Kapitel 2. Installation

Komprimierungsformat für die initrd.img-Datei

In Red Hat Enterprise Linux 6.2 wurde das für die initrd.img-Datei verwendete Komprimierungsformat geändert. Das Image wird nun mithilfe von LZMA statt Gzip komprimiert.

Um ein Image zu dekomprimieren, verwenden Sie den Befehl xz -d. Zum Beispiel:
~]# xz -dc initrd.img | cpio -id
Um ein Image zu komprimieren, verwenden Sie den Befehl xz -9 --format=lzma. Zum Beispiel:
~]# find . | cpio -c -o | xz -9 --format=lzma > initrd.img
Support für Geräteidentifikation mittels WWIDs während der Installation

Fibre Channel und Serial Attach SCSI (SAS) Geräte können jetzt durch einen World Wide Name (WWN) oder einen World Wide Identifier (WWID) für unbediente Installationen bestimmt werden. WWN ist Teil des IEEE-Standards, der die Identifikation von Speichergeräten während der Installation leichter für Storage Area Networks (SAN) und andere fortgeschrittene Netzwerktopologien verwendende Nutzer macht. Wird ein Speichergerät mittels mehrerer physischer Pfade für Redundanz und bessere Performance an einen Server angehängt, so genügt WWN eines beliebigen Pfades zur Identifikation des Geräts.

Erste ramdisk-Datei

Die erste ramdisk-Datei auf 64-bit PowerPC und 64-bit IBM POWER Series Systemen heißt jetzt initrd.img. In früheren Releases hieß sie ramdisk.image.gz.

Support statischer IPv6-Adressen für Netzwerkinstallation

In Red Hat Enterprise Linux 6.2 kann eine statische IPv6-Adresse für die ipv6-Boot-Option für Netzwerkinstallationen festgelegt werden. Die festgelegte Adresse muss folgende Form besitzen:

<IPv6-Adresse>[/<Präfix-Länge>]
Ein Beispiel für eine gültige IPv6-Adresse wäre dann 3ffe:ffff:0:1::1/128. Wird der Präfix weggelassen, so wird der Wert 64 angenommen. Festlegen der statischen IPv6-Adresse für die ipv6-Boot-Option vervollständigt die bereits bestehenden dhcp- und auto-Parameter, die für die ipv6-Boot-Option festgelegt werden können.