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2.2.5. Sicherung des Apache HTTP-Server

Der Apache HTTP-Server ist einer der stabilsten und sichersten Dienste, die mit Red Hat Enterprise Linux ausgeliefert werden. Es gibt eine große Anzahl von Optionen und Methoden, um den Apache HTTP-Server zu sichern — zu viele, um sie hier im Detail zu beschreiben. Der folgende Abschnitt geht kurz auf die empfohlenen Verfahren beim Einsatz von Apache HTTP-Server ein.
Vergewissern Sie sich grundsätzlich, dass jegliche Skripte auf dem System auch wie beabsichtigt funktionieren, bevor sie in Produktion gegeben werden. Stellen Sie außerdem sicher, dass nur der Root-Benutzer Schreibberechtigungen für Verzeichnisse besitzt, die Skripte oder CGIs enthalten. Führen Sie dazu die folgenden Befehle als Root-Benutzer aus:
  1. chown root <directory_name>
  2. chmod 755 <directory_name>
Systemadministratoren sollten folgende Konfigurationsoptionen mit äußerster Sorgfalt verwenden (konfiguriert in /etc/httpd/conf/httpd.conf):
FollowSymLinks
Diese Direktive ist standardmäßig aktiviert, seien Sie also vorsichtig, wenn Sie symbolische Links zum Document-Root des Webservers erstellen. Es ist zum Beispiel keine gute Idee, einen symbolischen Link zu / anzugeben.
Indexes
Diese Direktive ist standardmäßig aktiviert, ist jedoch unter Umständen nicht wünschenswert. Wenn Sie nicht möchten, dass Benutzer Dateien auf dem Server durchsuchen, ist es sinnvoll, diese Direktive zu entfernen.
UserDir
Die UserDir-Direktive ist standardmäßig deaktiviert, da sie das Vorhandensein eines Benutzer-Accounts im System bestätigen kann. Wenn Sie das Durchsuchen von Verzeichnissen auf dem Server durch Benutzer erlauben möchten, sollten Sie die folgenden Direktiven verwenden:
UserDir enabled
UserDir disabled root
Diese Direktiven aktivieren das Durchsuchen von Verzeichnissen für alle Benutzerverzeichnisse außer /root. Wenn Sie Benutzer zu der Liste deaktivierter Accounts hinzufügen möchten, können Sie eine durch Leerstellen getrennte Liste der Benutzer in die Zeile UserDir disabled einfügen.

Wichtig

Entfernen Sie nicht die IncludesNoExec-Direktive. Standardmäßig kann das Modul Server-Side Includes (SSI) keine Befehle ausführen. Es wird davon abgeraten, diese Einstellungen zu ändern, außer wenn unbedingt notwendig, da dies einem Angreifer ermöglichen könnte, Befehle auf dem System auszuführen.