26.3. Installations-Netzwerkparameter

Die folgenden Parameter können dazu verwendet werden, um das Netzwerk automatisch einzurichten und können entweder in der Parameterdatei oder der CMS-Konfigurationsdatei definiert werden. Die Parameter in diesem Abschnitt sind die einzigen Parameter, die auch in einer CMS-Konfigurationsdatei verwendet werden können. Alle anderen Parameter in anderen Abschnitten müssen in der Parameterdatei angegeben werden.
NETTYPE='type'
wobei type eine der folgenden Optionen sein muss: qeth, lcs oder ctc. Der Standardwert ist qeth.
Wählen Sie lcs für:
  • OSA-2 Ethernet/Token Ring
  • OSA-Express Fast Ethernet in Nicht-QDIO-Modus
  • OSA-Express High Speed Token Ring in Nicht-QDIO-Modus
  • Gigabit Ethernet in Nicht-QDIO-Modus
Wählen Sie qeth für:
  • OSA-Express Fast Ethernet
  • Gigabit Ethernet (inklusive 1000Base-T)
  • High Speed Token Ring
  • HiperSockets
  • ATM (mit Ethernet LAN-Emulation)
SUBCHANNELS='device_bus_IDs'
wobei bus_IDs eine durch Kommas getrennte List von zwei oder drei Geräte-BUS-IDs ist.
Liefert die erforderliche Geräte-BUS-IDs für diverse Netzwerkschnittstellen:
qeth: SUBCHANNELS='read_device_bus_id,write_device_bus_id,data_device_bus_id'
lcs or ctc: SUBCHANNELS='read_device_bus_id,write_device_bus_id'
Zum Beispiel (ein Sample qeth SUBCHANNEL Statement):
SUBCHANNELS='0.0.f5f0,0.0.f5f1,0.0.f5f2'
PORTNAME='osa_portname' , PORTNAME='lcs_portnumber'
Diese Variable unterstützt OSA-Geräte, die im qdio-Modus oder auch nicht im qdio-Modus arbeiten.
Bei der Verwendung des qdio-Modus (NETTYPE='qeth') ist osa_portname der auf dem OSA-Gerät angegebene Portname, wenn in qeth-Modus ausgeführt.
Bei der Verwendung des nicht-qdio-Modus (NETTYPE='lcs') wird lcs_portnumber verwendet, um die relative Port-Nummer als einen dezimalen Ganzzahlwert im Bereich von 0 bis 15.
PORTNO='portnumber'
Sie können entweder PORTNO='0' (um Port 0 zu verwenden) oder PORTNO='1' (um Port 1 von OSA-Features mit zwei Ports pro CHPID zu verwenden), zur CMS-Konfigurationsdatei hinzufügen, um zu verhindern, dass Sie zur Eingabe des Modus aufgefordert werden.
LAYER2='value'
Wobei value 0 oder 1 sein kann.
Verwenden Sie LAYER2='0', um ein OSA- oder HiperSockets-Gerät in Layer-3-Modus (NETTYPE='qeth') zu betreiben. Verwenden Sie LAYER2='1' für Layer-2-Modus. Für virtuelle Netzwerkgeräte unter z/VM müssen diese Einstellungen der Definition des GuestLAN oder VSWITCH entsprechen, mit denen das Gerät verbunden ist.
Um Netzwerkdienste wie DHCP zu verwenden, die auf Layer 2 betrieben werden (dem Data-Link-Layer oder seinem MAC-Sublayer), ist der Layer-2-Modus eine gute Wahl.
Der standardmäßige qeth-Gerätetreiber für OSA-Geräte ist nun der Layer-2-Modus. Um weiterhin den vorherigen standardmäßigen Layer-3-Modus zu verwenden, setzen Sie LAYER2='0' explizit.
VSWITCH='value'
Wobei value 0 oder 1 sein kann.
Geben Sie bei der Verwendung mit einem z/VM VSWITCH oder GuestLAN VSWITCH='1' an, oder VSWITCH='0' (oder auch überhaupt nichts), wenn Sie direkt angehängte reelle OSA oder direkt angehängte reelle HiperSockets verwenden.
MACADDR='MAC_address'
Verwenden Sie diesen Parameter optional zur Angabe der MAC-Adresse, wenn Sie LAYER2='1' und VSWITCH='0' angeben. Linux benötigt sechs durch Doppelpunkte getrennte Achterwerte und hexadezimale Ziffern in Kleinbuchstaben. Beachten Sie, dass sich dies von der z/VM-Notation unterscheidet und seien Sie deshalb vorsichtig beim Kopieren und Einfügen von Informationen von z/VM.
Bei der Angabe von LAYER2='1' und VSWITCH='1' müssen Sie MACADDR nicht angeben, da z/VM virtuellen Netzwerkgeräten in Layer-2-Modus eine eindeutige MAC-Adresse zuweist.
CTCPROT='value'
Wobei value 0, 1 oder 3 sein kann.
Definiert das CTC-Protokoll für NETTYPE='ctc'. Der Standardwert ist 0.
HOSTNAME='string'
Wobei string der Hostname der neu-installierten Linux-Instanz ist.
IPADDR='IP'
Wobei IP die IP-Adresse der neuen Linux Instanz ist.
NETMASK='netmask'
Wobei netmask die Netzmaske ist.
Die Netzmaske unterstützt die Syntax eines ganzzahligen Präfix (von 1 bis 32), wie in IPv4 Classless Interdomain Routing (CIDR) definiert. Sie können beispielsweise 24 anstelle von 255.255.255.0 oder 20 anstelle von 255.255.240.0 angeben.
