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Kapitel 6. Kernel
Unterstützung für Ceph-Blockgeräte
Die Module
libceph.ko und rbd.ko wurden zum Red Hat Enterprise Linux 7.1 Kernel hinzugefügt. Diese RBD-Kernel-Module ermöglichen es einem Linux-Host, ein Ceph-Blockgerät als ein reguläres Festplattengerät zu sehen, das in einem Verzeichnis eingehängt und mit einem standardmäßigen Dateisystem wie z. B. XFS oder ext4 formatiert werden kann.
Beachten Sie, dass das CephFS-Modul
ceph.ko derzeit in Red Hat Enterprise Linux 7.1 nicht unterstützt wird.
Nebenläufige Flash-MCL-Updates
Microcode Level Upgrades (MCL) sind in Red Hat Enterprise Linux 7.1 auf der IBM System z Architektur aktiviert. Diese Upgrades können angewendet werden ohne Auswirkungen auf I/O-Operationen des Flash-Speichermediums, während Benutzer über das geänderte Flash-Hardware-Servicelevel informiert werden.
Dynamisches Kernel-Patching
Red Hat Enterprise Linux 7.1 führt kpatch, ein dynamisches Kernel-Patch-Dienstprogramm, als Technologievorschau ein. Das kpatch-Dienstprogramm ermöglicht Benutzern das Verwalten einer Sammlung von binären Kernel-Patches, die dazu genutzt werden können, den Kernel dynamisch zu patchen ohne Neustart. Beachten Sie, dass kpatch nur auf AMD64 und Intel 64 Architekturen unterstützt wird.
Crashkernel mit mehr als 1 CPU
Red Hat Enterprise Linux 7.1 ermöglicht das Booten von Crashkernel mit mehr als einer CPU. Diese Funktion wird als Technologievorschau unterstützt.
dm-era-Ziel
Red Hat Enterprise Linux 7.1 führt das dm-era Device-Mapper-Ziel als Technolgievorschau ein. dm-era beobachtet, welche Blöcke innerhalb eines benutzerdefinierten Zeitraums, genannt "Ära", geschrieben wurden. Jede Ära-Zielinstanz führt die aktuelle Ära als gleichmäßig fortlaufenden 32-Bit-Zähler. Dieses Ziel ermöglicht es Backup-Software nachzuverfolgen, welche Blöcke seit dem letzten Backup verändert wurden. Es ermöglicht auch eine teilweise Invalidierung von Cache-Inhalten, um die Cache-Kohärenz nach dem Zurücksetzen auf einen Anbieter-Snapshot wiederherzustellen. Das dm-era-Ziel wird voraussichtlich in erster Linie mit dem dm-cache-Ziel verknüpft.
Cisco VIC Kernel-Treiber
Der Cisco VIC Infiniband Kernel-Treiber wurde zu Red Hat Enterprise Linux 7.1 als Technologievorschau hinzugefügt. Dieser Treiber ermöglicht die Verwendung von Remote Directory Memory Access (RDMA)-ähnlichen Semantiken auf proprietären Cisco-Architekturen.
Verbesserte Entropie-Verwaltung in hwrng
Die Unterstützung für den paravirtualisierten Hardware-RNG (hwrng) für Linux-Gäste per virtio-rng wurde in Red Hat Enterprise Linux 7.1 verbessert. Bislang musste der
rngd-Daemon innerhalb des Gasts gestartet und an den Entropie-Pool des Gast-Kernels verwiesen werden. In Red Hat Enterprise Linux 7.1 ist dieser manuelle Schritt nicht mehr nötig. Ein neuer khwrngd-Thread sammelt Entropie vom virtio-rng-Gerät, falls die Gast-Entropie unter einen bestimmten Wert sinkt. Dass dieser Prozess transparent gemacht wurde, hilft allen Red Hat Enterprise Linux Gästen dabei, die verbesserten Sicherheitsvorteile zu nutzen, die der paravirtualisierte Hardware-RNG von KVM-Hosts mit sich bringt.
Verbesserung an der Leistung der Scheduler-Lastverteilung
Bislang führte der Scheduler-Lastverteilungs-Code die Lastverteilung für alle untätigen CPUs aus. In Red Hat Enterprise Linux 7.1 erfolgt die Lastverteilung auf untätige CPUs nur dann, wenn die CPU für die Lastverteilung fällig ist. Dieses neue Verhalten reduziert die Lastverteilung auf CPUs, die nicht untätig sind, und reduziert somit die Menge an unnötiger Arbeit für den Scheduler, dessen Leistung sich infolgedessen verbessert.
Verbesserte newidle-Balance im Scheduler
Das Verhalten des Schedulers wurde geändert, sodass er nicht länger im
newidle-Balance-Code nach ausführbaren Tasks sucht, was zu verbesserter Leistung führt.
HugeTLB unterstützt 1 GB Huge-Page-Zuweisung pro Knoten
Red Hat Enterprise Linux 7.1 enthält nun Unterstützung für die Zuweisung sehr großer Speicherseiten zur Laufzeit, wodurch die Benutzer von 1 GB
hugetlbfs angeben können, auf welchem NUMA-Knoten (Non-Uniform Memory Access) die 1 GB zur Laufzeit zugewiesen werden sollen.
Neuer MCS-basierter Sperrmechanismus
Red Hat Enterprise Linux 7.1 führt einen neuen Sperrmechanismus namens MCS-Sperren ein. Dieser neue Sperrmechanismus verringert deutlich den
spinlock-Overhead in großen Systemen, wodurch spinlocks im Allgemeinen effizienter in Red Hat Enterprise Linux 7.1 arbeitet.
Prozessstapelgröße erhöht von 8 KB auf 16 KB
Ab Red Hat Enterprise Linux 7.1 wurde die Größe des Kernel-Prozessstapels erhöht von 8 KB auf 16 KB, um großen Prozessen zu helfen, die Stapelplatz benötigen.
uprobe- und uretprobe-Features aktiviert in perf und systemtap
In Red Hat Enterprise Linux 7.1 funktionieren die
uprobe- und uretprobe-Features ordnungsgemäß mit dem perf-Befehl und dem systemtap-Skript.
End-To-End-Datenkonsistenzprüfung
End-To-End-Datenkonsistenzprüfung auf IBM System z wird vollständig unterstützt in Red Hat Enterprise Linux 7.1. Dies verbessert die Datenintegrität und verhindert die Beschädigung und den Verlust von Daten effektiver als bisher.
DRBG auf 32-Bit-Systemen
In Red Hat Enterprise Linux 7.1 wurde der Deterministic Random Bit Generator (DRBG) aktualisiert und funktioniert nun auch auf 32-Bit-Systemen.
Unterstützung für große Crashkernel-Größen
The Kdump kernel crash dumping mechanism on systems with large memory, that is up to the Red Hat Enterprise Linux 7.1 maximum memory supported limit of 6TB, has become fully supported in Red Hat Enterprise Linux 7.1.

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