn Sie eine VNC-Verbindung herstellen möchten, um den Kickstart von Remote aus überwachen zu können, fügen Sie vnc vncpassword=PASSWORD in der Kernel Options-Zeile ein
Wenn Sie möchten, dass der Kernel des neuen Systems mit der noapic-Kernel-Option bootet, fügen Sie noapic zur Post Kernel Options-Zeile hinzu.

Prozedur 2.7. Dateierhaltung

Mithilfe des Dateierhaltungs-Features kann verhindert werden, dass Dateien während des Reprovisionings verloren gehen. Dieses Feature speichert Dateien während des Kickstarts vorübergehend und stellt sie wieder her, nachdem das Reprovisioning abgeschlossen wurde.

Anmerkung

Dateierhaltungslisten sind nur verfügbar für Assistenten-Kickstarts und können nur während des Reprovisionings verwendet werden.
  1. Klicken Sie auf SystemeKickstartDateierhaltungNeue Dateierhaltungsliste erstellen und erstellen Sie eine Liste der zu erhaltenden Dateien.
  2. Klicken Sie auf SystemeKickstartProfile und verknüpfen Sie die Dateierhaltungsliste mit einem Kickstart, indem Sie das gewünschte Profil auswählen.
  3. Klicken Sie auf System-DetailsDateierhaltung und wählen Sie die Dateierhaltungsliste.

2.5.3. Provisioning virtualisierter Gäste

Provisioning virtualisierter Gäste wird im RHN Satellite 5.5 unterstützt unter Verwendung der folgenden Virtualisierungstechnologien:
  • KVM virtualisierter Gast
  • Xen voll virtualisierter Gast
  • Xen paravirtualisierter Gast

Prozedur 2.8. Provisioning eines virtualisierten Gasts

  1. Vergewissern Sie sich, dass das Host-System über eine Virtualisierungs- oder Virtualisierungsplattform-Systemberechtigung verfügt.
  2. Wählen Sie auf der Systeme-Seite den richtigen virtuellen Host und klicken Sie anschließend auf VirtualisierungProvisioning. Wählen Sie das entsprechende Kickstart-Profil und geben Sie einen Gastnamen ein.
  3. Um zusätzliche Parameter wie z.B. Gastspeicher und CPU-Verbrauch zu konfigurieren, klicken Sie auf die Schaltfläche Erweiterte Konfiguration. Dort haben Sie die Möglichkeit, folgende Optionen zu konfigurieren:
    • Netzwerk: statisch oder DHCP
    • Kernel-Optionen
    • Paketprofil-Synchronisation: Wenn der Kickstart abgeschlossen ist, synchronisiert das System sein Paketprofil mit dem eines anderen Systems oder einem gespeicherten Profil
    • Speicherzuweisung: RAM, standardmäßig 512 MB
    • Virtuelle Plattengröße
    • Virtuelle CPUs (standardmäßig 1)
    • Virtuelle Bridge: Die Netzwerk-Bridge, die zur Installation genutzt wird. Standardmäßig xenbr0 für Xen-Provisioning und virbr0 für KVM.

      Anmerkung

      Die virbr0 Netzwerk-Bridge erlaubt keinen externen Netzwerkverkehr. Falls Sie externen Netzwerkzugriff benötigen, konfigurieren Sie den Host stattdessen zur Erstellung einer echten Bridge. xenbr0 ist eine echte Bridge, weshalb empfohlen wird, diese nach Möglichkeit zu verwenden.
    • Virtueller Speicherpfad: Pfad zu entweder einer Datei, einem logischen LVM-Datenträger, einem Verzeichnis oder Blockgerät, in dem die Festplattendaten des Gasts gespeichert werden sollen, z.B. /dev/sdb, /dev/LogVol00/mydisk, VolGroup00 oder /var/lib/xen/images/myDisk.
  4. Klicken Sie auf Kickstart einplanen und fertigstellen.

2.5.4. Provisioning durch einen RHN Proxy

Provisioning kann auch unter Verwendung eines RHN Proxys erfolgen, der installiert und beim RHN Satellite registriert wurde.
  1. Wählen Sie beim Provisioning eines virtuellen Gasts oder beim Reprovisioning eines Systems den gewünschten Proxy aus dem Satellite Proxy wählen Drop-Down-Menü.
  2. Ersetzen Sie für eine Bare-Metal-Installation den vollqualifizierten Domainnamen (FQDN) des RHN Satellites durch den FQDN des Proxys. Falls die URL zur Kickstart-Datei beispielsweise folgendermaßen lautet:
    http://satellite.example.com/ks/cfg/org/1/label/myprofile
    
    Dann verwenden Sie zum Kickstart des Proxys:
    http://proxy.example.com/ks/cfg/org/1/label/myprofile
    

Kapitel 3. Multiple Satellites

Die Inter-Satellite Synchronisation (ISS) ermöglicht es Ihnen, Inhalte zwischen mehreren Satellites zu koordinieren. Dieses Feature kann auf verschiedene Arten eingesetzt werden, je nach Anforderungen Ihrer Organisation. Dieses Kapitel enthält einen Abschnitt über Anwendungsfälle und erläutert, wie ISS für die Ansprüche Ihrer Organisation am besten eingerichtet werden kann.

