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Kapitel 21. Installationsphase 1: Konfiguration eines Netzwerkgeräts
Nach dem Booten des Kernels können Sie ein Netzwerkgerät mit Hilfe des Programms linuxrc konfigurieren. Dieses Netzwerkgerät wird für den Abschluss der Installation benötigt. Wenn Sie interaktiv (mit der Standard-Parameterdatei
generic.prm) installieren, müssen Sie einige Fragen zu Ihrem Netzwerk beantworten. Es ist ratsam, diese Daten in Form eines Datenblatts o.ä. bereit zu haben. Falls Sie diesen Schritt automatisieren möchten, geben Sie die Informationen für jede Option in Ihrer Parameterdatei oder CMS Konfigurationsdatei an.
Als Beispiel ist nachfolgend aufgeführt, wie ein OSA-Netzwerkadapter unter z/VM konfiguriert wird. Beim Start von linuxrc sehen Sie folgende Nachricht:
Starting the zSeries initrd to configure networking. Version is 1.2Starting udev...
Netzwerkgeräte werden aufgespürt und aufgelistet. Die Liste der Geräte hängt vom verwendeten Kernel-Parameter
cio_ignore ab. Falls keine Geräte aufgrund von cio_ignore wie im nachfolgend aufgeführten Beispiel gefunden werden, können Sie die Liste der ignorierten Geräte leeren. Beachten Sie bitte, das dies ggf. einige Zeit braucht und in einer langen Liste resultiert, falls viele Geräte vorhanden sind, wie beispielsweise auf einer LPAR.
Scanning for available network devices...Autodetection found 0 devices.Note: There is a device blacklist active! (Clearing might take long)c) clear blacklist, m) manual config, r) rescan, s) shell:cClearing device blacklist...Scanning for available network devices...Autodetection found 14 devices.NUM CARD CU CHPID TYPE DRIVER IF DEVICES1 OSA (QDIO) 1731/01 00 OSD qeth eth 0.0.f500,0.0.f501,0.0.f5022 OSA (QDIO) 1731/01 01 OSD qeth eth 0.0.f503,0.0.f504,0.0.f5053 OSA (QDIO) 1731/01 02 OSD qeth eth 0.0.1010,0.0.1011,0.0.10124 HiperSockets 1731/05 03 IQD qeth hsi 0.0.1013,0.0.1014,0.0.10155 OSA (QDIO) 1731/01 04 OSD qeth eth 0.0.1017,0.0.1018,0.0.10196 CTC adapter 3088/08 12 ? ctcm ctc 0.0.1000,0.0.10017 escon channel 3088/1f 12 ? ctcm ctc 0.0.1002,0.0.10038 ficon channel 3088/1e 12 ? ctcm ctc 0.0.1004,0.0.10059 OSA (QDIO) 1731/01 76 OSD qeth eth 0.0.f5f0,0.0.f5f1,0.0.f5f210 LCS OSA 3088/60 8a OSE lcs eth 0.0.1240,0.0.124111 HiperSockets 1731/05 fb IQD qeth hsi 0.0.8024,0.0.8025,0.0.802612 HiperSockets 1731/05 fc IQD qeth hsi 0.0.8124,0.0.8125,0.0.812613 HiperSockets 1731/05 fd IQD qeth hsi 0.0.8224,0.0.8225,0.0.822614 HiperSockets 1731/05 fe IQD qeth hsi 0.0.8324,0.0.8325,0.0.8326<num>) use config, m) manual config, r) rescan, s) shell:
Geben Sie die Zahl der Konfiguration an, die Sie verwenden möchten, zum Beispiel 9. Die Auswahl aus der Tabelle liefert dem Installer die Informationen zum Typ des Netzwerkgeräts und der Geräteadressen für dessen Sub-Channel. Alternativ können Sie m eingeben und mit der Eingabe des Netzwerktyps (qeth), den Lese-, den Schreib-, den Daten-Channels und des OSA-Ports fortfahren. Akzeptieren Sie Standardwerte, indem Sie die Eingabe drücken. Unter z/VM müssen Sie die Eingabe ggf. zweimal drücken.
m* NOTE: To enter default or empty values press enter twice. *Network type (qeth, lcs, ctc, ? for help). Default is qeth:qethRead,write,data channel (e.g. 0.0.0300,0.0.0301,0.0.0302 or ? for help).0.0.f5f0,0.0.f5f1,0.0.f5f2Portname (1..8 characters, or ? for help). Default is no portname:Relative port number for OSA (0, 1, or ? for help). Default is 0:Activating network device...Detected: OSA card in OSD mode, Gigabit Ethernet
Anschließend werden Fragen in Bezug auf Ihre Linux-Instanz angezeigt:
Hostname of your new Linux guest (FQDN e.g. s390.redhat.com or ? for help):host.subdomain.domainIPv4 address / IPv6 addr. (e.g. 10.0.0.2 / 2001:0DB8:: or ? for help)10.0.0.42IPv4 netmask or CIDR prefix (e.g. 255.255.255.0 or 1..32 or ? for help). Default is 255.0.0.0:24IPv4 address of your default gateway or ? for help:10.0.0.1Trying to reach gateway 10.0.0.1...IPv4 addresses of DNS servers (separated by colons ':' or ? for help):10.1.2.3:10.3.2.1Trying to reach DNS servers...DNS search domains (separated by colons ':' or ? for help):subdomain.domain:domainDASD range (e.g. 200-203,205 or ? for help). Default is autoprobing:eb1cActivated DASDs:0.0.eb1c(ECKD) dasda : active, blocksize: 4096, 1803060 blocks, 7043 MB
Wichtig
Der Installer erfordert die Definition von mindestens einem DASD. Ist nur eine reine SCSI-Installation erwünscht, geben Sie .
none ein. Dies entspricht den Anforderungen für einen definierten DASD-Parameter und resultiert gleichzeitig in einer reinen SCSI-Umgebung.
