3.2. cpu

Das cpu-Subsystem disponiert CPU-Zugriff für Kontrollgruppen. Der Zugriff auf CPU-Ressourcen kann anhand der folgenden Parameter disponiert werden, wobei sich jeder in einer separaten Pseudodatei innerhalb des virtuellen Dateisystems der Kontrollgruppe befindet:
cpu.shares
beinhaltet einen ganzzahligen Wert, der einen relativen Anteil der CPU-Zeit bestimmt, der den Aufgaben in einer Kontrollgruppe zur Verfügung steht. Aufgaben in zwei Kontrollgruppen, bei denen cpu.shares auf 1 gesetzt ist, erhalten beispielsweise die gleiche CPU-Zeit. Aufgaben in einer Kontrollgruppe, bei der cpu.shares auf 2 gesetzt ist, erhalten die doppelte CPU-Zeit im Vergleich zu Aufgaben in einer Kontrollgruppe, bei denen cpu.shares auf 1 gesetzt ist.
cpu.rt_runtime_us
spezifiziert eine Zeitspanne in Mikrosekunden (µs, hier als "us" dargestellt) für die längste kontinuierliche Periode, in der die Aufgaben in einer Kontrollgruppe Zugriff auf CPU-Ressourcen besitzen. Das Einrichten dieser Grenze verhindert, dass Aufgaben in einer Kontrollgruppe CPU-Zeit für sich allein beanspruchen. Falls die Aufgaben in einer Kontrollgruppe in der Lage sein sollten, mindestens vier von fünf Sekunden auf CPU-Ressourcen zuzugreifen, setzen Sie cpu.rt_runtime_us auf 4000000 und cpu.rt_period_us auf 5000000.
cpu.rt_period_us
spezifiziert eine Zeitspanne in Mikrosekunden (µs, hier als "us" dargestellt), wie häufig der Zugriff einer Kontrollgruppe auf CPU-Ressourcen neu zugewiesen werden soll. Falls die Aufgaben in einer Kontrollgruppe in der Lage sein sollten, mindestens vier von fünf Sekunden auf CPU-Ressourcen zuzugreifen, setzen Sie cpu.rt_runtime_us auf 4000000 und cpu.rt_period_us auf 5000000.