ISS-Voraussetzungen

Folgende Bedingungen müssen für den Einsatz von ISS erfüllt sein:
  • Zwei oder mehr RHN Satellite Server
  • Mindestens ein RHN Satellite, der mit mindestens einem Channel bestückt ist
  • Für sichere Verbindungen benötigt jeder Slave RHN Satellite zudem ein SSL-Zertifikat vom Master RHN Satellite

3.1. Inter-Satellite-Synchronisation

Prozedur 3.1. Konfiguration des Master-Servers

Auf dem Master-Server wird bestimmt, welche Dateien auf die anderen Satellites synchronisiert werden.
  1. Aktivieren Sie das Inter-Satellite Synchronisation (ISS) Feature. Öffnen Sie dazu die /etc/rhn/rhn.conf-Datei und ändern die folgende Zeile bzw. fügen diese ein:
    disable_iss=0
    
  2. Suchen Sie in der /etc/rhn/rhn.conf-Datei nach der Zeile allowed_iss_slaves=. Standardmäßig sind keine zu synchronisierenden Slave-Satellites angegeben. Geben Sie also die Hostnamen aller Slave-Satellite-Server an, durch Kommas voneinander getrennt:
    allowed_iss_slaves=slave1.satellite.example.org,slave2.satellite.example.org
    
  3. Speichern Sie die Konfigurationsdatei ab und starten den httpd-Dienst neu:
    service httpd restart
    

Prozedur 3.2. Konfiguration der Slave-Server

Slave-Satellite-Server sind diejenigen Rechner, deren Inhalte mit dem Master-Server synchronisiert werden.
  1. Um Inhalte sicher auf die Slave-Server zu übertragen, benötigen Sie das ORG-SSL-Zertifikat von Ihrem Master-Server. Sie können das Zertifikat über HTTP vom /pub/-Verzeichnis eines beliebigen Satellites heruntergeladen. Die Datei heißt RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT, kann jedoch umbenannt und an einem beliebigen Speicherort auf dem Slave-Satellite abgelegt werden, wie z.B. im /usr/share/rhn/-Verzeichnis.
  2. Sehen Sie sich die Liste der Channels, die zur Synchronisation vom Master-Server zur Verfügung stehen, mithilfe des folgenden Befehls an. Dies zeigt sowohl offizielle Red Hat Channels als auch jegliche verfügbaren angepassten Channels:
    satellite-sync --iss-parent=master.satellite.example.com --ca-cert=/usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT --list-channels
    
    Ersetzen Sie dabei master.satellite.example.com durch den Hostnamen des Master-Servers.

Prozedur 3.3. Durchführen einer Inter-Satellite-Synchronisation

Nachdem die Master- und Slave-Server konfiguriert wurden, können Sie nun eine Synchronisation zwischen den beiden durchführen.
  1. Öffnen Sie auf den Slave-Servern die /etc/rhn/rhn.conf-Datei in einem Texteditor und fügen Sie den Hostnamen und den Pfad der SSL-Zertifikatsdatei des Master-Servers ein:
    iss_parent      = master.satellite.example.com
    iss_ca_chain    = /usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT
    
  2. Beginnen Sie die Synchronisation durch Ausführen des Befehls satellite-sync:
    satellite-sync -c your-channel

    Anmerkung

    Befehlszeilenoptionen, die Sie beim satellite-sync-Befehl mit angeben, setzen die Standardeinstellungen oder angepasste Einstellungen der /etc/rhn/rhn.conf-Datei außer Kraft.

3.2. Organisationssynchronisation

ISS kann auch dazu verwendet werden, um Inhalte in eine bestimmte Organisation zu importieren. Dies kann entweder lokal erfolgen oder durch Synchronisation von Remote aus. Diese Funktion ist hilfreich für einen nicht verbundenen Satellite mit mehreren Organisationen, wo Inhalte über Channel-Dumps oder durch Export von verbundenen Satellites und anschließenden Import zum nicht verbundenen Satellite bezogen werden. Organisationssynchronisation kann verwendet werden, um angepasste Channels von verbundenen Satellites zu exportieren. Es kann auch effektiv dazu genutzt werden, um Inhalte zwischen Organisationen zu verschieben.
Organisationssynchronisation folgt einer Reihe von klaren Regeln, um die Integrität der Quellorganisation zu wahren.
  • Falls die Quellinhalte zur NULL-Organisation gehören (also jegliche Red Hat Inhalte), wird standardmäßig die NULL-Organisation gewählt, selbst wenn eine Zielorganisation angegeben wurde. Dies gewährleistet, dass sich der angegebene Inhalt immer in der privilegierten NULL-Organisation befindet.
  • Wird auf der Befehlszeile eine Organisation angegeben, werden Inhalte von dieser Organisation importiert.
  • Wird keine Organisation angegeben, wird standardmäßig Organisation 1 gewählt.
Im Folgenden sehen Sie drei Beispielszenarien, in denen Organisations-IDs (orgid) zur Synchronisation zwischen Satellites verwendet werden:

Beispiel 3.1. Inhalte vom Master- zum Slave-Satellite importieren

In diesem Beispiel werden Inhalte vom Master- zum Slave-Satellite importiert:
satellite-sync --parent-sat=master.satellite.example.com -c channel-name --orgid=2

Beispiel 3.2. Inhalte von einem exportierten Dump einer Organisation importieren

In diesem Beispiel werden Inhalte von einem exportierten Dump einer bestimmten Organisation importiert:
$ satellite-sync -m /dump -c channel-name --orgid=2

Beispiel 3.3. Inhalte von Red Hat Network Hosted importieren

In diesem Beispiel werden Inhalte von Red Hat Network Hosted importiert (vorausgesetzt, das System ist registriert und aktiviert):
$ satellite-sync -c channel-name

3.3. ISS-Anwendungsfälle

ISS kann auf verschiedene Arten eingesetzt werden, abhängig von den Anforderungen Ihrer Organisation. Dieser Abschnitt liefert Beispiele für mögliche Anwendungsfälle von ISS sowie die Methoden zum Einrichten und Durchführen dieser Fälle.

