Kapitel 18. Planen einer Installation auf System z

18.1. Vor der Installation

Red Hat Enterprise Linux 6 läuft auf System z9 oder aktuelleren IBM Mainframe-Systemen.
Der Installationsprozess setzt voraus, dass Sie mit dem IBM System z vertraut sind und Logische Partitionen (LPARs) und virtuelle z/VM Gast-Maschinen einrichten können. Werfen Sie einen Blick auf http://www.ibm.com/systems/z für zusätzliche Informationen zu System z.
Bevor Sie Red Hat Enterprise Linux installieren, müssen Sie folgende Entscheidungen treffen:
  • Entscheiden Sie sich, ob Sie das Betriebssystem auf einer LPAR oder als ein z/VM Gast-Betriebssystem betreiben möchten.
  • Bestimmen Sie, ob Sie Swap benötigen und wenn ja, wie groß dieser sein muss. Obwohl es möglich (und empfohlen) ist, virtuellen z/VM Gast-Maschinen genügend Speicher zuzuweisen, und die z/VM das Swapping handhaben zu lassen, kann es Fälle geben, in denen das erforderliche RAM nicht abschätzbar ist. Solche Fälle sollte jeweils einzeln untersucht werden. Siehe auch Abschnitt 23.15.5, »Empfohlenes Partitionsschema«.
  • Entscheiden Sie sich für eine Netzwerkkonfiguration. Red Hat Enterprise Linux 6 für IBM System z unterstützt die folgenden Netzwerkgeräte:
    • Reelle und virtuelle Open Systems Adapter (OSA)
    • Reelle und virtuelle HiperSockets
    • LAN Channel Station (LCS) für reelle OSA
Sie benötigen die folgende Hardware:
  • Plattenspeicherplatz. Berechnen Sie, wie viel Plattenspeicherplatz sie benötigen und weisen Sie ausreichend Plattenspeicherplatz auf DASDs [8] oder SCSI[9]-Platten. Sie benötigen mindestens 2 GB für Server-Installationen und mindestens 5 GB, um alle Pakete zu installieren. Sie benötigen weiterhin Plattenspeicherplatz für jegliche Anwendungsdaten. Nach der Installation können weitere DASD- oder SCSI-Platten-Partitionen bei Bedarf hinzugefügt oder gelöscht werden.
    Der Platz auf der Festplatte, der von dem neu installierten Red Hat Enterprise Linux System verwendet wird (der Linux-Instanz), muss separat von dem Festplattenspeicher sein, der von anderen Betriebssystemen verwendet wird, die Sie möglicherweise auf Ihrem Rechner installiert haben.
    Weitere Informationen zur Konfiguration von Platten und Partitionen finden Sie unter Abschnitt 23.15.5, »Empfohlenes Partitionsschema«.
  • RAM. Besorgen Sie sich 1 GB (empfohlen) für die Linux-Instanz. Mit etwas Tuning läuft eine Instanz ggf. mit nur 512 MB RAM.


[8] Direct Access Storage Devices (oder DASDs) sind Festplatten, die maximal drei (3) Partitionen per DASD erlauben. dasda hat z.B. dasda1, dasda2 und dasda3.
[9] Unter Verwendung des SCSI-über-Fibre-Channel-Gerätetreibers (zFCP-Treiber) und einem dedizierten Switch können SCSI-LUNs dem Linux-Gast unter System z so dargestellt werden, als wären sie lokal angehängt SCSI-Laufwerke.