2. Virtualisierung

Paravirtualisierte Treiber

Paravirtualisierte Treiber (die virtio-Treiber) verbessern die Leistung der Block- und Netzwerkgerätetreiber einer virtuellen Maschine.

Der Virtio-Balloon-Treiber erlaubt es Gästen, dem Hypervisor mitzuteilen, wieviel Arbeitsspeicher sie benötigen. Der Balloon-Treiber ermöglicht es dem Host, effizient Arbeitsspeicher dem Gast zuzuweisen und freien Speicher auf andere Gäste und Prozesse zuzuweisen. In Red Hat Enterprise Linux 5.6 kann der Virtio-Balloon-Treiber Speicherstatistiken sammeln und berichten.
libvirt

Libvirt ist eine vom Hypervisor unabhängige Virtualisierungs-API, die mit den Virtualisierungsfähigkeiten einer Vielzahl von Betriebssystemen interagieren kann. libvirt bietet eine gemeinsame, generische und stabile Schicht, um Gäste auf einem Host sicher zu verwalten.

In Red Hat Enterprise Linux 5.6 wurde libvirt auf Version 0.8.2 aktualisiert und damit sVirt implementiert. sVirt ist eine Technologie in Red Hat Enterprise Linux 5, die SELinux in die Virtualisierung integriert. sVirt verbessert die Sicherheit und härtet das System gegen Fehler im Hypervisor ab, die andernfalls eine mögliche Angriffsfläche auf den Host oder andere virtualisierte Gäste bieten könnten.
Globaler Synchronisationspunkt für pvclock

pvclock ermöglicht es einem Gast, die Systemzeit des Hosts zu lesen. In Red Hat Enterprise Linux 5.6 wurde ein globaler Synchronisationspunkt zu pvclock hinzugefügt, um Gästen eine stabilere Zeitquelle zur Verfügung zu stellen.

virtio-serial

Der virtio-serial-Treiber wurde hinzugefügt, wodurch vmchannel-Fähigkeiten auf Red Hat Enterprise Linux 5.6 Gästen aktiviert werden, die auf Red Hat Enterprise Linux 6 Hosts laufen. VMchannel ist ein Transportverfahren, das zur Kommunikation zwischen dem Host-Userspace und dem Gast-Userspace verwendet wird.

Xen-Profiling-Zusatz für Intel Core i7 und Atom-Prozessoren

Der Xen xenoprof-Befehl in Red Hat Enterprise Linux 5.6 beinhaltet zusätzliche Definitionen, um Core i7 und Atom-Prozessoren zu erkennen.