Beispiel 3.4. Staging-Satellite

In diesem Beispiel wird ein Satellite als Staging-Satellite zur Vorbereitung von Inhalten und zur Durchführung von Aufgaben zur Qualitätssicherung eingesetzt, um so sicherzustellen, dass Pakete bereit für den Einsatz in einer Produktionsumgebung sind. Nachdem Inhalte für die Produktion freigegeben wurden, kann der Produktions-Satellite die Inhalte vom Staging-Satellite synchronisieren.
  1. Führen Sie den satellite-sync-Befehl aus, um Daten mit dem rhn_parent (in der Regel Red Hat Network Hosted) zu synchronisieren:
    satellite-sync -c your-channel
    
  2. Führen Sie folgenden Befehl aus, um Daten vom Staging-Server zu synchronisieren:
    satellite-sync --iss-parent=staging-satellite.example.com -c custom-channel

Beispiel 3.5. Synchronisierte Slaves

In diesem Beispiel liefert der Master-Satellite Daten direkt an seine Slaves und Änderungen werden regelmäßig synchronisiert.

Beispiel 3.6. Angepasste Inhalte auf den Slaves

In diesem Beispiel wird der Master-Satellite als Entwicklungs-Channel genutzt, von dem Inhalte auf alle Produktions-Slave-Satellites synchronisiert werden. Einige der Slave-Satellites verfügen über zusätzliche Inhalte, die nicht auf den Channels des Master-Satellites vorliegen. Diese Pakete werden bewahrt, alle anderen Änderungen vom Master-Satellite jedoch werden auf den Slaves synchronisiert.

Beispiel 3.7. Bi-direktionale Synchronisation

In dieser Umgebung fungieren zwei RHN Satellite Server als Master des jeweils anderen und können Inhalte gegenseitig synchronisieren.
  1. Stellen Sie sicher, dass beide Satellites SSL-Zertifikate austauschen können.
  2. Öffnen Sie auf dem ersten Satellite die /etc/rhn/rhn.conf-Datei und verweisen Sie mit der iss_parent-Option auf den Hostnamen des zweiten Satellites.
  3. Öffnen Sie auf dem zweiten Satellite die /etc/rhn/rhn.conf-Datei und verweisen Sie mit der iss_parent-Option auf den Hostnamen des ersten Satellites.

Kapitel 4. Weiterführende API-Methoden und Befehle

4.1. Die XML-RPC-Programmierschnittstelle (API)

RHN Satellite 5.5 unterstützt das Provisioning mithilfe der XML-RPC-Programmierschnittstelle.
Die folgenden API-Methoden ermöglichen die Pflege von Kickstart-Profilen und -Bäumen:

Tabelle 4.1. XML-RPC-Methoden

XML-RPC-Namensraum Verwendung
kickstart Erstellen, Importieren und Löschen von Kickstart-Profilen. Auch zum Auflisten der verfügbaren Kickstart-Bäume und -Profile.
kickstart.tree Erstellen, Umbenennen, Aktualisieren und Löschen von Kickstart-Bäumen.
kickstart.filepreservation Auflisten, Erstellen und Löschen von Dateierhaltungslisten, die mit einem Kickstart-Profil verknüpft werden können. Nachdem eine Dateierhaltungsliste erstellt wurde, kann sie durch Aufruf der kickstart.profile.system.add_file_preservations API-Methode mit einem Kickstart-Profil verknüpft werden.
kickstart.keys Auflisten, Erstellen und Entfernen von kryptografischen Schlüsseln (GPG/SSL), die mit verschiedenen Kickstart-Profilen verknüpft werden können.

Anmerkung

Nachdem ein kryptographischer Schlüssel erstellt wurde, kann er durch Aufruf der kickstart.profile.system.add_keys API-Methode mit einem Kickstart-Profil verknüpft werden.
kickstart.profile Ändern von IP-Bereichen, des Kickstart-Baums und der Sub-Channels, Herunterladen der einem Profil zugehörigen Kickstart-Datei, Ändern erweiterter und angepasster Optionen, und Hinzufügen der einem Kickstart-Profil zugehörigen Pre-/Post-Skripts.
kickstart.profile.keys Auflisten, Hinzufügen (Verknüpfung erstellen) und Entfernen (Verknüpfung lösen) der einem Kickstart-Profil zugehörigen Aktivierungsschlüssel.
kickstart.profile.software Ändern der mit einem Kickstart verknüpften Liste von Paketen.
kickstart.profile.system Verwalten der Dateierhaltung, Verwalten kryptographischer Schlüssel, Aktivieren/Deaktivieren von Konfigurationsverwaltung und Remote-Befehlen, Einrichten von Partitionierungsschemata, und Einrichten der einem Kickstart-Profil zugehörigen Gebietsschema-Informationen.
Die folgenden API-Methoden können zum Re-Provisioning eines Host und zum Einplanen von Gastinstallationen verwendet werden.
  • system.provision_system
  • system.provision_virtual_guest
Weitere Informationen über API-Aufrufe finden Sie in der API-Dokumentation unter https://satellite.example.com/rpc/api.

