Kapitel 7. Virtualisierung

Erhöhung der maximalen Anzahl von vCPUs in KVM

Die maximal unterstützte Anzahl an virtuellen CPUs (vCPUs) in einem KVM-Gast wurde auf 240 erhöht. Dies erhöht die Anzahl virtueller Recheneinheiten, die ein Benutzer einem Gast zuweisen kann und verbessert somit das Leistungspotenzial.

Unterstützung für neue Intel Core Instruktionen der 5ten Generation in QEMU-, KVM- und libvirt-API

Bei Red Hat Enterprise Linux 7.1 wurde dem QEMU-Hypervisor, dem KVM-Kernelcode und der libvirt-API Unterstützung für neue Intel Core Prozessoren hinzugefügt. Dies ermöglicht KVM-Gästen die Verwendung der folgenden Instruktionen und Features: ADCX, ADOX, RDSFEED, PREFETCHW und Supervisor Mode Access Prevention (SMAP).

USB 3.0 Unterstützung für KVM-Gäste

Red Hat Enterprise Linux 7.1 bietet verbesserte USB-Unterstützung, indem USB 3.0 Hostadapter (xHCI) Emulation als Technologievorschau hinzugefügt wird.

Kompression für den Befehl dump-guest-memory

Bei Red Hat Enterprise Linux 7.1 unterstützt der Befehl dump-guest-memory Crash-Dump-Kompression. Dies ermöglicht es Benutzern, die den Befehl virsh dump nicht verwenden können, weniger Festplattenplatz für Gast-Crash-Dumps aufzuwenden. Außerdem kostet das häufige Speichern eines komprimierten Gast-Crash-Dumps weniger Zeit als das Speichern eines nicht komprimierten.

Open Virtual Machine Firmware

Die Open Virtual Machine Firmware (OVMF) ist als eine Technologievorschau in Red Hat Enterprise Linux 7.1 verfügbar. OVMF ist eine sichere UEFI-Boot-Umgebung für Gäste in AMD64 und Intel 64.

Leistungsverbesserungen des Netzwerks bei Hyper-V

Mehrere neue Features des Hyper-V Netzwerktreibers werden unterstützt, um die Leistung des Netzwerks zu verbessern. Zum Beispiel werden jetzt Receive-Side Scaling, Large Send Offload, Scatter/Gather I/O unterstützt und der Netzwerkdurchlauf ist erhöht.

hypervfcopyd in hyperv-daemons

Der hypervfcopyd-Daemon wurde den hyperv-daemons-Paketen hinzugefügt. hypervfcopyd ist eine Implementierung der Dateikopierdienstfunktionalität für Linux-Gäste, die auf einem Hyper-V 2012 R2 Host laufen. Er gestattet es dem Host, eine Datei zum Linux-Gast zu kopieren (über VMBUS).

Neue Features in libguestfs

Red Hat Enterprise Linux 7.1 stellt eine Reihe neuer Features in libguestfs vor, einen Satz von Tools für den Zugriff und das Bearbeiten von Festplattenimages virtueller Maschinen.
Neue Tools
  • virt-builder – ein neues Tool für das Erstellen von Festplattenimages virtueller Maschinen. Verwenden Sie virt-builder, um auf schnelle und sichere Weise benutzerdefinierte Gäste zu erstellen.
  • virt-customize – ein neues Tool für das Anpassen von Festplattenimages virtueller Maschinen. Verwenden Sie virt-customize zur Installation von Paketen, für die Bearbeitung von Konfigurationsdateien, die Ausführung von Skripten und die Einstellung von Passwörtern.
  • virt-diff – ein neues Tool zur Darstellung der Unterschiede zwischen den Dateisystemen zweier virtueller Maschinen. Verwenden Sie virt-diff für das einfache Auffinden von Dateien, die zwischen zwei Snapshots verändert wurden.
  • virt-log – ein neues Tool für das Auflisten von Protokolldateien von Gästen. Das Tool virt-log unterstützt eine Vielfalt an Gästen, darunter traditionelles Linux, Journal verwendendes Linux und das Windows-Ereignisprotokoll.
  • virt-v2v – ein neues Tool für die Umwandlung von Gästen eines fremden Hypervisors für den Betrieb in KVM, verwaltet durch libvirt, OpenStack, oVirt, Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) und mehrere andere Ziele. Derzeit kann virt-v2v Red Hat Enterprise Linux und Windows-Gäste konvertieren, die auf Xen und VMware ESX laufen.

Flight Recorder Tracing

Support for flight recorder tracing has been introduced in Red Hat Enterprise Linux 7.1. Flight recorder tracing uses SystemTap to automatically capture qemu-kvm data as long as the guest machine is running. This provides an additional avenue for investigating qemu-kvm problems, more flexible than qemu-kvm core dumps.
Detaillierte Anleitungen zur Konfiguration und Verwendung des Flight Recorder Tracings finden Sie im Virtualization Deployment and Administration Guide.

RDMA-based Migration of Live Guests

The support for Remote Direct Memory Access (RDMA)-based migration has been added to libvirt. As a result, it is now possible to use the new rdma:// migration URI to request migration over RDMA, which allows for significantly shorter live migration of large guests. Note that prior to using RDMA-based migration, RDMA has to be configured and libvirt has to be set up to use it.