31.2. VNC-Modi in Anaconda

Anaconda bietet zwei Modi der VNC-Installation. Der von Ihnen gewählte Modus hängt von der Netzwerkkonfiguration in Ihrer Umgebung ab.

31.2.1. Direkter Modus

VNC im direkten Modus in Anaconda bedeutet, dass der Client eine Verbindung initiiert zum VNC-Server, der in Anaconda läuft. Anaconda wird Ihnen mitteilen, wann diese Verbindung in dem VNC-Viewer initiiert werden muss. Der direkte Modus kann durch einen der folgenden Befehle aktiviert werden:
  • Geben Sie vnc als Boot-Parameter an.
  • Geben Sie den vnc-Befehl in der Kickstart-Datei an, die zur Installation verwendet wird.
Wenn Sie den VNC-Modus aktivieren, wird Anaconda die erste Stufe des Installationsprogramms ausführen und anschließend VNC starten, um das grafische Installationsprogramm auszuführen. Das Installationsprogramm wird auf der Konsole eine Meldung ausgeben im folgenden Format:
Running anaconda VERSION, the PRODUCT system installer - please wait...
Anaconda wird Ihnen auch die IP-Adresse und Displaynummer angeben, die Sie in Ihrem VNC-Viewer brauchen. An diesem Punkt müssen Sie den VNC-Viewer starten und mit dem Zielsystem verbinden, um mit der Installation fortzufahren. Der VNC-Viewer wird Ihnen Anaconda im grafischen Modus anzeigen.
Der direkte Modus hat einige Nachteile, unter anderem:
  • Erfordert visuellen Zugriff auf die Systemkonsole, um die IP-Adresse und den Port zu sehen, mit dem der VNC-Viewer verbunden werden soll.
  • Erfordert interaktiven Zugriff auf die Systemkonsole, um die erste Stufe des Installationsprogramms abzuschließen.
Wenn Sie aufgrund einer dieser Nachteile den direkten Modus für VNC in Anaconda nicht nutzen können, dann ist der Verbindungsmodus wahrscheinlich eher für Ihre Umgebung geeignet.