Kapitel 10. Speicher

udev-Regeln unterstützen zusätzliche Einhängepunkte und zulässige Einhängeoptionen

Mit udev-Regeln können nun zusätzliche Einhängepunkte und eine Liste zulässiger Einhängeoptionen angegeben werden. Der Systemadministrator kann eine angepasste Regel schreiben, um Einhängeoptionen für eine bestimmte Gruppe an Geräten zu erzwingen oder einzuschränken. Auf diese Weise können beispielsweise USB-Laufwerke stets schreibgeschützt eingehängt werden.

udisks unterstützt die globale Option noexec

Das udisks-Tool akzeptiert nun die globale Option noexec und kann diese auf allen Einhängepunkten unprivilegierter Benutzer erzwingen. Auf Arbeitsplatzrechnern kann die noexec-Option Benutzer davor bewahren, versehentlich bestimmte Applikationen auszuführen.

Die standardmäßige multipath-Konfigurationsdatei enthält nun eine integrierte Konfiguration für Dell MD36xxf Storage Arrays.

Bislang waren die Standardeinstellungen für Dell MD36xxf Storage Arrays nicht im Geräteabschnitt der standardmäßigen multipath-Konfigurationsdatei enthalten, was sich auf die Leistung dieser Arrays auswirkte. Diese Einstellungen sind nun in der Konfigurationsdatei enthalten.

Neue config_dir-Option in der multipath.conf-Datei

Benutzer waren nicht dazu in der Lage, ihre Konfiguration auf /etc/multipath.conf und andere Konfigurationsdateien aufzuteilen. Dies hinderte Benutzer daran, eine einzige Hauptkonfigurationsdatei für alle ihre Rechner anzulegen und die rechnerspezifischen Konfigurationsinformationen in separate Konfigurationsdateien für jeden Rechner auszulagern.
Zu diesem Zweck wurde die neue Option config_dir in der Datei multipath.config hinzugefügt. Benutzer müssen die Option config_dir ändern auf entweder einen leeren String oder einen vollständigen Verzeichnispfad. Wenn die Option nicht leer ist, wird Multipath alle .conf-Dateien in alphabetischer Reihenfolge lesen. Die Konfigurationen werden dann genauso angewendet, als seien diese in /etc/multipath.conf enthalten. Falls diese Änderung nicht vorgenommen wird, lautet config_dir standardmäßig /etc/multipath/conf.d.

lvchange -p korrigiert nun Kernel-interne Berechtigungen auf einem logischen Datenträger

Falls ein logischer Datenträger schreibgeschützt und aktiv ist, seine Metadaten jedoch angeben, dass er schreibbar sein sollte (diese Situation kann auftreten, falls die Konfigurationseinstellung activation/read_only_volume_list geändert wird), können Sie jetzt den Befehl lvchange --permission rw verwenden, um die aktive Kopie den Metadaten anzugleichen und den logischen Datenträger schreibbar zu machen. Das Ausführen des Befehl lvchange --refresh erreicht dasselbe, doch dieses neue Feature ist in einigen Fällen bequemer. Dieses Verfahren funktioniert auch im umgekehrten Fall: Der Befehl lvchange --permission r aktualisiert einen logischen Datenträger, der schreibgeschützt sein sollte. Informationen über den lvchange-Befehl finden Sie auf der man-Seite für lvchange(8).

multipathd hat zwei neue Konfigurationsoptionen delay_watch_checks und delay_wait_checks.

Falls ein Pfad nicht zuverlässig ist, weil die Verbindung wiederholt unterbrochen wird, versucht multipathd dennoch weiterhin, diesen Pfad zu verwenden. Die Zeitüberschreitung, bevor multipathd bemerkt, dass der Pfad nicht länger verfügbar ist, beträgt 300 Sekunden, was den Eindruck erwecken kann, multipathd habe sich aufgehängt. Um dies zu beheben, wurden zwei neue Konfigurationsoptionen hinzugefügt: delay_watch_checks und delay_wait_checks. Setzen Sie delay_watch_checks auf die Anzahl der Zyklen, die multipathd den Pfad beobachten soll, nachdem dieser verfügbar wird. Sollte der Pfad innerhalb des angegebenen Werts ausfallen, wird multipathd ihn nicht verwenden. multipathd beruft sich dann auf die Option delay_wait_checks, um die Anzahl der aufeinanderfolgenden Zyklen zu erhalten, die vergehen müssen, bis der Pfad wieder gültig wird. Dies verhindert, dass unzuverlässige Pfade sofort verwendet werden, sobald diese wieder verfügbar werden.

mdadm aktualisiert auf Upstream-Version 3.3.2

Die 3.3.2 Version von mdadm liefert eine Reihe von Fehlerbehebungen sowie unter anderem die folgenden Features: Automatische Neuerstellung von Arrays im Falle von ausgefallenen RAID-Datenträgern, RAID-Level-Migrationen, Fehlertoleranz beim Check-Pointing, SAS-SATA-Laufwerk-Roaming. Diese Features werden auf externen Metadatenformaten unterstützt und führen die Unterstützung von Intels RSTe SW Stack durch Red Hat fort.