Kapitel 4. Desktop

Kate merkt sich nun Druckeinstellungen

Bislang merkte sich der Kate-Texteditor keine Druckeinstellungen, weshalb Benutzer nach jedem Druckauftrag oder nach jeder Sitzung alle Einstellungen für »Header & Footer« und »Margin« neu festlegen mussten. Dieser Fehler wurde behoben und Kate merkt sich diese Druckeinstellungen nun wie erwartet.

Überarbeitung der iprutils-Pakete

Das iprutils-Paket wurde auf Upstream-Version 2.4.5 aktualisiert, was eine Reihe von Fehlerbehebungen und Verbesserungen gegenüber der vorherigen Version bietet. Insbesondere fügt diese Aktualisierung Unterstützung für das Berichten von Cache-Zugriffen auf dem Serial Attached SCSI (SAS) Plattengerät hinzu und beschleunigt die Array-Erstellung für ein Advanced Function (AF) Direct-Access Storage Device (DASD).

LibreOffice-Aktualisierung

Die libreoffice-Pakete wurden auf Upstream-Version 4.2.8.2 aktualisiert, was eine Reihe von Fehlerbehebungen und Verbesserungen gegenüber der vorherigen Version liefert, darunter:
  • OpenXML-Interoperabilität wurde verbessert.
  • Zusätzliche Statistikfunktionen wurden der Calc-Applikation hinzugefügt, wodurch die Interoperabilität mit Microsoft Excel und dessen Analysis ToolPak-Add-in verbessert wurde.
  • Es wurden verschiedene Performance-Verbesserungen in Calc implementiert.
  • Diese Aktualisierung fügt neue Import-Filter für den Import von Dateien aus Apple Keynote und Abiword hinzu.
  • Der Export-Filter für die MathML-Markup-Sprache wurde verbessert.
  • Diese Aktualisierung fügt einen neuen Start-Bildschirm hinzu, der Miniatur-Vorschaubilder aktuell geöffneter Dokumente beinhaltet.
  • Im Fenster zur Sortierung von Folien wird nun ein visueller Hinweis angezeigt für Folien mit Übergängen oder Animationen.
  • Diese Aktualisierung verbessert Trendlinien in Diagrammen.
  • LibreOffice unterstützt jetzt BCP 47 Sprach-Tags.
Eine vollständige Liste der mit diesem Upgrade gelieferten Fehlerbehebungen und Verbesserungen finden Sie unter https://wiki.documentfoundation.org/ReleaseNotes/4.2

Neues Paket: libgovirt

Das libgovirt-Paket wurde dieser Release von Red Hat Enterprise Linux hinzugefügt. Das libgovirt-Paket ist eine Bibliothek, die es dem remote-viewer-Tool gestattet, eine Verbindung mit den von oVirt und Red Hat Enterprise Virtualization verwalteten virtuellen Maschinen einzugehen.

dejavu-fonts aktualisiert auf Upstream-Version 2.33

Es wurde ein Upgrade der dejavu-fonts-Pakete auf Upstream-Version 2.33 durchgeführt, das eine Reihe von Fehlerbehebungen und Verbesserungen gegenüber der vorherigen Version bietet. Insbesondere fügt es eine Reihe neuer Zeichen und Symbole zu den unterstützten Schriftarten hinzu.

Neues Paket: scap-workbench für einfache SCAP-Prüfungen

SCAP Workbench ermöglicht die einfache Anpassung von Inhalten sowie die Prüfung einzelner Rechner mit SCAP. Durch die Integration von scap-security-guide-Inhalten stellt es eine sehr viel niedrigere Einstiegshürde dar. Vor dieser Aktualisierung enthielt Red Hat Enterprise Linux 6 die Pakete scap-security-guide und openscap, jedoch nicht das Paket scap-workbench. Ohne SCAP Workbench war für SCAP-Prüfungen die Befehlszeile notwendig, was fehleranfällig ist und für einige Benutzer ein Hindernis darstellt. SCAP Workbench ermöglicht es Benutzern, Ihre SCAP-Inhalte einfach anzupassen und Prüfungen auf einzelnen Rechnern durchzuführen.

