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Red Hat Training

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1.4. Routing-Methoden

Red Hat Enterprise Linux verwendet Network Address Translation oder NAT-Routing für LVS, was dem Administrator eine hohe Flexibilität beim Einsetzen von verfügbarer Hardware und bei der Integration des LVS in ein vorhandenes Netzwerk einräumt.

1.4.1. NAT-Routing

Abbildung 1.3, »LVS Implemented with NAT Routing«, illustrates LVS utilizing NAT routing to move requests between the Internet and a private network.
LVS Implemented with NAT Routing

Abbildung 1.3. LVS Implemented with NAT Routing

In dem Beispiel existieren zwei NICs im aktiven LVS-Router. Die NIC für das Internet besitzt eine reale IP-Adresse auf eth0 und eine Floating-IP-Adresse, mit einem Alias zu eth0:1. Die NIC für die private Netzwerkschnittstelle besitzt eine reale IP-Adresse auf eth1 und eine Floating-IP-Adresse, mit einem Alias zu eth1:1. Bei einer Ausfallsicherung werden die virtuelle Schnittstelle in Richtung Internet, und die ins private Netz ausgerichtete virtuelle Schnittstelle gleichzeitig vom Backup-LVS-Router übernommen. Alle realen Server im privaten Netzwerk verwenden die Floating-IP für den NAT-Router als ihre standardmäßige Route, um mit dem aktiven LVS-Router zu kommunizieren, so dass ihre Fähigkeiten, auf Anfragen aus dem Internet zu reagieren, nicht beeinträchtigt werden.
In this example, the LVS router's public LVS floating IP address and private NAT floating IP address are aliased to two physical NICs. While it is possible to associate each floating IP address to its own physical device on the LVS router nodes, having more than two NICs is not a requirement.
Bei der Verwendung dieser Topologie erhält der aktive LVS-Router die Anfragen und routet sie an den entsprechenden Server weiter. Der reale Server verarbeitet anschließend die Anfrage und gibt die Pakete an den LVS-Router zurück. Der LVS-Router verwendet Network Address Translation, um die Adresse des realen Servers in den Paketen durch die öffentliche VIP-Adresse der LVS-Router zu ersetzen. Dieser Prozess wird als IP-Masquerading bezeichnet, da die tatsächlichen IP-Adressen der realen Server vor den anfragenden Clients versteckt wird.
Mit Hilfe von NAT-Routing können reale Server beliebige Rechner sein, auf denen eine Vielzahl an Betriebssystemen laufen. Der Hauptnachteil von NAT-Routing ist, dass der LVS-Router in größeren Einsatzszenarien zu einer Art Engpass werden kann, da er ausgehende und eingehende Anfragen verarbeiten muss.