4.2. Cobbler

RHN Satellite nutzt Cobbler, um Provisioning zu ermöglichen. Wenn die Kickstart-Profile, -Bäume (Distributionen) und Systeme zum Provisioning im RHN Satellite aktualisiert werden, werden sie auf der Cobbler-Instanz auf dem RHN Satellite Host synchronisiert. Dies bedeutet, dass Sie Cobbler falls gewünscht direkt zur Verwaltung des Provisionings einsetzen können.
Die nachstehende Tabelle beschreibt die Cobbler-Befehle:

Tabelle 4.2. Cobbler-Befehle

Befehl Verwendung
cobbler profile list Führen Sie diesen Befehl auf dem RHN Satellite Host aus, um eine Liste mit Profilen anzuzeigen
cobbler distro list Zeigt eine Liste von Kickstart-Bäumen, Kernels, RAM-Disks und anderen Optionen an
cobbler system list Zeigt eine Liste von Systemaufzeichnungen, die beim Einplanen eines Kickstarts erzeugt werden
cobbler profile report --name=profile-name or cobbler system report --name=system-name Zeigt eine ausführlichere Ausgabe für ein bestimmtes Objekt
cobbler profile edit --name=profile-name --virt-ram=1024 Bearbeitet verschiedene Parameter. Dieses Beispiel weist jeder virtualisierten Installation eines gegebenen Profils 1 GB RAM zu.
cobbler system edit --name=system-name --netboot-enabled=1 Zwingt das System beim nächsten Neustart zur Neuinstallation
cobbler system edit --name=system-name --profile=new-profile-name --netboot-enabled=1 Weist einem System ein neues Profil zur Neuinstallation zu
cobbler system find --profile=profile-name Listet alle mit einem Profil verknüpften Systeme auf
cobbler system find --profile="abc" | xargs -n1 --replace cobbler system edit \ --name={} --profile="def" --netboot-enabled=1 Weist allen Systemen, denen derzeit das abc-Profil zugewiesen ist, das def-Profil zu und installiert diese beim nächsten Neustart neu
cobbler profile edit --name=profilename --kopts="variablename=3" --in-place Setzt eine zusätzliche Vorlagenvariable auf einem Profil, ohne die anderen Variablen zu verändern
cobbler system edit --name=systemname --kopts="selinux=disabled asdf=jkl" Weist einer Systemaufzeichnung verschiedene Variablen zu, ungeachtet alter Variablen, die ggf. bereits gesetzt waren
cobbler profile find --name="*webserver*" | xargs -n1 --replace cobbler profile edit --name={} --profile="RHEL5-i386" Richtet alle neuen Installationen beliebiger Profile, die den String webserver enthalten, zur Verwendung eines Profils namens RHEL5-i386 ein
Weitere Cobbler-Einstellungen

Es gibt nur wenige Cobbler-Einstellungen, die direkt in der /etc/cobbler/settings-Datei verändert werden sollten. Dazu gehört die pxe_just_once-Option (beschrieben in Prozedur 4.3, »Konfiguration von Cobbler zur Verwendung von PXE«). Auch die server-Option kann geändert werden, um der Adresse oder dem Hostnamen des RHN Satellite Servers zu entsprechen.

Führen Sie nach einer Änderung in der /etc/cobbler/settings-Datei die folgenden Befehle aus, damit die Änderungen wirksam werden:
/sbin/service cobblerd restart
cobbler sync

Wichtig

Ändern Sie keine der anderen Einstellungen in /etc/cobbler/settings. RHN Satellite erfordert, dass diese Datei in einer bestimmten Konfiguration vorliegt, festgelegt vom RHN Satellite Installationsprogramm. Ebenso sollte auch die /etc/cobbler/modules.conf-Datei, die Authentifizierungsquellen verwaltet, in dem vom RHN Satellite Installationsprogramm angelegten Zustand verbleiben. Insbesondere muss das Authentifizierungsmodul authn_spacewalk ausgewählt bleiben und kann nicht verändert werden.

Prozedur 4.1. Konfiguration von SELinux zur Verwendung mit Cobbler

Red Hat Enterprise Linux wird standardmäßig mit SELinux-Unterstützung und einer sicheren Firewall installiert. Um einen Red Hat Enterprise Linux Server ordnungsgemäß zur Verwendung von Cobbler zu konfigurieren, müssen Sie SELinux konfigurieren, um Verbindungen vom und zum Cobbler-Server zu erlauben.
  1. Um SELinux für Cobbler-Unterstützung einzurichten, müssen Sie mittels einer Boolschen Variable die HTTPD Webservice-Komponenten erlauben. Führen Sie dazu den folgenden Befehl aus:
    setsebool -P httpd_can_network_connect true
    
    Der -P-Schalter ist dabei sehr wichtig, da er die HTTPD-Verbindungen persistent über Neustarts hinweg erlaubt.
  2. Setzen Sie die SELinux-Dateikontextregeln für TFTP, um die Boot-Imagedatei bereitzustellen, indem Sie auf dem Cobbler-Server den folgenden Befehl ausführen:
    semanage fcontext -a -t public_content_t "var/lib/tftpboot/.*"
    
  3. Anschließend muss IPTables konfiguriert werden, um eingehenden und ausgehenden Netzwerkverkehr auf dem Cobbler-Server zu erlauben.
    Falls Sie bereits ein vorhandenes Firewall-Regelset mit iptables haben, fügen Sie die folgenden Regeln hinzu, um die für Cobbler notwendigen Ports zu öffnen:
    Für TFTP:
    /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 69 -j ACCEPT
    /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m udp -p udp --dport 69 -j ACCEPT
    
