7.4. Aktivieren, Deaktivieren und Ausschließen von Cluster-Ressourcen

Neben dem Befehl pcs resource move, der in Abschnitt 7.1, »Manuelles Verlegen von Ressourcen im Cluster« beschrieben wird, gibt es eine Vielzahl anderer Befehle, die zur Steuerung des Verhaltens von Cluster-Ressourcen verwendet werden können.
Mithilfe des folgenden Befehls können Sie eine laufende Cluster-Ressource manuell stoppen und den Cluster daran hindern, diese wieder zu starten. Abhängig von der übrigen Konfiguration (Beschränkungen, Optionen, Ausfälle etc.) läuft die Ressource unter Umständen weiter. Falls Sie die Option --wait angeben, wartet pcs bis zu 30 Sekunden (oder „n“ Sekunden, wie festgelegt) auf den Stopp der Ressource und gibt anschließend 0 zurück, falls die Ressource gestoppt ist, oder 1, falls die Ressource nicht gestoppt wurde.
pcs resource disable resource_id [--wait[=n]]
Mithilfe des folgenden Befehls können Sie dem Cluster das Starten einer Ressource erlauben. Abhängig von der übrigen Konfiguration bleibt die Ressource unter Umständen gestoppt. Falls Sie die Option --wait angeben, wartet pcs bis zu 30 Sekunden (oder „n“ Sekunden, wie festgelegt) auf den Start der Ressource und gibt anschließend 0 zurück, falls die Ressource gestartet ist, oder 1, falls die Ressource nicht gestartet wurde.
pcs resource enable resource_id [--wait[=n]]
Verwenden Sie den folgenden Befehl, um eine Ressource daran zu hindern, auf dem angegebenen Knoten zu laufen bzw. auf dem aktuellen Knoten zu laufen, falls kein Knoten angegeben wird.
pcs resource ban resource_id [node]
Beachten Sie, dass die Ausführung des Befehls pcs resource ban der Ressource eine Beschränkung auferlegt, um diese daran zu hindern, auf dem angegebenen Knoten zu laufen. Wenn Sie den Befehl pcs resource clear ausführen, wird diese Beschränkung entfernt. Dadurch werden die Ressourcen nicht automatisch auf den angegebenen Knoten zurückverlegt; wo die Ressourcen zu diesem Zeitpunkt ausgeführt werden können, hängt von der ursprünglichen Konfiguration Ihrer Ressourcen ab. Informationen über Ressourcenbeschränkungen finden Sie in Kapitel 6, Ressourcenbeschränkungen.
pcs resource clear resource_id [node]
Sie können den Parameter debug-start des Befehls pcs resource verwenden, um eine angegebene Ressource zum Starten auf dem aktuellen Knoten zu zwingen, wobei die Cluster-Empfehlungen ignoriert werden und die Ausgabe vom Ressourcenstart angezeigt wird. Dies wird hauptsächlich zur Suche und Bereinigung von Programmfehlern in Ressourcen verwendet. Das Starten von Ressourcen auf einem Cluster wird fast ausschließlich von Pacemaker gehandhabt und nicht direkt mit einem pcs-Befehl. Falls Ihre Ressource nicht startet, liegt dies in der Regel an einer fehlerhaften Konfiguration der Ressource (was Sie im Systemprotokoll diagnostizieren können), an Beschränkungen, die die Ressource am Starten hindern, oder daran, dass die Ressource deaktiviert ist. Mithilfe dieses Befehls können Sie die Ressourcenkonfiguration testen, er sollte jedoch normalerweise nicht zum Starten von Ressourcen in einem Cluster verwendet werden.
Das Format des Befehls debug-start lautet wie folgt.
pcs resource debug-start resource_id