4.15. Virtualisierung (Maschinenübersetzung)

KVM unterstützt 5-stufiges Paging

Mit Red Hat Enterprise Linux 8 unterstützt die KVM-Virtualisierung die 5-stufige Paging-Funktion, die den physischen und virtuellen Adressraum, den die Host- und Gastsysteme nutzen können, erheblich erweitert.

(BZ#1485229)

KVM unterstützt UMIP in RHEL 8

Die KVM-Virtualisierung unterstützt nun die Funktion User-Mode Instruction Prevention (UMIP), die verhindern kann, dass Benutzerraumanwendungen auf systemweite Einstellungen zugreifen. Dies reduziert die potenziellen Vektoren für Privilegien-Eskalationsangriffe und macht so den KVM-Hypervisor und seine Gastmaschinen sicherer.

(BZ#1494651)

Zusätzliche Informationen in KVM-Gast Crash-Berichten

Die Absturzinformationen, die der KVM-Hypervisor erzeugt, wenn ein Gast unerwartet beendet oder nicht mehr reagiert, wurden erweitert. Dies erleichtert die Diagnose und Behebung von Problemen in KVM-Virtualisierungsimplementierungen.

(BZ#1508139)

qemu-kvm 2.12 in RHEL 8

Red Hat Enterprise Linux 8 wird mit 2qemu-kvm.12 ausgeliefert. Diese Version behebt mehrere Fehler und bietet eine Reihe von Verbesserungen gegenüber der Version 1.5.3, die in Red Hat Enterprise Linux 7 verfügbar ist.

Insbesondere wurden die folgenden Funktionen eingeführt:

  • Q35 Gastmaschine Typ
  • UEFI Gastboot
  • NUMA-Tuning und Pinning im Gast
  • vCPU hot plug und hot unplugging
  • gast I/O Threading

Beachten Sie, dass einige der in 2qemu-kvm.12 verfügbaren Funktionen von Red Hat Enterprise Linux 8 nicht unterstützt werden. Detaillierte Informationen finden Sie unter "Funktionsunterstützung und Einschränkungen bei der RHEL 8-Virtualisierung" im Red Hat Kundenportal.

(BZ#1559240)

NVIDIA vGPU ist jetzt kompatibel mit der VNC-Konsole

Bei Verwendung der NVIDIA Virtual GPU (vGPU) Funktion ist es nun möglich, über die VNC-Konsole die visuelle Ausgabe des Gastes anzuzeigen.

(BZ#1497911)

Ceph wird durch Virtualisierung unterstützt

Mit diesem Update wird der Ceph-Speicher durch KVM-Virtualisierung auf allen von Red Hat unterstützten CPU-Architekturen unterstützt.

(BZ#1578855)

Der Q35-Maschinentyp wird nun durch Virtualisierung unterstützt

Red hat Enterprise Linux 8 stellt die Unterstützung für Q35 vor, einen moderneren PCI Express-basierten Maschinentyp. Dies bietet eine Vielzahl von Verbesserungen in den Funktionen und der Leistung virtueller Geräte und stellt sicher, dass eine größere Bandbreite moderner Geräte mit der Virtualisierung kompatibel ist. Darüber hinaus sind virtuelle Maschinen, die in Red Hat Enterprise Linux 8 erstellt wurden, standardmäßig auf Q35 eingestellt.

Beachten Sie auch, dass der zuvor voreingestellte PC-Maschinentyp veraltet ist und nur noch bei der Virtualisierung älterer Betriebssysteme verwendet werden sollte, die Q35 nicht unterstützen.

(BZ#1599777)

Interaktiver Bootloader für virtuelle Maschinen auf IBM Z

Beim Booten einer virtuellen Maschine (VM) auf einem IBM Z-Host präsentiert die QEMU-Bootloader-Firmware nun eine interaktive Konsolenschnittstelle. Dies ermöglicht es, Probleme beim Booten des Gastbetriebssystems ohne Zugriff auf die Host-Umgebung zu beheben.

(BZ#1508137)

QEMU Sandboxing wurde hinzugefügt

In Red Hat Enterprise Linux 8 führt der QEMU-Emulator die Sandboxing-Funktion ein. QEMU Sandboxing bietet konfigurierbare Einschränkungen für die Leistung von QEMU-Systemen und macht so virtuelle Maschinen sicherer. Beachten Sie, dass diese Funktion aktiviert und standardmäßig konfiguriert ist.

(JIRA:RHELPLAN-10628)

GFNI und CLDEMOT Befehlssätze für Intel Xeon SnowRidge aktiviert

Virtuelle Maschinen (VMs), die auf einem RHEL 8-Host auf einem Intel Xeon SnowRidge-System laufen, können nun die Befehlssätze GFNI und CLDEMOT verwenden. Dies kann in bestimmten Szenarien die Performance solcher VMs deutlich erhöhen.

(BZ#1494705)

Ein VFIO-basierter Blocktreiber für NVMe-Geräte wurde hinzugefügt

Der QEMU-Emulator stellt einen VFIO-basierten Treiber für nichtflüchtige Speicher-Express (NVMe)-Geräte vor. Der Treiber kommuniziert direkt mit NVMe-Geräten, die an virtuelle Maschinen (VMs) angeschlossen sind, und vermeidet die Verwendung der Kernelsystemschicht und ihrer NVMe-Treiber. Dadurch wird die Leistung von NVMe-Geräten in virtuellen Maschinen verbessert.

(BZ#1519004)

Verbesserte Unterstützung für große Seiten

Bei Verwendung von RHEL 8 als Virtualisierungshost können Benutzer die Größe der Seiten, die den Speicher einer virtuellen Maschine (VM) zurücksetzen, auf jede Größe ändern, die von der CPU unterstützt wird. Dies kann die Performance der VM deutlich verbessern.

Um die Größe der VM-Speicherseiten zu konfigurieren, bearbeiten Sie die XML-Konfiguration der VM und fügen Sie das Element <hugepages> dem Abschnitt <memoryBacking> hinzu.

(JIRA:RHELPLAN-14607)