Red Hat Training

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Kapitel 6. Speicher

LIO Kernel-Zieluntersystem

Red Hat Enterprise Linux 7.0 verwendet das LIO Kernel-Zieluntersystem, was das standardmäßige Open Source SCSI-Ziel für Blockspeicher ist, für alle der nachfolgend genannten Storage Fabrics: FCoE, iSCSI, iSER (Mellanox InfiniBand) und SRP (Mellanox InfiniBand).
Red Hat Enterpise Linux 6 nutzt tgtd, den SCSI-Zieldaemon, für Unterstützung von iSCSI-Zielen, und verwendet nur LIO, das Linux-Kernelziel, für Fibre-Channel over Ethernet (FCoE) Ziele mittels dem fcoe-target-utils Paket.
Die targetcli Shell bietet die allgemeine Verwaltungsplattform für das LIO Linux SCSI-Ziel.

Schnelle Blockgeräte als Cache für langsame Blockgeräte

In Red Hat Enterprise Linux 7.0 wird die Fähigkeit, schnelle Blockgeräte als Cache für langsamere Blockgeräte einzusetzen, als Technologievorschau eingeführt. Dieses Feature ermöglicht es einem PCIe SSD-Gerät, als Cache für Direct-Attached Storage (DAS) oder Storage Area Network (SAN) Storage zu agieren, wodurch die Dateisystemleistung erhöht wird.

LVM Cache

Red Hat Enterprise Linux 7.0 führt den LVM-Cache als Technologievorschau ein. Dieses Feature ermöglicht es Benutzern, logische Datenträger zu erstellen mit einem kleinen, schnellen Gerät als Cache für größere, langsamere Geräte. Werfen Sie einen Blick auf die lvm(8) Handbuchseite für Informationen über die Erstellung von logischen Cache-Datenträgern.
Beachten Sie, dass die folgenden Befehle auf logischen Cache-Datenträgern derzeit nicht zulässig sind:
  • pvmove: Jegliche logischen Cache-Datenträger werden übersprungen.
  • lvresize, lvreduce, lvextend: Logische Cache-Datenträger können derzeit nicht größenverändert werden.
  • vgsplit: Das Aufteilen einer Datenträgergruppe ist nicht zulässig, wenn sich darin logische Cache-Datenträger befinden.

Verwaltung von Storage Arrays mittels libStorageMgmt-API

Red Hat Enterprise Linux 7.0 führt die Verwaltung von Storage Arrays als Technologievorschau ein. libStorageMgmt ist eine Programmierschnittstelle unabhängig vom Storage Array. Sie liefert eine stabile und konsistente API, die es Entwicklern ermöglicht, befehlsorientiert verschiedene Storage Arrays zu verwalten und die bereitgestellten Features der Hardwarebeschleunigung zu nutzen. Systemadministratoren können es auch als Tool zur manuellen Speicherverwaltung und zur Automatisierung von Speicherverwaltungsaufgaben per Befehlszeile nutzen.

Unterstützung für LSI Synchro

Red Hat Enterprise Linux 7.0 enthält Code im megaraid_sas Treiber, um LSI Syncro CS HA-DAS-Treiber zu aktivieren. Der megaraid_sas Treiber wird für bereits aktivierte Adapter vollständig unterstützt, die Verwendung dieses Treibers für Syncro CS steht dagegen als Technologievorschau zur Verfügung. Support für diesen Adapter erhalten Sie direkt von LSI (Ihrem Systemintegrator) oder vom Systemanbieter. Benutzer, die Syncro CS auf Red Hat Enterprise Linux 7.0 einsetzen, werden dazu ermutigt, Red Hat und LSI ihr Feedback zu geben. Weitere Informationen über LSI Syncro CS Lösungen finden Sie unter http://www.lsi.com/products/shared-das/pages/default.aspx.

LVM-Programmierschnittstelle

Red Hat Enterprise Linux 7.0 stellt die neue LVM-Programmierschnittstelle als Technologievorschau zur Verfügung. Diese API wird dazu verwendet, um bestimmte Aspekte von LVM abzufragen und zu steuern.

DIF/DIX-Unterstützung

DIF/DIX ist ein neuer Zusatz zum SCSI-Standard und als Technologievorschau in Red Hat Enterprise Linux 7.0 enthalten. DIF/DIX erhöht die Größe des üblicherweise verwendeten 512-Byte-Festplattenblocks von 512 auf 520 Bytes, indem das Data Integrity Field (DIF) hinzugefügt wurde. Das DIF speichert den Prüfsummenwert für den Datenblock, der vom Host Bus Adapter (HBA) berechnet wird, wenn ein Schreibvorgang erfolgt. Das Speichergerät bestätigt anschließend die Prüfsumme und speichert sowohl die Daten als auch die Prüfsumme. Umgekehrt kann die Prüfsumme während eines Lesevorgangs vom Speichergerät und vom empfangenden HBA gelesen werden.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt über Blockgeräte mit aktiviertem DIF/DIX im Handbuch zur Speicherverwaltung.

Unterstützung für Parallel NFS

Parallel NFS (pNFS) ist ein Teil des NFS v4.1 Standards, der Clients den direkten und parallelen Zugriff auf Speichergeräte gestattet. Die pNFS-Architektur kann die Skalierbarkeit und Leistung von NFS-Servern für die üblichen Workloads verbessern.
pNFS definiert drei verschiedene Speicherprotokolle oder Layouts: Dateien, Objekte und Blöcke. Der Red Hat Enterprise Linux 7.0 Client unterstützt das Dateilayout vollständig und die Block- und Objektlayouts als Technologievorschau.
Weitere Informationen über pNFS finden Sie unter http://www.pnfs.com/.