    Für HTTPD:
    /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 80 -j ACCEPT
    /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 443 -j ACCEPT
    
    Für Cobbler:
    /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m udp -p udp --dport 25150 -j ACCEPT
    
    Für Koan:
    /sbin/iptables -A INPUT -m state --state NEW -m tcp -p tcp --dport 25151 -j ACCEPT
    
  4. Speichern Sie abschließend die Firewall-Konfiguration:
    /sbin/iptables-save
    
  5. Vergewissern Sie sich, dass die Konfigurationsdateien alle synchronisiert sind, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:
    cobbler sync
    
  6. Starten Sie den Satellite Server:
    /usr/sbin/rhn-satellite start
    

    Warnung

    Starten oder stoppen Sie den cobblerd-Dienst nicht unabhängig vom Satellite-Dienst, da dies Fehler und andere Probleme verursachen könnte.
    Verwenden Sie immer /usr/sbin/rhn-satellite, um den RHN Satellite zu starten und zu stoppen.

Prozedur 4.2. Konfiguration der Cobbler-Systemaufzeichnungen

Cobbler-Systemaufzeichnungen sind Objekte in Cobbler, die den Überblick über ein System und dessen zugehörige Kickstarts bewahren. Um PXE-Kickstarts durchzuführen, muss ein Satellite-Kickstart-Profil mit den Cobbler-Systemaufzeichnungen derjenigen Rechner, für die Sie PXE-Kickstarts durchführen möchten, verknüpft werden.
  1. Gehen Sie zu System-DetailsProvisioning für jedes System und wählen Sie das zu verknüpfende Kickstart-Profil.
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Cobbler-Systemaufzeichnung erstellen, um die Verknüpfung herzustellen.
  3. Nachdem diese Verknüpfung einmal hergestellt wurde, bleibt sie für immer bestehen, es sei denn, Sie haben in Cobbler pxe_just_once auf "true" für den fraglichen Rechner eingestellt. In diesem Fall würde diese Verknüpfung nach erfolgreichem Kickstart gelöst werden. Siehe Prozedur 4.3, »Konfiguration von Cobbler zur Verwendung von PXE« für weitere Informationen über diese Einstellung.

Prozedur 4.3. Konfiguration von Cobbler zur Verwendung von PXE

Cobbler ist standardmäßig zur Generierung von PXE-Konfigurationen eingerichtet. Um den bestmöglichen PXE-Ablauf im BIOS zu erhalten, kann jedoch die pxe_just_once-Konfigurationsoption angepasst werden.
  1. Oft legt die BIOS-Reihenfolge fest, das zuerst ein PXE-Boot erfolgen soll. Das bedeutet, dass das System nicht von der lokalen Festplatte booten wird, es sei denn, der PXE Server weist das System von Remote aus dazu an. Diese Situation kann zu einer sog. Bootschleife führen, bei der sich das System wiederholt neu installiert.
    Um Bootschleifen zu vermeiden, öffnen Sie die /etc/cobbler/settings-Datei und fügen die folgende Zeile ein:
    pxe_just_once: 1
    
    Diese Einstellung fügt ein $kickstart_done-Makro zur Kickstart-Vorlage hinzu, welches das System anweist, nach abgeschlossener Installation lokal zu booten, statt vom Netzwerk.
  2. Falls Sie die Parametereinstellung pxe_just_once: 1 eingefügt haben und Sie das System zu einem späteren Zeitpunkt neu installieren möchten, müssen Sie dann das netboot-enabled-Flag auf dem System ändern. Dies können Sie entweder über die RHN Satellite Weboberfläche oder in Cobbler direkt tun. Wenn das System das nächste Mal neu startet, wird es eine PXE-Installation durchführen und anschließend wieder von der lokalen Festplatte booten, bis das Flag neu gesetzt wird.
    Falls im BIOS eingestellt ist, zunächst von den lokalen Festplatten zu booten, ist es nicht nötig, dass pxe_just_once aktiviert ist. Um für das System jedoch Reprovisioning mittels PXE durchzuführen, ist es nötig, den MBR (Master Boot Record) mit Nullen zu überschreiben.

Namenskonventionen

Um Daten zwischen dem RHN Satellite und Cobbler besser synchron zu halten, verwendet der RHN Satellite Namenskonventionen für Distributionen und Profile. Diese Namenskonventionen sind wichtig, wenn Sie per Befehlszeile mit Cobbler kommunizieren.
Distributionen
$tree_name:$org_id:$org_name (falls manuell erstellt)
$tree_name (falls vom RHN Satellite synchronisiert)
Profile
$profile_name:$org_id:$org_name

Wichtig

Ändern Sie keine Namen, die automatisch vom RHN Satellite erstellt wurden. Falls solche Namen geändert werden, kann der RHN Satellite diese Elemente nicht mehr pflegen.

Anmerkung

Cobbler protokolliert Daten zur Suche und Bereinigung von Fehlern in den RHN Satellite Protokollen und in der Datei /var/log/cobbler/

4.3. Koan

Das koan ("Kickstart Over A Network") Hilfsprogramm ermöglicht es Hosts, die bereits provisioniert wurden, von Remote aus auf den RHN Satellite zuzugreifen. Mithilfe von Koan können Sie Kickstart-Provisioning durchführen, virtuelle Gäste (auf virtuellen Hosts) erstellen und die vom RHN Satellite Host verfügbaren Kickstarts auflisten. Es ist erhältlich im koan-Paket.