GATEWAY='gw'
Wobei gw die Gateway-IP-Adresse für dieses Netzwerkgerät ist.
MTU='mtu'
Wobei mtu die Maximum Transmission Unit (MTU) für dieses Netzwerkgerät ist.
DNS='server1:server2:additional_server_terms:serverN'
Wobei 'server1:server2:additional_server_terms:serverN' eine durch Doppelpunkt getrennte Liste von DNS-Servern ist. Zum Beispiel:
DNS='10.1.2.3:10.3.2.1'
SEARCHDNS='domain1:domain2:additional_dns_terms:domainN'
Wobei 'domain1:domain2:additional_dns_terms:domainN' eine durch Doppelpunkt getrennte Liste von DNS-Servern ist. Zum Beispiel:
SEARCHDNS='subdomain.domain:domain'
Wenn Sie den DNS=-Parameter angeben, müssen Sie lediglich SEARCHDNS= definieren.
DASD=
Definiert das DASD oder die Reihe von DASDs, die für die Installation konfiguriert werden müssen. Werfen Sie einen Blick auf die dasd_mod Gerätetreiber Modul-Option, die im Kapitel zum DASD-Gerätetreiber in Linux auf System z. Gerätetreiber, Features und Befehle unter Red Hat Enterprise Linux 6.
Linuxrc unterstützt eine durch Kommas getrennte Liste von Geräte-BUS-IDs oder einer Reihe von Geräte-BUS-IDs mit den optionalen Attributen ro, diag, erplog und failfast. Optional können Sie die Geräte-BUS-IDs als Gerätenummern mit den vorangestellten Nullen entfernt abkürzen. Jegliche optionale Attribute sollten durch Kommas getrennt und in Klammern eingeschlossen sein. Optionale Attribute folgen einer Geräte-BUS-ID oder einer Reihe von Geräte-BUS-IDs.
Die einzige unterstützte globale Option ist autodetect. Sie unterstützt keine Spezifikationen von nicht-existierenden DASDs zur Reservierung von Kernel Gerätenamen für späteres Hinzufügen von DASDs. Verwenden Sie persistente Gerätenamen (z.B. /dev/disk/by-path/...), um das spätere transparente Hinzufügen von Platten zu ermöglichen. Andere Optionen wie probeonly, nopav oder nofcx werden von linuxrc nicht unterstützt.
Geben Sie nur die DASDs an, die Sie wirklich für die Installation Ihres Systems benötigen. Alle hier angegebenen nicht formatierten DASDs müssen später nach einer Bestätigung im Installer formatiert werden (siehe Abschnitt 23.6.1.1, »DASD Low-Level-Formatierung«). Fügen Sie beliebige Daten-DASDs, die nicht für das Root-Dateisystem oder die /boot-Partition benötigt werden nach Abschluss der Installation hinzu, wie unter Abschnitt 25.1.3.2, »DASDs, die nicht Teil des Root-Dateisystems sind« beschrieben.
Für ausschließliche FCP-Umgebungen legen Sie DASD='none' fest.
Zum Beispiel:
DASD='eb1c,0.0.a000-0.0.a003,eb10-eb14(diag),0.0.ab1c(ro:diag)'
FCP_n='device_bus_ID WWPN FCP_LUN'
Wobei:
  • n ist üblicherweise ein Ganzzahlwert (z.B. FCP_1 oder FCP_2), kann jedoch jeder beliebige String mit alphabetischen oder numerischen Buchstaben oder Unterstriche sein.
  • device_bus_ID definiert die Geräte-BUS-ID des FCP-Geräts, welches den host bus adapter (HBA) repräsentiert (z.B. 0.0.fc00 for device fc00).
  • WWPN ist der World-Wide-Port-Name, der für das Routing verwendet wird (oft in Verbindung mit Multipathing) und ist ein 16-ziffriger hexadezimaler Wert (z.B. 0x50050763050b073d).
  • FCP_LUN bezieht sich auf den Identifier des logischen Speicher-Units und wird als 16-ziffriger hexadezimaler Wert, der mit Nullen rechts aufgefüllt wird (z.B. 0x4020400100000000).
Diese Variablen können auf Systemen mit FCP-Geräten zur Aktivierung von FCP-LUNs, wie SCSI-Platten verwendet werden. Zusätzliche FCP-LUNs können während der Installation interaktiv oder mittels Kickstart-Datei aktiviert werden. Es existieren keine interaktive Fragen für FCP in linuxrc. Ein Beispielwert sieht in etwa dem Folgenden ähnlich:
FCP_1='0.0.fc00 0x50050763050b073d 0x4020400100000000'

Wichtig

Jeder der in den FCP-Parametern verwendeten Werte (z.B. FCP_1 oder FCP_2) sind Site-spezifisch und werden normalerweise vom FCP-Speicher-Administrator zur Verfügung gestellt.
Das Installationsprogramm fordert Sie zur Eingabe von allen Parametern auf, die nicht in der Parameter- oder Konfigurationsdateien angegeben sind, mit Ausnahme von FCP_n.