3.3. RAID und andere Datenträgerlaufwerke

Wichtig

Red Hat Enterprise Linux 6 verwendet mdraid anstelle von dmraid zur Installation auf Intel BIOS RAID-Sets. Diese Sets werden automatisch erkannt und Geräte mit Intel-ISW-Metadaten werden als mdraid anstatt dmraid erkannt. Beachten Sie bitte, dass die Geräte-Knoten-Namen von einem beliebigen Gerät unter mdraid sich von dem Geräte-Knoten-Namen unter dmraid unterscheidet. Aus diesem Grund sind spezielle Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, wenn Sie Systeme mit Intel BIOS RAID-Sets migrieren.
Lokale Modifikationen an /etc/fstab, /etc/crypttab oder an anderen Konfigurationsdateien, die auf Namen von Geräteknoten verweisen, funktionieren in Red Hat Enterprise Linux 6 nicht. Bevor Sie diese Dateien migrieren, müssen Sie sie derart bearbeiten, dass diese anhand der UUID anstelle des Geräteknotenpfads auf die Geräte verweisen. Mit Hilfe des blkid-Befehls können Sie die UUIDs der Geräte auf Ihrem System herausfinden.

3.3.1. Hardware-RAID

RAID, oder Redundant Array of Independent Disks, ermöglicht einem Verbund oder einem Array von Laufwerken, wie ein einzelnes Gerät zu agieren. Konfigurieren Sie alle vom Mainboard Ihres Computers oder angehängten Controller-Karten zur Verfügung gestellten RAID-Funktionen, bevor Sie mit dem Installationsprozess beginnen. Jedes aktive RAID-Array erscheint als ein Laufwerk innerhalb von Red Hat Enterprise Linux.
Auf Systemen mit mehr als einer Festplatte können Sie Red Hat Enterprise Linux so konfigurieren, dass mehrere dieser Festplatten als ein Linux-RAID-Verbund gehandhabt werden, ohne dass zusätzliche Hardware nötig wäre.