Tabelle 4.3. Koan-Befehle

Befehl Verwendung
man koan Anzeigen der koan-Handbuchseite
koan --replace-self --server=satellite.example.org --profile=profile-name oder koan --replace-self --server=satellite.example.org --system=system-name Reprovisioning eines vorhandenen Systems. Starten Sie nach Ausführen dieses Befehls das System neu, um das neue Betriebssystem zu installieren. Falls gewünscht, kann dies auch für Upgrade-Kickstarts verwendet werden (z.B. zum Upgrade einer großen Anzahl von Rechnern von einer Red Hat Enterprise Linux Version auf die nächsthöhere).
koan --virt --server=satellite.example.org --profile=profile-name oder koan --virt --server=satellite.example.org --system=system-name Provisioning eines virtuellen Gasts
koan --list=profiles --server=satellite.example.org oder koan --list=systems --server=satellite.example.org Abfragen von Cobbler, um eine Liste mit Profilen oder Systemen anzuzeigen, die für eine Installation von Remote aus verfügbar sind

Anmerkung

Koan protokolliert Daten zur Suche und Bereinigung von Fehlern in /var/log/koan.

Kapitel 5. Suche und Bereinigung von Fehlern

5.1. Weboberfläche
F: Ich habe Probleme mit der RHN Satellite Benutzeroberfläche. Welche Protokolldateien sollte ich überprüfen?
5.2. Anaconda
F: Ich erhalte den Fehler "Error downloading kickstart file" (Fehler beim Herunterladen der Kickstart-Datei). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
F: Ich erhalte bei der Paketinstallation den Fehler "The file chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm cannot be opened." (Die Datei chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm konnte nicht geöffnet werden). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
5.3. Tracebacks
F: Ich bekomme E-Mails mit dem Betreff "WEB TRACEBACK". Was sollte ich deshalb unternehmen?
5.4. Registrierung
F: Der rhnreg_ks-Befehl schlägt fehl mit der Meldung "ERROR: unable to read system id" (Fehler: System-ID konnte nicht gelesen werden). Wo liegt das Problem?
5.5. Kickstarts und Snippets
F: Wie sieht die Verzeichnisstruktur für Kickstarts aus?
F: Wie sieht die Verzeichnisstruktur für Cobbler-Snippets aus?

5.1. Weboberfläche

F:
Ich habe Probleme mit der RHN Satellite Benutzeroberfläche. Welche Protokolldateien sollte ich überprüfen?
A:
Falls Sie in der RHN Satellite Benutzeroberfläche beim Anzeigen, Einplanen oder Arbeiten mit Kickstarts Probleme haben, überprüfen Sie die /var/log/tomcat5/catalina.out-Protokolldatei.
Für alle anderen Probleme mit der Benutzeroberfläche werfen Sie bitte einen Blick auf die /var/log/httpd/error_log-Protokolldatei.

5.2. Anaconda

F:
Ich erhalte den Fehler "Error downloading kickstart file" (Fehler beim Herunterladen der Kickstart-Datei). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
A:
Dieser Fehler wird meist durch ein Problem mit der Netzwerkverbindung verursacht. Um das Problem ausfindig zu machen, führen Sie den Befehl cobbler check aus und lesen Sie sich dessen Ausgabe durch, die etwa folgendermaßen aussehen sollte:
# cobbler check
The following potential problems were detected:
#0: reposync is not installed, need for cobbler reposync, install/upgrade yum-utils?
#1: yumdownloader is not installed, needed for cobbler repo add with --rpm-list parameter, install/upgrade yum-utils?
#2: The default password used by the sample templates for newly installed machines (default_password_crypted in /etc/cobbler/settings) is still set to 'cobbler' and should be changed
#3: fencing tools were not found, and are required to use the (optional) power management features. install cman to use them
Falls cobbler check keine Antworten liefert, überprüfen Sie Folgendes:
  • Vergewissern Sie sich, dass httpd läuft: service httpd status
  • Vergewissern Sie sich, dass cobblerd läuft: service cobblerd status
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie die Kickstart-Datei mittels wget von einem anderen Host aus abrufen können:
    wget http://satellite.example.com/cblr/svc/op/ks/profile/rhel5-i386-u3:1:Example-Org
F:
Ich erhalte bei der Paketinstallation den Fehler "The file chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm cannot be opened." (Die Datei chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm konnte nicht geöffnet werden). Wo liegt das Problem und wie behebe ich es?
A:
Clients beziehen Inhalte vom RHN Satellite basierend auf dem --url-Parameter innerhalb des Kickstarts. Zum Beispiel:
url --url http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3
Falls Sie Fehlermeldungen von Anaconda erhalten, die besagen, dass es keine Images oder Pakete finden kann, sollten Sie überprüfen, ob die obige URL eine 200 OK-Antwort generiert. Versuchen Sie dazu, die Datei unter der URL mittels wget abzurufen:
wget http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3
--2011-08-19 15:06:55--  http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3
Resolving satellite.example.com... 10.10.77.131
Connecting to satellite.example.com|10.10.77.131|:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 200 OK
Length: 0 [text/plain]
Saving to: `ks-rhel-i386-server-5-u3.1'
2011-08-19 15:06:55 (0.00 B/s) - `ks-rhel-i386-server-5-u3.1' saved [0/0]
Wenn Sie keine 200 OK-Antwort erhalten, überprüfen Sie die Fehlerprotokolle, um herauszufinden, wo der Fehler liegt. Sie können auch die Datei selbst überprüfen, die Anaconda herunterzuladen versuchte, indem Sie die access_log-Datei durchsuchen:
# grep chkconfig /var/log/httpd/access_log
10.10.77.131 - - [19/Aug/2011:15:12:36 -0400] "GET /rhn/common/DownloadFile.do?url=/ks/dist/ks-rhel-i386-server-
5-u3/Server  /chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 206 24744 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19"
10.10.76.143 - - [19/Aug/2011:15:12:36 -0400] "GET /ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3/Server/chkconfig-
1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 206 24744 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19"
10.10.76.143 - - [19/Aug/2011:15:14:20 -0400] "GET /ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3/Server/chkconfig-  
1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 200 162580 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19"
10.10.77.131 - - [19/Aug/2011:15:14:20 -0400] "GET /rhn/common/DownloadFile.do?url=/ks/dist/ks-rhel-i386-server- 
5-u3/Server/chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm HTTP/1.1" 200 162580 "-" "urlgrabber/3.1.0 yum/3.2.19"
Falls diese Anfragen nicht in der access_log-Datei erscheinen, liegt ggf. ein Problem mit den Netzwerkeinstellungen des Systems vor. Falls die Anfragen erscheinen, jedoch Fehler generieren, überprüfen Sie die Fehlerprotokolle.
Sie können auch versuchen, die Dateien manuell herunterzuladen, um festzustellen, ob das Paket verfügbar ist:
wget http://satellite.example.com/ks/dist/ks-rhel-i386-server-5-u3/Server/chkconfig-1.3.30.1-2.i386.rpm

