3.6. RAID und andere Festplattengeräte

Einige Speichertechnologien erfordern für den Einsatz mit Red Hat Enterprise Linux besondere Überlegungen. Generell ist es wichtig zu verstehen, wie diese Technologien konfiguriert werden, wie sich diese für Red Hat Enterprise Linux darstellen und wie die Unterstützung für diese Technologien sich zwischen den Hauptreleases verändert hat.

3.6.1. Hardware-RAID

RAID (Redundant Array of Independent Disks) ermöglicht es einem Verbund von Laufwerken (auch Array genannt), wie ein einzelnes Gerät zu agieren. Konfigurieren Sie alle RAID-Funktionen, die vom Mainboard Ihres Rechners oder angeschlossenen Controller-Karten zur Verfügung gestellt werden, bevor Sie mit dem Installationsvorgang beginnen. Jedes aktive RAID-Array erscheint in Red Hat Enterprise Linux als ein Laufwerk.

3.6.2. Software-RAID

Auf Systemen mit mehr als einer Festplatte können Sie das Red Hat Enterprise Linux-Installationsprogramm dazu verwenden, mehrere der Festplatten als ein Linux-Software-RAID-Array zu betreiben. Bei einem Software-RAID-Array werden RAID-Funktionen vom Betriebssystem gesteuert, nicht von dedizierter Hardware. Diese Funktionen werden detailliert in Abschnitt 6.10.4, »Manuelle Partitionierung« erläutert.

3.6.3. USB-Datenträger

Sie können externen USB-Speicher anschließen und konfigurieren, sobald die Installation abgeschlossen ist. Die meisten dieser Geräte werden vom Kernel erkannt und sind dann bereit zum Einsatz.
Einige USB-Datenträger werden unter Umständen nicht vom Installationsprogramm erkannt. Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, diese Laufwerke zum Zeitpunkt der Installation zu konfigurieren, dann sollten Sie diese vom System trennen, um mögliche Probleme zu vermeiden.

3.6.4. Hinweise zu Intel BIOS RAID-Sets

Red Hat Enterprise Linux 7 verwendet mdraid zur Installation auf Intel BIOS RAID-Sets. Diese Sets werden während des Bootvorgangs automatisch erkannt und ihre Geräteknotenpfade können sich nach jedem Neustart unterscheiden. Aus diesem Grund funktionieren manuelle Änderungen in /etc/fstab, /etc/crypttab oder anderen Konfigurationsdateien, die auf Geräte anhand deren Geräteknotenpfade verweisen, in Red Hat Enterprise Linux 7 unter Umständen nicht. Sie sollten daher Geräteknotenpfade (wie z. B. /dev/sda) durch Dateisystemkennungen oder Geräte-UUIDs ersetzen. Die entsprechenden Dateisystemkennungen und Geräte-UUIDs finden Sie mithilfe des Befehls blkid heraus.

3.6.5. Hinweise zu Intel BIOS iSCSI-Remote-Boot

Falls Sie unter Verwendung von Intel iSCSI-Remote-Boot installieren, müssen alle angeschlossenen iSCSI-Speichergeräte deaktiviert sein. Andernfalls wird die Installation zwar erfolgreich abgeschlossen, das System wird jedoch nicht booten können.