Falls Sie einen Fehler machen, wird dies entweder vom Dialog bemerkt und Sie werden aufgefordert, den Parameter erneut einzugeben. Alternativ können Sie später zurück navigieren, um den Dialog erneut zu starten:
Incorrect ... (<OPTION-NAME>):0) redo this parameter, 1) continue, 2) restart dialog, 3) halt, 4) shell
Wenn Sie den Dialog neu starten, werden Ihre zuvor gemachten Eingaben beibehalten:
Network type0) default is previous "qeth", 1) new value, ?) help
Am Ende der Konfiguration sehen Sie die Nachricht
Initial configuration completed:
Initial configuration completed.c) continue, p) parm file/configuration, n) network state, r) restart, s) shell
Sie können Ihre Netzwerkkonfiguration jetzt überprüfen, indem Sie n eingeben:
neth0 Link encap:Ethernet HWaddr 02:00:00:AB:C9:81inet addr:10.0.0.42 Bcast:10.0.0.255 Mask:255.255.255.0UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1492 Metric:1RX packets:64 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0TX packets:4 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0collisions:0 txqueuelen:1000RX bytes:3334 (3.2 KiB) TX bytes:336 (336.0 b)lo Link encap:Local Loopbackinet addr:127.0.0.1 Mask:255.0.0.0UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0collisions:0 txqueuelen:0RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:0 (0.0 b)Kernel IP routing tableDestination Gateway Genmask Flags Metric Ref Use Iface127.0.0.1 0.0.0.0 255.255.255.255 UH 0 0 0 lo10.0.0.0 0.0.0.0 255.255.255.0 U 0 0 0 eth00.0.0.0 10.0.0.1 0.0.0.0 UG 0 0 0 eth0c) continue, p) parm file/configuration, n) network state, r) restart, s) shell
Falls Sie etwas ändern möchten, geben Sie r ein, um den Dialog neu zu starten. Um die Parameter, die in einer Parameter- oder Konfigurationsdatei definiert wurden, oder interaktiv eingegeben wurden, geben Sie p ein. Sie können anschließend die Ausgabe von Ihrem Terminal kopieren und in einen Editor einfügen, um sie auf Platte auf Ihrem lokalen Arbeitsrechner zu speichern. Sie könne die Kopie als Vorlage für eine Parameter- oder Konfigurationsdatei für zukünftige Installationen verwenden:
pNETTYPE=qethIPADDR=10.0.0.42NETMASK=255.255.255.0GATEWAY=10.0.0.1HOSTNAME=host.subdomain.domainSUBCHANNELS=0.0.f5f0,0.0.f5f1,0.0.f5f2LAYER2=1MACADDR=02:00:00:AB:C9:81PORTNAME=OSAPORTDNS=10.1.2.3:10.3.2.1SEARCHDNS=subdomain.domain:domainDASD=eb1cc) continue, p) parm file/configuration, n) network state, r) restart, s) shell
Zur Erinnerung: Um etwas zu ändern, starten Sie den Dialog neu mit r. Falls abschließend alles in Ordnung ist, geben Sie c ein, um fortzufahren:
cStarting sshd to allow login over the network.Connect now to 10.0.0.42 and log in as user 'install' to start theinstallation.E.g. using: ssh -x install@10.0.0.42For VNC or text mode, disable X11 forwarding (recommended) with 'ssh -x'.For X11, enable X11 forwarding with 'ssh -X'.You may log in as the root user to start an interactive shell.
Die vorbereitende Netzwerkeinrichtung ist nun abgeschlossen und der Installer startet einen SSH-Daemon. Sie können sich in Ihre Linux-Instanz via SSH einloggen. Falls Sie
RUNKS=1 mit Kickstart und cmdline-Modus verwenden, startet linuxrc den Loader automatisch.
21.1. Eine Anmerkung zu Terminals
Während der Installation zeigt das Installtionsprogramm Meldungen auf einem Zeilenmodus-Terminal an. Dies ist das HMC Operating System Messages Applet, falls Sie unter LPAR installieren, oder einem 3270-Terminal, wenn Sie unter z/VM installieren.
Linuxrc bietet eine Rettungs-Shell mit dem Zeilenmodus-Terminal. Drücken Sie die Eingabe-Taste (zweimal unter z/VM), um die Shell zu starten. Sie können im Zeilenmodus-Terminal keine Anwendungen im Vollbildschirmmodus, wie den vi-Editor verwenden. Wechseln Sie zu Zeilenmodus-basierten Editoren, wie ed, ex oder sed, um diese Dateien, falls nötig, zu bearbeiten.
Bitte beachten Sie, dass Befehle, die lange laufen, ggf. nicht mit der Escape-Sequenz Strg+C unterbrochen werden können. Rufen Sie Befehle mit Optionen auf, die diese dazu veranlassen, rechtzeitig und von sich aus zurückzukehren. Die Shell im 3270-Terminal steht während des gesamten Installationsprozesses bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein Systemneustart erforderlich ist, zur Verfügung.
Sobald die Shell zur Verfügung gestellt wird, können Sie sie mit einem Fehlerlevel von Null beenden, um eine neue Shell-Instanz zu erhalten, die die alte ersetzt. Alternativ können Sie auch mit einem anderen Fehlerlevel als Null beenden, um ein Herunterfahren des Installationssystems zu erzwingen.
Verbinden Sie sich mit dem installierten System unter Verwendung des Benutzers
root, um eine Root-Shell zu erhalten, ohne den Installer automatisch zu starten. Zur Fehleranalyse sollten Sie sich ggf. mit mehreren SSH-Sitzungen verbinden.

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