1.5. Red Hat GFS

Red Hat GFS ist ein Cluster-Dateisystem, das einem Cluster aus Knoten ermöglicht, gleichzeitig auf ein Blockgerät zuzugreifen, welches von allen Knoten gemeinsam genutzt wird. GFS ist ein ursprüngliches Dateisystem, das eine direkte Schnittstelle zur VFS-Schicht der Dateisystem-Schnittstelle des Linux-Kernels bietet. GFS setzt verteilte Metadaten und mehrfache Journals für den optimalen Betrieb in einem Cluster ein. Um die Integrität des Dateisystems zu gewährleisten, verwendet GFS einen Lock-Manager, um I/O zu koordinieren. Wenn ein Knoten Daten auf einem GFS-Dateisystem ändert, wird diese Änderung umgehend ersichtlich für andere Cluster-Knoten, die dieses Dateisystem verwenden.
Indem Sie Red Hat GFS verwenden, können Sie eine maximale Laufzeit einer Applikation durch die folgenden Vorteile erreichen:
  • Vereinfachung Ihrer Daten-Infrastruktur
    • Installation und Fehlerbehebung von Applikationen für das gesamte Cluster.
    • Der Bedarf redundanter Kopien von Applikationsdaten (Duplikation) wird eliminiert.
    • Paralleler Lese-/Schreib-Zugriff auf Daten durch viele Clients wird ermöglicht.
    • Backup und Notfallsicherung wird vereinfacht (nur ein Dateisystem muss gesichert oder wiederhergestellt werden).
  • Die Verwendung von Speicherressourcen wird maximiert, was die Administrationskosten gleichzeitig minimiert.
    • Speicher kann als Ganzes verwaltet werden, anstatt pro Partition.
    • Verringerung der gesamten Speicheranforderungen durch das Eliminieren von Datenreplikationen.
  • Nahtlose Skalierung des Clusters durch Hinzufügen von Servern oder Speicher im laufenden Betrieb.
    • Kein Partitionierungsspeicher mehr durch komplizierte Techniken.
    • Hinzufügen von Servern zum Cluster im laufenden Betrieb durch das Einhängen in das allgemeine Dateisystem.
Knoten, auf denen Red Hat GFS läuft, werden mit den Konfigurations- und Management-Tools der Red Hat Cluster Suite verwaltet. Datenträger-Management wird vom CLVM (Cluster Logical Volume Manager) verwaltet. Red Hat GFS bietet das gemeinsame Nutzen von Daten zwischen GFS-Knoten in einem Red Hat-Cluster. GFS stellt einen einfache, konsistente Ansicht des Namenraums des Dateisystems der gesamten GFS-Knoten in einem Red Hat-Cluster zur Verfügung. GFS erlaubt das Installieren und Ausführen von Applikationen ohne großer Kenntnis der darunterliegenden Speicher-Infrastruktur. Auch bietet GFS Features, die typischerweise in einer Unternehmensumgebung benötigt werden, wie Quotas, mehrere Journals und Unterstützung von "multipath".
GFS liefert eine vielseitige Methode für Netzwerkspeicher je nach den Anforderungen Ihrer Speicherumgebung hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Dieses Kapitel liefert einige grundlegende Informationen in gekürzter Fassung als Hintergrund, um Ihnen beim Verständnis von GFS behilflich zu sein.
You can deploy GFS in a variety of configurations to suit your needs for performance, scalability, and economy. For superior performance and scalability, you can deploy GFS in a cluster that is connected directly to a SAN. For more economical needs, you can deploy GFS in a cluster that is connected to a LAN with servers that use GNBD (Global Network Block Device) or to iSCSI (Internet Small Computer System Interface) devices. (For more information about GNBD, refer to Abschnitt 1.7, »Global Network Blockgerät«.)
Die folgenden Abschnitte liefern Beispiele, wie GFS eingesetzt werden kann, um Ihren Anforderungen hinsichtlich Leistung, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden:

Anmerkung

Die GFS-Einsatzbeispiele spiegeln Grundkonfigurationen wider. Ihre Anforderungen erfordern ggf. eine Kombination der in diesen Beispielen gezeigten Konfigurationen.

1.5.1. Höhere Leistung und Skalierbarkeit

You can obtain the highest shared-file performance when applications access storage directly. The GFS SAN configuration in Abbildung 1.11, »GFS with a SAN« provides superior file performance for shared files and file systems. Linux applications run directly on cluster nodes using GFS. Without file protocols or storage servers to slow data access, performance is similar to individual Linux servers with directly connected storage; yet, each GFS application node has equal access to all data files. GFS supports over 300 GFS nodes.
GFS with a SAN

Abbildung 1.11. GFS with a SAN