5.3. Tracebacks

F:
Ich bekomme E-Mails mit dem Betreff "WEB TRACEBACK". Was sollte ich deshalb unternehmen?
A:
Eine typische Traceback-E-Mail sieht etwa folgendermaßen aus:
Subject: WEB TRACEBACK from satellite.example.com
Date: Wed, 19 Aug 2011 20:28:01 -0400
From: RHN Satellite <dev-null@redhat.com>
To: admin@example.com

java.lang.RuntimeException: XmlRpcException calling cobbler.
	at com.redhat.rhn.manager.kickstart.cobbler.CobblerXMLRPCHelper.invokeMethod(CobblerXMLRPCHelper.java:72)
	at com.redhat.rhn.taskomatic.task.CobblerSyncTask.execute(CobblerSyncTask.java:76)
	at com.redhat.rhn.taskomatic.task.SingleThreadedTestableTask.execute(SingleThreadedTestableTask.java:54)
	at org.quartz.core.JobRunShell.run(JobRunShell.java:203)
	at org.quartz.simpl.SimpleThreadPool$WorkerThread.run(SimpleThreadPool.java:520)
Caused by: redstone.xmlrpc.XmlRpcException: The response could not be parsed.
	at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.handleResponse(XmlRpcClient.java:434)
	at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.endCall(XmlRpcClient.java:376)
	at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.invoke(XmlRpcClient.java:165)
	at com.redhat.rhn.manager.kickstart.cobbler.CobblerXMLRPCHelper.invokeMethod(CobblerXMLRPCHelper.java:69)
	... 4 more
Caused by: java.io.IOException: Server returned HTTP response code: 503 for URL: http://someserver.example.com:80/cobbler_api
	at sun.net.www.protocol.http.HttpURLConnection.getInputStream(HttpURLConnection.java:1236)
	at redstone.xmlrpc.XmlRpcClient.handleResponse(XmlRpcClient.java:420)
	... 7 more
Dies zeigt an, dass bei der Kommunikation von Cobbler mit dem taskomatic-Dienst ein Problem auftrat. Überprüfen Sie Folgendes:
  • Vergewissern Sie sich, dass httpd läuft: service httpd status
  • Vergewissern Sie sich, dass cobblerd läuft: service cobblerd status
  • Vergewissern Sie sich, dass keine Firewall-Regeln localhost-Verbindungen verhindern

5.4. Registrierung

F:
Der rhnreg_ks-Befehl schlägt fehl mit der Meldung "ERROR: unable to read system id" (Fehler: System-ID konnte nicht gelesen werden). Wo liegt das Problem?
A:
Am Ende der Kickstart-Datei gibt es einen %post-Abschnitt, der den Rechner beim RHN Satellite registriert:
# begin Red Hat management server registration
mkdir -p /usr/share/rhn/
wget http://satellite.example.com/pub/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT -O /usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT   
perl -npe 's/RHNS-CA-CERT/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT/g' -i /etc/sysconfig/rhn/*  
rhnreg_ks --serverUrl=https://satellite.example.com/XMLRPC --sslCACert=/usr/share/rhn/RHN-ORG-TRUSTED-SSL-CERT --activationkey=1-c8d01e2f23c6bbaedd0f6507e9ac079d
# end Red Hat management server registration
Dadurch werden folgende Aktionen in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt:
  • Erstellen eines Verzeichnisses für das angepasste SSL-Zertifikat, das vom RHN Satellite verwendet wird.
  • Abrufen des SSL-Zertifikats, das während der Registrierung verwendet wird.
  • Suchen und ersetzen Sie die SSL-Zertifikatsstrings in der rhn-register-Konfigurationsdatei und registrieren Sie unter Verwendung des SSL-Zertifikats und eines Aktivierungsschlüssels beim RHN Satellite. Jedes Kickstart-Profil enthält einen Aktivierungsschlüssel, der sicherstellt, dass dem System die richtigen Basis- und Sub-Channels zugewiesen werden und es die richtigen Systemberechtigungen erhält. Falls es sich um Reprovisioning eines vorhandenen Systems handelt, wird der Aktivierungsschlüssel auch sicherstellen, dass es wieder mit dem früheren Systemprofil verknüpft wird.
Falls der rhnreg_ks-Befehl fehlschlägt, sehen Sie ggf. folgende Fehlermeldungen in der ks-post.log-Datei:
ERROR: unable to read system id.
Diese Fehler treten auch dann auf, wenn Sie versuchen, einen rhn_check durchzuführen, das System jedoch nicht beim RHN Satellite registriert wurde.
Sehen Sie sich zur Suche und Bereinigung dieses Fehlers am besten die Kickstart-Datei an und kopieren die oben genannten vier Schritte in eine Eingabeaufforderung und führen diese aus, nachdem der Kickstart abgeschlossen wurde. Dadurch werden detailliertere Fehlermeldungen generiert, die Ihnen bei der Suche nach der Ursache des Problems helfen können.

