Kapitel 13. Planen einer Installation auf IBM System z

13.1. Vor der Installation

Red Hat Enterprise Linux 7 läuft auf zEnterprise 196 oder höheren IBM Mainframe-Systemen.
Der Installationsvorgang setzt voraus, dass Sie mit dem IBM System z vertraut sind und Logische Partitionen (LPARs) und virtuelle z/VM-Gastmaschinen einrichten können. Werfen Sie einen Blick auf http://www.ibm.com/systems/z für zusätzliche Informationen zu System z.
Für die Installation von Red Hat Enterprise Linux auf System z unterstützt Red Hat sowohl DASD-Speichergeräte (Direct Access Storage Device) als auch FCP-Speichergeräte (Fiber Channel Protocol).
Bevor Sie Red Hat Enterprise Linux installieren, müssen Sie folgende Entscheidungen treffen:
  • Entscheiden Sie sich, ob Sie das Betriebssystem auf einer LPAR oder als z/VM-Gastbetriebssystem betreiben möchten.
  • Entscheiden Sie, ob Sie Swap benötigen und wenn ja, wie groß dieser sein muss. Obwohl es möglich (und empfehlenswert) ist, virtuellen z/VM-Maschinen genügend Speicher zuzuweisen und die z/VM das Swapping handhaben zu lassen, kann es Fälle geben, in denen das erforderliche RAM schwer absehbar ist. Solche Fälle sollte jeweils einzeln untersucht werden. Siehe auch Abschnitt 15.10.3.5, »Empfohlenes Partitionsschema«.
  • Entscheiden Sie sich für eine Netzwerkkonfiguration. Red Hat Enterprise Linux 7 für IBM System z unterstützt die folgenden Netzwerkgeräte:
    • Reale und virtuelle Open Systems Adapter (OSA)
    • Reale und virtuelle HiperSockets
    • LAN Channel Station (LCS) für reale OSA
Sie benötigen die folgende Hardware:
  • Speicherplatz auf der Festplatte. Berechnen Sie, wie viel Speicherplatz Sie benötigen und weisen Sie ausreichend Platz auf DASDs [2] oder SCSI [3] Festplatten zu. Sie benötigen mindestens 2 GB für Serverinstallationen und mindestens 5 GB, um alle Pakete zu installieren. Sie benötigen weiterhin Speicherplatz für jegliche Anwendungsdaten. Nach der Installation können weitere DASD- oder SCSI-Festplattenpartitionen bei Bedarf hinzugefügt oder gelöscht werden.
    Der Platz auf der Festplatte, der von dem neu installierten Red Hat Enterprise Linux-System (der Linux-Instanz) verwendet wird, muss separat von dem Festplattenspeicher sein, der von anderen Betriebssystemen verwendet wird, die Sie möglicherweise auf Ihrem Rechner installiert haben.
    Weitere Informationen zur Konfiguration von Festplatten und Partitionen finden Sie in Abschnitt 15.10.3.5, »Empfohlenes Partitionsschema«.
  • RAM. Ihre Linux-Instanz sollte über 1 GB RAM (empfohlen) verfügen. Mit etwas Leistungsoptimierung läuft eine Instanz unter Umständen auch mit nur 512 MB RAM.


[2] Direct Access Storage Devices (oder DASDs) sind Festplatten, die maximal drei Partitionen per DASD erlauben. dasda kann beispielsweise die Partitionen dasda1, dasda2 und dasda3 enthalten.
[3] Unter Verwendung des SCSI-over-Fibre-Channel-Gerätetreibers (zfcp-Gerätetreiber) und eines dedizierten Switch können SCSI-LUNs dem Linux-Gast unter System z so dargestellt werden, als wären sie lokal angehängte SCSI-Laufwerke.