virt-who unterstützt verschlüsselte Passwörter

Zum virt-who-Dienst wurde Unterstützung für verschlüsselte Passwörter hinzugefügt. Bislang wurden die Passwörter für externe Dienste in der Konfigurationsdatei als Klartext gespeichert. Jeder Benutzer mit Leseberechtigung konnte demnach diese Passwörter lesen. Diese Aktualisierung führt das Dienstprogramm virt-who-password ein, wodurch verschlüsselte Passwörter in der virt-who-Konfigurationsdatei gespeichert werden können. Durch diese Änderung sehen Benutzer, die die virt-who-Konfigurationsdatei öffnen, die Passwörter lediglich in ihrer verschlüsselten Form. Der root-Benutzer kann die Passwörter entschlüsseln.

virt-who unterstützt Offline-Modus

Der virt-who-Dienst kann nun die Beziehung zwischen physischen Host-Rechnern und virtuellen Gast-Rechnern melden, selbst wenn der Hypervisor offline ist, und benötigt für diese Operation demnach keine Verbindung zum Hypervisor mehr. Wenn der virt-who-Dienst sich beispielsweise aufgrund von Sicherheitsrichtlinien nicht mit dem Hypervisor verbinden kann, können Benutzer nun dennoch Informationen über die Host-Gast-Zuordnung erhalten, indem Sie den Befehl virt-who --print verwenden. Dieser Befehl gibt die Informationen aus, die in der Mapping-Datei gespeichert wurden, und sendet diese an den Subscription Manager.

virt-who unterstützt Host-Filterung

In dieser Aktualisierung führt der virt-who-Dienst ein Filterverfahren für die Subscription Manager Berichte ein. Benutzer können nun anhand ausgewählter Kriterien wählen, welche Hosts von virt-who angezeigt werden sollen, beispielsweise Hosts, die keine Red Hat Enterprise Linux Gäste ausführen, oder Hosts, die Gäste mit einer bestimmten Version von Red Hat Enterprise Linux ausführen.

turbostat unterstützt Intel Core Prozessoren der 6. Generation

Die turbostat-Applikation unterstützt nun Intel Core Prozessoren der 6. Generation.

virt-who unterstützt Cluster-Filterung

In dieser Aktualisierung führt der virt-who-Dienst ein Filterverfahren für die Subscription Manager Berichte ein. Benutzer können nun anhand ausgewählter Kriterien wählen, welche Cluster von virt-who angezeigt werden sollen, beispielsweise Hosts, die keine Red Hat Enterprise Linux Gäste ausführen, oder Hosts, die Gäste mit einer bestimmten Version von Red Hat Enterprise Linux ausführen.

virt-who unterstützt Filterung von nicht-RHEL-Hypervisors

In Situationen, in denen es nicht notwendig ist, über alle Hypervisors zu berichten – beispielsweise bei solchen ohne zugehörige Red Hat Enterprise Linux Gäste – kann virt-who nun die angegebenen Hypervisors herausfiltern.

Unterstützung für Transliteration von Lateinisch nach US-ASCII

Vor dieser Aktualisierung unterstützte icu in Red Hat Enterprise Linux 6 nicht die Transliteration vom lateinischen in den US-ASCII-Zeichenmodus in der Funktion transliterator_transliterate(). Infolgedessen war es einem Benutzer beispielsweise nicht einfach möglich, nicht-ASCII-Zeichen aus PHP-Code-Zeichenfolgen zu entfernen. Durch diese Aktualisierung kann der Benutzer transliterator_transliterate() verwenden, um lateinische Zeichen in US-ASCII-Zeichen zu übertragen.