5.5. Kickstarts und Snippets

F:
Wie sieht die Verzeichnisstruktur für Kickstarts aus?
A:
Der basispfad, unter dem Kickstart-Dateien gespeichert werden, ist /var/lib/rhn/kickstarts/. In diesem Verzeichnis befinden sich Raw-Kickstarts in dem Unterverzeichnis upload, während sich die per Assistent generierten Kickstarts in dem Unterverzeichnis wizard befinden:
Raw-Kickstarts: /var/lib/rhn/kickstarts/upload/$profile_name--$org_id.cfg
Assistenten-Kickstarts: /var/lib/rhn/kickstarts/wizard/$profile_name--$org_id.cfg
F:
Wie sieht die Verzeichnisstruktur für Cobbler-Snippets aus?
A:
Cobbler-Snippets werden unter /var/lib/rhn/kickstarts/snippets gespeichert. Cobbler greift über den symbolischen Link /var/lib/cobbler/snippets/spacewalk auf die Snippets zu.
Snippets:  /var/lib/rhn/kickstarts/snippets/$org_id/$snippet_name

Wichtig

RHN Satellite RPMs erwarten die Cobbler-Kickstart und Snippet-Verzeichnisse an ihren standardmäßigen Speicherorten, ändern Sie diese also nicht.

Anhang A. Versionsgeschichte

Versionsgeschichte
Version 4-2.2.4002013-10-31Rüdiger Landmann
Rebuild with publican 4.0.0
Version 4-2.2Wed Mar 6 2013Hedda Peters
Deutsche Übersetzung fertiggestellt
Version 4-2.1Thu Feb 21 2013Terry Chuang
Übersetzungsdateien synchronisiert mit XML-Quelldateien 4-2
Version 4-2Wed Sept 19 2012Dan Macpherson
Finale Zusammenstellung für 5.5
Version 4-1Thu Aug 9 2012Athene Chan
Staging zwecks Revision
Version 4-0Mon June 25 2012Athene Chan
Kapitel 1 und 2 aktualisiert für RHN Satellite 5.5
Kapitel 3 - 5 überarbeitet für RHN Satellite 5.5
BZ#787348 Fehlerhafte Cobbler-iptables-Zeile korrigiert
BZ#702529 Weitere Kickstart-Informationen hinzugefügt
BZ#797688 Cobbler-Boot-ISO wird nicht unterstützt
Version 3-0Thu May 31 2012Athene Chan
BZ#826803 - Zeichensetzung korrigiert in Abschnitt "Kickstarten eines Rechners" der en-US Sprachversion
Kleinere grammatikalische Änderungen in Kickstart-Abschnitt der en-US Sprachversion
Version 2-0Thu May 24 2012Athene Chan
BZ#783339 - Abschnitt "Provisioning - Suche und Bereinigung von Fehlern mit Taskomatic" neu strukturiert
BZ#783340 - "s390x" auf "IBM System z" aktualisiert
Version 1-3Mon Aug 15 2011Lana Brindley
Änderungen der z-Stream Release in y-Stream-Release eingebracht
Version 1-2Wed Jun 15 2011Lana Brindley
Vorbereitet für Übersetzung
Version 1-1Fri May 27 2011Lana Brindley
Änderungen von Übersetzern
Version 1-0Fri May 6, 2011Lana Brindley
Letzte Änderungen nach QE-Prüfung
Vorbereitet für Übersetzung
Version 0-8Thu May 5, 2011Lana Brindley
BZ#701822 - QE-Prüfung
Version 0-7Thu April 14, 2011Lana Brindley
Feedback nach technischer Überprüfung
Version 0-6Wed March 23, 2011Lana Brindley
Vorbereitung für technische Überprüfung
Version 0-5Tue March 22, 2011Lana Brindley
BZ#666435
BZ#666846
BZ#678080
BZ#682364
Version 0-4Tue March 22, 2011Lana Brindley
Suche und Bereinigung von Fehlern
Version 0-3Mon March 21, 2011Lana Brindley
Multiple Satellites
Version 0-2Thu March 17, 2011Lana Brindley
Einführung
Kickstart
Weiterführende Befehle
Restrukturierung einiger Kapitel
Version 0-1Wed Jan 5, 2011Lana Brindley
Neue Kapitelstruktur abgeschlossen
Version 0-0Tue Dec 21, 2010Lana Brindley
Erstellung eines neuen Dokuments aus dem ursprünglichen RHN Satellite Deployment-Handbuch.

Rechtlicher Hinweis

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